Beispiele von zwei Hallen-Sportfesten sehr unterschiedlicher Art

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(Erfurt//Düsseldorf/Krefeld, 10. Dezember 2021) Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Erst recht in Zeiten wie diesen noch nicht dagewesener hoher Inzidenzzahlen. Keine Frage! Aber alles kann deswegen beim Amateursport nicht bis zur Null-Toleranz-Grenze heruntergedimmt werden. Muss es auch nicht. Erfreulicherweise gibt es auch noch Veranstalter, die unter Absolvierung des Instanzen-Marathons sowie stringenter Einhaltung der nun einmal unerlässlichen Regeln und Hygienevorschriften selbst unter dem Hallendach etwas im Portfolio haben.
„Ich möchte nicht, dass auch nur ein Wettkampf abgesagt wird“, äußerte sich Heiko Wendorf in seiner Eigenschaft als Kommissionvorsitzender Breitensport des Thüringer Leichtathletik-Verbandes (TLV) gegenüber der Thüringer Zeitung. Der 51-jährige Wirtschaftsjurist und passionierte Kugelstoßer geht selber mit leuchtendem Beispiel voran. Im Schulterschluss mit Richard Debuch vom ASV Erfurt, zu dem Wendorf ab 01.Januar 2022 vom Eisenacher LV wechselt, richtet er heute einen „halben“ Jux-Zweikampf (Kugel und Streichholzwurf) und Stabhochsprung-Cup in der Hartwig-Gauder-Halle am Steigerwaldstadion in Erfurt aus (siehe Link). Alles mit begrenzten Starterfeldern unter dem Motto: Klein, fein, übersichtlich, gut zu handhaben und vertretbar.

415 (!) Wettkampfhungrige beim Indoor-Meeting in Düsseldorf

Dagegen wird morgen beim 11.Düsseldorfer Advent-Indoor-Meeting im Arena-Sportpark der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen ordentlich Betrieb unterm Hallendach herrschen. Für diese Tagesveranstaltung haben sage und schreibe 415 Wettkampfhungrige von M/W12 bis Männer/Frauen ihre Meldungen überwiegend für Mehrfachstarts abgegeben (siehe Meldeliste). Das halte ich persönlich bei allem Verständnis einerseits, aber auch gebotener Zurückhaltung eines bekennenden Corona-Feiglings andererseits bei einem bunten Mix ungeimpfter Schüler und Jugendlicher mit erwachsenen 2G-Absolventen für – charmant formuliert – ausgesprochen grenzwertig.
Müßig zu erwähnen, dass das jede/r für sich entscheiden muss, ob er dort in aufgewärmter, dünner Hallenluft bei was auch immer aufschlagen möchte. Ohne den Teufel an die Wand malen zu wollen: Hoffentlich fällt sinnbildlich niemand auf die empfindliche Nase.