Abstimmungsverfahen zur Wahl NRW-Sportler des Jahres eröffnet

(Düsseldorf/Krefeld, 27. Oktober 2021) Nach der Wahl ist vor der Wahl. Das gilt jetzt allerdings lediglich rein statistisch bezogen auf die Politik, wo gerade von einem Dreierbündnis eine neue Bundesregierung zusammen gezimmert wird. Unterdessen wählt das einwohnerstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) auf Initiative und Nominierung von Landessportbund (LSB), Land NRW und Sportstiftung NRW in einem Online-Verfahren seine Asse in den Kategorien Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres 2021. Die Proklamation mit der Verleihung der begehrten Felix Awards findet am 10.Dezember 2021 bei einer Gala in der Mitsubishi Electric Halle in der Landeshauptstadt Düsseldorf statt.
Das Abstimmungsverfahren ist bereits eröffnet. Mitmachen lohnt sich neben der Wahl des/der eigenen Favoriten auch insofern, da unter allen Teilnehmern insgesamt 13 Preise verlost werden. Als Hauptgewinn winkt ein Wochenende für zwei Personen im Sport- und Tagungszentrum Hachen in Sundern im Sauerland. Alles Weitere zur Wahl unter dieser Verlinkung.

Aline Rotter-Focken feierte historischen Olympiasieg im Ringen
 
Nun kommt freilich durch meine eigene Lesebrille betrachtet noch ein wenig Lokalkolorit ins Spiel. Bei den fünf nominierten Sportlerinnen musste ich nicht lange überlegen, wem ich die Gunst meiner Wählerstimme erweise: Ringerin Aline Rotter-Focken (siehe Wikipedia). Die 30-jährige Krefelderin erklärte vor den Olympischen (Nachhol-)Spielen im  Sommer in Tokio, dass sie in der japanischen Metropole ihren unwiderruflich letzten Kampf absolvieren und ihre eh schon sehr erfolgreiche Karriere beenden würde. Den sollte sie in der Klasse bis 76kg mit einem deutlichen finalen 7:3-Punktsieg über die mehrfache Weltmeisterin Adeline Gray aus den USA mit der Goldmedaille krönen. Ein historischer Triumph obendrein als erste deutsche Olympiasiegerin in dieser klassischen olympischen Sportart (griechisch Páli) der Antike. Mehr geht nicht!
Doch noch dies: Die attraktive, sympathische Blondine wusste sich und ihre Kampfkunst beim anschließenden Medien-Marathon bestens ins Szene zu setzen. Vorgestern wurde sie von ihrer Heimatstadt im Rathaus zusammen mit den Ruder-Silbermedaillengewinnern Jonathan Rommelmann (Leichtgewichts-Zweier) und Laurits Follert (Achter) geehrt. Womöglich wird ihr noch ein „Denkmal“ gesetzt. Während der Feierstunde wurde unter großem Beifall der illustren Gästeschar laut darüber nachgedacht, die bislang namenlose städtische Trainingsstätte ihres Klubs KSV Germania Krefeld in Aline-Rotter-Focken-Halle zu benennen.
Das wäre dann das Tüpfelchen auf dem i.