Hallen-Europameisterschaften 2022 droht die Absage

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(Braga/Krefeld, 21. Dezember 2021) Manchmal brennt schon vor Weihnachten der Baum. Sinnbildlich, versteht sich im noch geschilderten konkreten Falle. Eingedenk der nicht vorhandenen Informationspolitik und fehlendem Krisenmanagement des kontinentalen Senioren-Verbandes European Masters Athletics (EMA) und seines Präsidenten Kurt Kaschke kursierte gestern im World Wide Web, kurz Internet genannt, folgende Nachricht: Masters Athletics UK (die britische Dachorganisation; die Redaktion) berichtet, dass die lokalen Organisatoren im portugiesischen Braga noch in dieser Woche bekannt geben wollen, ob die Hallen-Europameisterschaften vom 20. bis 27.Februar 2022 dort stattfinden werden oder nicht.
Letzteres ist wahrscheinlicher. Denn im mittelbaren Zusammenhang mit der wieder mal überall aus dem Ruder laufenden angespannten Corona-Situation durch die neue Omikron-Variante waren bis gestern lediglich 377 Meldungen aus aller Herren Länder dieser in einer Hängepartie seit 2020 nachzuholenden Titelkämpfe abgegeben worden. Darunter vom Gastgeberland, das in aller Regel die stärkste Fraktion aller Nationen stellt, lediglich 17 Aufrechte. Mit derartigen Zahlen und einer nicht zu erwartenden Anmeldeschwemme in den verbleibenden 19 Tagen bis Nennungsschluss (09.Januar 2022) lassen sich solche Meisterschaften finanziell nicht bewerkstelligen. Völlig losgelöst vom nicht vorhandenen sportlichen Wert einer solchen Mickey-Mouse-EM, bei der Titel und Medaillen ein Muster ohne Wert sind.