Jeder blamiert sich so gut er kann - und "Präses" Kurt Kaschke kann

Kolumne

Moment mal

(Braga/Krefeld, 12. Dezember 2021)
Obschon wir eine Netzseite für sehr erwachsene Menschen von 30 bis jenseits 90 Jahren betreiben, geziemt es sich selbstverständlich nicht schlüpfrige Sprüche vom Stapel zu lassen. Dennoch der rein vorsorgliche Hinweis, dass die nachfolgend abgewandelte Werbebotschaft aus der Gastronomie (Hier kocht der Chef selbst) rein sportlich zu verstehen und deuten ist: Hier stößt der Präsident selbst – die Kugel. Gemeint ist der zur Selbstdarstellung neigende (Ver-)Steuermann Kurt Kaschke (*1955) des kontinentalen Senioren-Verbandes European Masters Athletics (EMA). Der 66-Jährige will nach der Devise „Jeder blamiert sich so gut er kann“ bisherigen regelmäßigen höchst fragwürdigen sportlichen EM- und WM-Auftritten aller Art folgend bei den Hallen-Europameisterschaften der Ü35-Generation (20. bis 27.Februar 2022) im portugiesischen Braga in den Ring gehen, taucht in der vorläufigen Meldeliste der M65 mit blanken 10 Metern auf. In den DLV-Bestenlisten 2021 und 2020 wird der narzisstische „Kuddel“ jedoch nicht geführt. Ausgemachter Etikettenschwindel also.

Erforderliche PCR-Tests als Veranstaltungskiller

Soweit das Vehikel für die allgemein gültige Betrachtung. Es bestehen nach der momentanen verheerenden europäischen Corona-Gesamtgemengelage jedoch gehörige Zweifel, dass die seit 2020 als „Hängepartie“ fortgeschriebenen Titelkämpfe dieses Mal tatsächlich stattfinden werden. So sich die Situation bis dahin nicht extrem entspannt, was im Winter eher nicht zu erwarten ist, scheint eine Großveranstaltung unter dem Hallendach mit sehr optimistisch kalkulierten Teilnehmern jenseits der 4.000er-Grenze zumindest derzeit nicht durchführbar. Portugal verlangt zurzeit selbst für dreimal geimpfte Einreisende zusätzlich einen frischen PCR-Test, der im Labor durchgeführte Goldstandard unter den Corona-Tests. Wie soll das überhaupt gehen, wer soll das bezahlen? Das ist der Killer schlechthin für jede Veranstaltung! Dies sollte jeder bedenken, der mit einem EM-Start liebäugelt und hinterher womöglich auf gehörigen Kosten sitzenbleibt.