Kein Interesse: Drei von 20 Regionalverbänden waren nicht vertreten

(Wetzlar/Krefeld, 26. Oktober 2021) Still ruht der See auf dem offiziellen DLV-Mitteilungsorgan leichtathletik.de zur konstituierenden Sitzung der „Ständigen Konferenz für Sportentwicklung“ vorigen Samstag/Sonntag im Hotel Michel in Wetzlar (siehe Vorschau). Genügen also wenigstens wir in Geschäftsführung ohne Auftrag der Informationspflicht. Als Delegierter des Thüringer Leichtathletik-Verbandes (TLV) zusammen mit dessen Vizepräsidenten Jens Panse vermittelte uns Heiko Wendorf (im Bild) in seiner neuen Eigenschaft als Kommissions-Vorsitzender Breitensport im TLV einen kleinen Eindruck von der Veranstaltung. Bei dem 51-jährigen Wirtschaftsjuristen saß der DLV-Seniorensprecher jedoch imaginär mit am Verhandlungstisch. Er sollte in dem Orthopäden und früheren Mittelstreckler Prof.Dr.Thomas Wessinghage (zu meiner großen persönlichen Überraschung) einen glühenden Mitverfechter für die Senioren-Leichtathletik haben. Der 69-jährige Mediziner stellte in seinem 60-minütigen Impulsvortrag heraus, dass neben sozialen Kontakten Bewegung und Sport im Alter eminent wichtige Bausteine zur Stärkung des Immunsystems und der Gesundheit seien. Mithin auch eine Aufgabenstellung des Fachverbandes für die mit fast 50 Prozent weitaus größte Altersgruppe unter seinem Dach.

Es bewegt sich was in die richtige Richtung

Die Prioritätenliste sieht indes anders aus, stehen die Senioren*innen – verständlicherweise – nicht an erster Stelle der Großbaustelle Leichtathletik in Deutschland. Dennoch betonte Wendorf in seinem Kurzreferat am Sonntagvormittag, dass die DLV-Akademie nicht allein dem Spitzensport vorbehalten bleiben dürfe. „Die Leichtathletik besteht aus einer riesigen Familie von klein bis groß, jung bis alt, die in allen Bereichen Wertschätzung und Anerkennung verdiene“, rekapitulierte er für LAMPIS. Alles in allem habe ihm dieses von ARD-Sportreporter Volker Hirth professionell moderierte Symposium gut gefallen. Es müsse noch an vielen Stellschrauben, unter anderem neuen Veranstaltungskonzepten, der Transparenz, Kommunikation und medialen Präsenz, gedreht werden, aber es würde sich zumindest etwas in die richtige Richtung bewegen. Er selber will mit Visionen und Ideen seinen Beitrag dazu leisten.
Das mal an die Adresse jener drei von 20 Regional-/Landesverbänden, die von all dem nichts mitbekommen haben, da deren Vertreter nicht vertreten waren. Das nennt sich dann wohl Interessenlosigkeit.