Ominöser Freitag, der 13. ist längst nicht so schlecht wie sein Ruf

(Krefeld und die Republik/Freitag, 13. August 2021) Wer extrem abergläubisch ist, der hat bereits den ersten Fehler begangen, wenn er (sie auch) diese Zeilen liest. Denn wie ein Blick auf die Fettschrift oben links lehrt, ist heute Freitag, der 13. Nix für zart besaitete Gemüter, die wohl besser mit dem Allerwertesten im Bett geblieben wären. Allerdings für die wenigsten schwerlich durchzuhalten, die den ganz normalen täglichen Wahnsinn zu bewältigen haben. Dazu noch in einschränkenden Zeiten wie diesen mit all dem Ungemach in nah und fern, das nicht gerade zu einem unbelasteten Wohlbefinden beiträgt.
Aber Bange machen gilt bekanntlich nicht. Stets munter und von der Einstellung positiv sowie gesundheitlich tunlichst negativ bleiben. Schließlich schleichen sich zu allem Überdruss und Überfluss die Inzidenzzahlen aufgrund sozial unerträglicher Impfmuffel und sonstiger Corona-Leugner allmählich wieder nach oben, müssen abermals verschiedene einschränkende Maßnahmen ergriffen und Auflagen erlassen werden. Bemühen wir noch einen Spruch aus Volkes Mund: Es gibt kein größeres Leid, als das der Mensch sich selbst andeit (neusprachlich: antut).  

Es geschehen eher weniger Unfälle als sonst

Aber zurück zu diesem vermeintlich ach so ominösen Tag. Der ist längst nicht so schlecht wie der ihm vorauseilende Ruf. Nach statistischen Erhebungen in allem möglichen Bereichen, insbesondere von häuslichen Unfällen und im Straßenverkehr, ereignen sich an dieser Kombination von Wochentag und Datumszahl nicht mehr, sondern eher weniger Unglücke. Vielleicht auch deshalb, da die vielen Abergläubischen, die natürlich nicht zugeben es zu sein, vorsichtiger sind als sonst. Und als weitere Beruhigung mag dienen, dass die allermeisten den letzten „Schwarzen Freitag“ im November des Vorjahres auch schadlos überstanden haben.