Christa Bortignon hat für ihre Starts die Messlatte extrem hoch gelegt

(New Brunswick/Westvancouver/Krefeld, 24. März 2022) Besser spät in der Saison unter dem Hallendach als überhaupt nicht wie bei den seit zwei Jahren auf höchster nationaler Meisterschaftsebene darbenden, sportlich total unterzuckerten deutschen Senioren-Leichtathleten. Erstmals seit dem Corona-Zeitalter finden kommenden Samstag/Sonntag wieder die „Canadian Masters“ mit Schauplatz New Brunswick in der ostkanadischen Atlantikprovinz statt.
Wenn sich unsereins beispielsweise vom Knotenpunkt Frankfurt am Main auf eine 4.800 Kilometer lange Flugreise begibt, dann erreicht er damit ein attraktives Fernziel. Für die deutschstämmige Christa Bortignon (*29.01.1937) ist es von ihrem Wohnsitz Westvancouver aus zum Schauplatz ein profaner Inlandsflug. Das ist freilich für eine 85-Jährige mit allen „Nebengeräuschen“ bereits eine Art sportliche Herausforderung. Aber in dem zweitgrößten Flächenland der Welt fast schon Normalität. Hinzu kommt allerdings noch ein strammes Programm, dass sich die ältere Dame aufbürdet. Irgendwie muss sich der auch finanziell beträchtliche Aufwand ja lohnen.
Bei den Hallenmeisterschaften von British Columbia Ende Februar in Kamloops waren es derer fünf Einzeldisziplinen und ein Staffeleinsatz. Dabei brachte sie gleich vier Hallen-Weltrekorde der W85 in ihren Besitz, hob sie auf ein extrem hohes Niveau (wir berichteten). Das dürfte schwerlich noch irgendwo zu toppen sein.
Schaun mer mal, dann sehn mer scho, würde der ehemalige Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer jetzt anstimmen. LAMPIS wird selbstverständlich mittels imaginärem heißen E-Mail-Draht mit der Protagonistin berichten.