Gendersternchen chancenreich für das Unwort des Jahres 2021

(Marburg/Krefeld, 30. Dezember 2021)  „Wellenbrecher“ wurde zum Wort des Jahres 2021 gekürt (wir berichteten). Die eigentlich beim Küstenschutz angewendete Bezeichnung bezieht sich jedoch im konkreten Falle auf die diversen Wellen, die mit mehr oder weniger großem Erfolg im Kampf gegen die Corona-Seuche zu brechen sind. Inzwischen schwappt Nummer fünf mit bis hierhin nicht dagewesener Wucht über uns herein. Da bedarf es schon das Gemüt eines stets gut genährten Fleischerhundes, dass einem nicht angst und bange wird.
Nunmehr wird also vom Institut für Germanistische Sprachwissenschaft in Marburg das Unwort des Jahres 2021 gesucht. Auf den Mikrokosmos der Senioren-Leichtathletik herunter gebrochen haben wir es mit Absage (Abgesagt) bereits gefunden. Für das große Ganze stehen bereits über 1.000 Wörter für den unbeliebtesten Begriff zur Wahl. Eine fürwahr große Zahl selbst in Bezug auf Missliebigkeiten aller Art. Ein Stein des Anstoßes ist für sehr viele auch das Gendern auf Teufel komm raus. Dem hat sich die frühere ZDF-Nachrichtenmoderatorin Petra Gerster auch in ihrem jüngsten Buch „Vermintes Gelände“ mit dem Untertitel „Wie der Krieg um Wörter unsere Gesellschaft verändert“ gewidmet.
Das mit deutscher Gründlichkeit gepflegte, vermutlich mehrheitlich ungeliebte Gendersternchen (da schließe ich mich freimütig ein) ist folgerichtig im Auswahltopf gelandet, über das eine Jury aus vier Sprachwissenschaftlern*innen (hätten wir gleich ein Beispiel) und einer Journalistin zu befinden haben. Chancenreich, wie in einem großen Beitrag in der Rheinischen Post gemutmaßt wird..
Und hier noch die Vorgänger der letzten sechs Jahre, beginnend mit 2020: Rückführungspatenschaften/Corona-Diktatur, Klimahysterie, Anti-Abschiebe-Industrie, alternative Fakten (dafür stand US-„Komiker“ Donald Trump Pate), Volksverräter und Gutmensch.