Christa Bortignon legte 100-m-Weltrekord der W85 in Schutt und Asche

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(Delta/Westvancouver/Krefeld, 25. April 2022) Ursprünglich wollte die leichtathletisch ausgesprochen vielseitige altersgemäße Ausnahmeerscheinung Christa Bortignon (*29.01.1937; im Bild) aus Westvancouver in Kanada gestern ein kleines Sportfest in Delta/Britisch Columbia nur als Durchlauferhitzer für das große Masters-Meeting am 07.Mai in Eugene/Oregon (USA) nutzen. Zumal sie mangels geeigneter Konkurrenz aus der Altersklasse zusammen mit sechs sehr jungen Teenagern laufen musste. Für sie mehr Ansporn als Hemmschuh. Denn die 85-Jährige begann den ersten Start unter freiem Himmel damit, wo sie in der Hallensaison aufgehört hatte: Mit einem Weltrekord in der W85. Dabei lautet die Devise dieses zierlichen, Energie geladenen Persönchens mit deutschen Wurzeln ganz offensichtlich klotzen statt kleckern, pflegt die künftige Messlatte für sich selber sehr hoch zu legen. Die bisherige globale Bestmarke von 19,37 Sekunden über 100m der Japanerin Emiko Saito von Oktober 2018 legte Christa bei zulässigem Rückenwind von 1,3m/sec. mal eben um 92/100 auf 18,45 Sekunden in Schutt und Asche. Das sind schier unfassbare Dimensionen, in die sie da vorstieß. Schließlich steigerte sie einen Welt- und keinen Kreisrekord. Doch daran werden wir uns bei ihr wie schon beim Rekordfestival Ende Februar anlässlich der Hallenmeisterschaften von British Columbia in Kamloops (siehe Link) gewöhnen dürfen. Vermutlich schon im Wonnemonat Mai, wo sie über 200m, im Weit- und Dreisprung die Spikes schnüren wird. Da sollte die aus Eugene stammende, womöglich anwesende WMA-Statistikerin Sandy Pashkin schon mal den Bleistift spitzen.