Ampelkoalition sendet hinsichtlich Corona die falschen Signale aus

  • Drucken

Kolumne

Das Wort am Karfreitag

(Berlin, Krefeld und die Republik, Ostern, 15. April 2022)
„Die Götter müssen verrückt sein!“ Damit ist allerdings unsere vermeintliche politische Elite in der Bundeshauptstadt Berlin gemeint. Die hat per Regierungsbeschluss Corona abgeschafft, sendet die Ampelkoalition aus Rot (SPD), Gelb (FDP) und Grün (Bündnis 90 Die Grünen) mit der Aussetzung fast aller Be-/Einschränkungen die Pandemie betreffend bis hin zum weitgehenden Fallen der Maskenpflicht die falschen Signale aus. Dabei droht die „gelbe Gefahr“ insbesondere von der allzu liberalen Einstellung der FDP mit ihrem obersten Weichspüler Christian Lindner. Der Finanzminister gibt sich neuerdings mit einem Drei-Tage-Bart (richtig sprießen will er nicht, ist mehr so Flaum) einen besonders männlichen Anstrich. Die ernüchternde Rechnung werden diesem Irrlicht am politischen Firmament größere Teile der Bevölkerung mit Neuinfektionen präsentieren. Und SPD-Gesundheitsapostel Prof.Dr.med. Lauterbach hat seit seiner Inthronisierung als Gesundheitsminister leider deutlich an Profil eingebüßt. Obendrein sind sich bei allem Überdruss im Überfluss Rote und Gelbe in Sachfragen nicht grün. Ein unheilvoller Mix.  

Gewaltiger Sprung der Verträglichkeit von unter 50 auf über 1.000

Im Vorjahr wurde bei Schwarz/Rot mit vielen restriktiven Maßnahmen noch um eine bundesweite Inzidenzzahl von unter 50 gerungen, aktuell sind wir bei 1.002. Tendenz leicht steigend. Aber warten wir mal die vier Ostertage ab! Da werden die Steigerungsraten vermutlich durch die Decke gehen. Denn an die Eigenverantwortlichkeit der Bürger zu appellieren hat sich immer wieder aufs Neue als veritabler Trugschluss erwiesen. Natürlich ist ein Ausnahmezustand aus vielerlei Gründen nicht dauerhaft aufrecht zu erhalten. Aber die Maskenpflicht hätte nicht nur meiner bescheidenen Meinung nach beibehalten werden müssen!
Da wo es weiterhin geboten erscheint auf Freiwilligkeit zu setzen, geht mit Grandezza in die Hose (oder Mund und Nase). Beispiel gefällig? Bitte schön! Bei meinem turnusmäßigen Wocheneinkauf an Lebensmitteln in drei verschiedenen Geschäften, den ich bewusst aufgrund weniger Betrieb auf den frühen Mittwochmorgen lege, waren in der Vorwoche gefühlt 95 Prozent Einkaufende mit Maske unterwegs, vorgestern waren es allenfalls noch 50 von Hundert. So schaut's aus!
Der Mensch an sich neigt nun mal (außer er ist wie ich bekennender, bereits doppelt „geboosterter“ Corona-Schisser) zur Nachlässigkeit und zum Leichtsinn. Getreu § 3 des rheinischen Mottos „Et hätt noch immer jot jejange.“ Das ist naturgemäß ausgewiesener Schwachsinn via Hochmut kommt vor dem Fall. Dem ist zu entgegnen: Vun nix kütt nix.

Nichtsdestotrotz wünscht Lampis allen Lesern Frohe Ostern!

Genug der Moralpredigt, kommen wir zum ursächlichen Anlass. So schwer es bei all dem Ungemach, dass sich durch den kriegerischen Überfall von Russland auf die Ukraine noch verschlimmert hat, auch fallen mag, wünschen wir all unseren Lesern nichtsdestotrotz oder gerade deswegen ein möglichst Frohes Osterfest anno Domini 2022! Angereichert mit einem von Hand bemalten hohlen Gänseei meiner familiären Chefin Elke, einer Textil-Designerin. Unsererseits lassen wir in den nächsten Tagen den Frieden an der Tastatur einkehren. Ausnahme an Ostersonntag mit einer unaufschiebbaren Laudatio.