Wer hätte das gedacht: Unser Kommentar leistete Anschubhilfe

(Mönchengladbach/München/Zella-Mehlis/Krefeld, 01. April 2022) Wer hätte das gedacht? Unser gestriger Kommentar hat geradezu ungeahnte, nicht einmal erträumte Reaktionen ausgelöst und sich als Anschubhilfe entpuppt. Naturgemäß mitnichten beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), obwohl wir nachweislich von einigen seiner Mitarbeiter gelesen werden. Dort schlafen sie weiterhin in halber Kompaniestärke von „über 50 hauptamtlichen Kräften“ (O-Ton Präsident Jürgen „Tollpatsch“ Kessing) den Schlaf der Gerechten, gehen ihnen die ewigen Talente für die nächsthöhere Altersklasse so was von an ihren bequemen Allerwertesten vorbei.
Vielmehr lief es ausnahmslos über
meine persönliche Schiene des bestens vernetzten, seit Ende August  2021 wieder kugelstoßenden Sportjournalisten, dass sich wie ein Blitz aus – um im Bilde zu bleiben – düsteren Himmel Bewerber für die vakanten nationalen Titelkämpfe 2022 meldeten und ihre Bereitschaft erklärten. Das weiterhin Gute daran, dass es sich ausnahmslos um bewährte, erprobte Schauplätze in West, Süd und Ost handelt, die nicht noch das 75-seitige bürokratische Anforderungsprofil des Hohen Hauses der Kommandozentrale in Darmstadt mit tunlichst 25vergoldeten VIP-Parkplätzen jener eh nicht erscheinenden Honoratioren nachweisen müssen.

Stadion-DM als Durchlauferhitzer für die Senioren-WM

Der Reihe und Gewichtigkeit nach: Für die Stadion-DM wirft der LV Nordrhein mit seiner Athleten-freundlichen, allen Wassern geweihten Senioren-Frontfrau Gisela Stecher (im Bild) aus Grevenbroich mit dem schmucken Rheydter Grenzlandstadion in Mönchengladbach, zuletzt 2018 Austragungsort der nationalen Titelkämpfe der Ü35-Generation, für das Wochenende 24. bis 26.Juni den Hut in den Ring. Insofern auch ein idealer Zeitpunkt, als er den deutschen Spitzenkönnern als Durchlauferhitzer für die Senioren-Weltmeisterschaften vom 29. Juni bis 10.Juli im finnischen Tampere als finalen hochkarätigen Formtest (denn bei einer DM sind bekanntlich Normen zu erfüllen) dienlich sein kann.

Eine Mehrkampf-DM der besonderen Art mit Oktoberfest-Auftakt

Die „Weltstadt mit Herz“ München ist dank guter Kontakte zu meinem Journalisten-Kollegen Manfred Stangl und dessen Verbindungen zur LG Stadtwerke München ebenfalls wieder im Boot, fand im September 2019 im Dantestadion das bislang letzte DAMM-Finale statt. Diesmal geht es jedoch um die DM im Mehrkampf und der Langstaffeln. Beibehalten wird jedoch die prima Synthese der zweitägigen Wettbewerbe mit dem Auftakt des Münchner Oktoberfestes (Samstag, 17.September). So es denn heuer wieder stattfinden wird. Doch Entwarnung: Eine Koppelung hängt logischerweise nicht davon ab, ist zudem eine solche Meisterschaft nicht mit dem größten Volksfest der Welt zu vergleichen, das rund 400.000 Besucher täglich anlockt.

Wurf-Fünfkampf mit schöner Aussicht in Zella-Mehlis

Und zu guter Letzt hat sich Heiko Wendorf (im Bild) vom ASV Erfurt in seiner doppelten Eigenschaft als Kommissionsvorsitzender Breitensport im Thüringer LV sowie beim wegen seiner unbequemen, eben nicht verbandskonformen Art wie dereinst sein schwachmatischer Vorgänger beim DLV nicht mehr gelittener und geschnittener Seniorensprecher dafür eingesetzt, dass der TSV Zella-Mehlis in bewährter Form die Wurf-Fünfkampf-DM am 27./28.August in der „Arena Schöne Aussicht“ austragen möchte. Dies ist den rührigen Machern um Abteilungsleiter Günter Karl im Vorjahr (plus Mehrkampf) ohne jede Not durch den Dachverband verwehrt worden.

Und zu guter Letzt das DAMM-Finale nach klarer Lage der Dinge in Lage

Das sind fürwahr alles in allem schöne Aussichten für die arg gebeutelten, stiefmütterlich behandelten männlichen und weiblichen Senioren. Müßig zu erwähnen, dass dies noch den Weg durch die verschiedenen Gremien und Instanzen sowie der „belastbaren Absichtserklärungen“ bedarf. Was, wir wiederholen uns zum x-ten Mal, beim DAMM-Finale am 10. oder 17.September im westfälischen Lage bereits der Fall ist. Doch der DLV, weiß der Kuckuck wieso, vermag sich nicht auf den genauen Tag festzulegen. Wahrscheinlich haben sie es in ihrem latenten Dämmerschlafzustand lediglich vergessen. Das hat freilich entschieden den Vorteil, dass sie bei kleinen operativen Eingriffen nie eine Narkose benötigen.
Redaktioneller Hinweis auf einen aktuellen Beitrag in unserem Schaufenster Flurfunk.