DLV konterkariert eigenen Wahlspruch vom "Salz in der Suppe"

(Düsseldorf/Mannheim/Darmstadt/Krefeld, 11. März 2022) Schmieden wir das Eisen, so lange es zumindest noch nicht erkaltet ist. Aktueller Anlass sind die ausgesprochen dürftigen Meldeergebnisse beim Saisonkehraus der abgespeckten Hallensaison der Ü30-Generation bei den Landesmeisterschaften von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und Baden Württemberg in Mannheim (wir berichteten jeweils).
Überleitung zweiter Teil: Nicht nur hinter der FAZ (= Frankfurter Allgemeine Zeitung) steckt laut deren selbstbewussten Werbebotschaft ein kluger Kopf. Auch vor dem Monitor beim Aufruf unserer Netzseite. Soll heißen, dass unsere Leser uns häufig Anregungen, Tipps, Informationen und Denkanstöße mit durchaus erwünschter interaktiver Kommunikation geben. Just auch beim erwähnten Thema zum erdrutschartigen Verfall des Interesses an Titelkämpfen, wo doch schizophrenerweise vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) propagiert für Senioren Wettkämpfe „das Salz in der Suppe“ sind. Dass er sie gehörig versalzt respektive seit Corona auf nationaler Meisterschaftsebene erst gar nicht erst anbietet, wird dort beim in Dauerschleife genannten „Stehsatz“ nicht erwähnt (siehe Link, dann nach unten scrollen). Selten so gelacht, wenn's nicht so maßlos traurig wäre und derzeit weitaus Schlimmeres geben würde.

Denkanstöße durch interaktive Kommunikation

Aber kommen wir zu der von uns aufgestellten Behauptung, dass sich die Verweigerer den Ast absägen, auf dem sie selber sitzen. Dazu hat sich Kugelstoß-Spezialist Roland Wattenbach (*1955; im Bild) vom TV Eiche Bad Honnef, bis zu seiner Pensionierung als promovierter Physiker am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn-Bad Godesberg tätig, mal ein paar Gedanken gemacht und sie uns als Diskussionsgrundlage exemplarisch in Stichworten wissen lassen:

#  Die Leistungen der Senioren*innen haben in den zwei Jahren seit Corona stark abgenommen.
#  Gründe dafür: Es fehlten die Trainingsmöglichkeiten, Angst vor Ansteckung et cetera.
#  Das könnte dazu führen, dass deshalb viele nicht mehr melden, weil sie ihre Leistungen als zu schlecht bzw. nicht meisterschaftswürdig einschätzen.
#  Weiterhin denkbar, dass grundsätzlich an Wettkämpfen Interessierte im mittleren Leistungsniveau die Motivation fehlt, den früheren Standard wieder zu erarbeiten, demzufolge keine Lust mehr an Wettbewrben haben oder zu anderen Sportarten abwandern.
#  Viele haben möglicherweise Angst vor Corona und melden trotz verschärftem Corona-Hygienekonzept erst gar nicht.
# Wieder andere stören sich am über das Hausrecht des Veranstalters ausgeübte verschärfte Konzept
(wie zuletzt beide Male in Düsseldorf).
# Wahrscheinlich gibt es viele weitere Gründe und Argumente.

Damit unmittelbar einher geht der allerorten und allenthalben latente Kampfrichtermangel. Dem widmet sich ein Senioren-Leichtathlet aus dem oberen Alterssegment in einem zeitnah von uns veröffentlichten Gastbeitrag.