Sportsch(l)au: Mit Schwung und Bewegung durch den Alltag

(Köln/Krefeld, 23. Oktober 2021) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof.Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ und anderen Publikationsmedien sowie seinem eigenen Internet-Portal an. Dank seiner freundlichen Genehmigung haben wir honorarfrei seit nunmehr über zehn Jahren in loser Folge bislang 107 Kapitel zu diesem Themenkomplex veröffentlicht. Kein Reservoir ist auf Dauer unerschöpflich, selbst wenn hin und wieder etwas Neues dazukommt. Deshalb werden wir gelegentlich frühere, allgemeinverbindliche und zeitlose Beiträge zur Auffrischung oder aber für im Laufe der Zeit hinzugekommene LAMPIS-Leser wiederbeleben. As

Aufwand ist geringer als gedacht

Egal, ob bei der Arbeit oder zu Hause, ein Großteil der Tageszeit wird im Sitzen verbracht, ohne große Bewegungsunterbrechungen. Zunehmende sitzende Tätigkeiten bestimmen den Alltag. Die Folgen der hohen Inaktivitätszeiten sind gravierend! Der Stoffwechsel fährt auf ein Minimum herunter und nicht selten ist Übergewicht die Folge. Auch die Gefahr an chronische Krankheiten, wie Diabetes und Bluthochdruck, zu erkranken steigt. Mit zunehmendem Alter fehlt zudem die muskuläre Basis für den Erhalt der Mobilität und Selbstständigkeit. Aber das muss nicht sein. Sagen Sie dem „sitzenden Lebensstil“ den Kampf an.
Keine Angst! Der Aufwand ist geringer, als Sie denken! Beginnen Sie, die Alltagsaktivität fester in Ihren Tagesablauf zu integrieren. Lassen Sie den Aufzug links liegen und nehmen Sie die Treppe oder steigen Sie eine Bahnstation früher aus und bewältigen Sie den restlichen Weg zu Fuß. Auch auf der Arbeit bieten sich viele Möglichkeiten, um dem Bürostuhl zu entfliehen. Stellen Sie den Drucker außer Reichweite, sodass Sie zum Aufstehen "gezwungen" werden. Probieren Sie Telefonate im Stehen zu führen, und vielleicht können Sie Ihre Kollegen zu einer aktiven Mittagspause überreden. Gehen Sie zu einem Restaurant um die Ecke, anstatt die Kantine zu nutzen. Sich zwischendurch Bewegung zu verschaffen gilt auch daheim für die Tätigkeiten am PC. Die dauern zum Beispiel beim Surfen im Internet doch meist länger, als man(n)/frau zunächst vorhatte.
Fazit: Es ist selten zu früh, aber nie zu spät. Deshalb nicht nach Ausreden suchen, sondern machen.