Ernüchternder Auftakt von Christina Schwanitz in ihre letzte Saison

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(Chemnitz/Krefeld, 24. Januar 2022) Ausgesprochen ernüchternd, und das ist noch geschmeichelt, verlief bei Kugelstoßerin Christina Schwanitz (im Bild) vom LV 90 Erzgebirge der Auftakt in ihre ambitionierte letzte Saison (Hallen-EM, Stadion-WM und –EM) in den Ringen dieser Leichtathletik-Welt. Die W35-Seniorin musste beim Hallen- Wettkampf für Bundeskader in Chemnitz eine derbe sportliche Klastsche durch ihre elf Jahre jüngere Klubkameradin Katharina Maisch hinnehmen. Während die sich auf die absolute persönliche Bestleistung Halle wie Freiluft von 18,88m steigerte (bisher 18,51m), musste sich die Ex-Weltmeisterin mit für sie völlig indiskutablen 17,57m bescheiden. Der Rest war mit drei vermutlich bewusst ungültigen gemachten Versuchen sowie 17,43 und 17,22m noch mehr Asche (alle Ergebnisse).
Ohne sie frühzeitig abschreiben zu wollen, dürfte es für die 35-jährige Zwillingsmama selbst bei Erfüllung der Normen äußerst schwer werden, sich gegen die erstarkte nationale Konkurrenz um Sara Gambetta, Maisch (beide 18,88m), Alina Kenzel (18,69m) und die vor Ehrgeiz brennende, wettkampfhungrige Julia Ritter (18,35m) intern durchzusetzen. Und wer weiß, was da unter den Vorzeichen der Drehstoßtechnik noch so alles plötzlich heranreift?

Stilblüte der Extraklasse: Eine segelnde Kugel

Neben dem sportlichen Fehltritt von „La Schwanitz“ gab es in diesem Zusammenhang noch einen sprachlichen beim literarischen Kabarett auf dem DLV-Mitteilungsorgan leichtathletik.de mit einer Stilblüte der Extraklasse. Die Autorin verstieg sich zu dem völlig abwegigen Sprachbild der Bildsprache, dass Maisch die Vier-Kilo-Kugel auf 18,88m segeln ließ. Eine Kugel die segelt: Auweia! Synonyme sollten wenigstens halbwegs zutreffend sein.  
Normalerweise hüte man(n) sich vor Kollegenschelte, denn sie könnte irgendwann wie ein Bumerang zurückkommen. Aber dieses Bonmot war einfach zu schön, um es unreflektiert liegen zu lassen und unseren Lesern vorzuenthalten.