Bac(h)orona schaffts nicht auf die Auswahlliste für das ZDF-Maskottchen

(Tokio/Miyasaki/Krefeld, 27. Juli 2021) Erwartungsgemäß schaffte es der Vorschlag von Klaus Kynast nicht auf die Auswahlliste für die Namensfindung des ZDF-Maskottchens, ein dem giftigen Kugelfisch nachempfundenes putziges Stofftier, als Gastgeschenk für Studiogäste vor Ort bei Olympia in Tokio. Bac(h)orona war den Fernsehschaffenden der Sportredaktion, der auch Wurf-Allrounderin Bettina Schardt (*1972) von der MTG Mannheim angehört, einen Ticken zu anspruchsvoll und intellektuell. Hinzu kamen wohl auch die von uns in der Glosse geäußerten Bedenken, dass sich der Spitzname mit dem „h“ in der Klammer lautsprachlich nicht vermitteln lässt. Und: Irgendwann wird sicherlich auch der gemeinte Pharisäer, IOC-Präsident Thomas Bach, unter den Gästen sein. Dem umstrittenen „Herrn der Ringe“ zur Verabschiedung dieses kleine, letztlich auf ihn anspielende Präsent zu überreichen, käme schlussendlich einem Affront gleich. Also doch eher etwas für die Satiresendung „heute Show“. Wenn die Mainzelmänner (muss eigentlich ein feststehender Begriff auch vergenderisiert werden?) mitdenken, reichen sie es weiter. Lösen wir noch auf, welche meiner Ansicht nach Langweiler unter die zur Publikumswahl stehenden Top fünf gelangten: Fugo (japanisch für Kugelfisch), Kufi (Kürzel für Kugelfisch), Nozomi (beliebter Vorname in Japan, bedeutet Hoffnung), Sushi (japanisches Reis-Fischgericht) und Toki (japanische Wort für Zeit). Alle weiteren Details unter www.sportstudio.de.

16 Corona-Neuinfektionen bei Olympia an einem Tag

Da wir gerade schon mittelbar bei den Olympischen (Nachhol- und Geister-)Spielen sind, wählen wir noch den direkten Weg dahin. Es hat gestern einen neuen negativen Olympia-Rekord mit 16 Corona-Neuinfektionen an einem Tag in der vermeintlichen Blase gegeben. Gesamtzahl nunmehr 148. Müßig zu erwähnen, dass es sich dabei noch längst nicht um das Ende der Fahnenstange handeln wird, an der die fünf Ringe wehen.

Ersatzfrau Gina Lückenkemper erhält unverdiente Chance

Und noch ein unrühmliches Gedicht vom riesigen, überbordenden 90-köpfigen DLV-Team getreu dem Motto „Der einen Leid, der anderen Freud‘“. Das Internet-Portal des Spartensenders „Sport1“ berichtete gestern, dass sich die gesetzten Sprinterinnen Lisa Mayer (Wetzlar) und Lisa Nippgen (Mannheim) bei den Vorbereitungen im Trainingscamp in Miyasaki auf dem der großen Insel Japan vorgelagerten Eiland Kyūshūl Muskelverletzungen zugezogen haben und die vorzeitige Heimreise antreten werden. Nun kommt also mit Ersatzfrau Gina „Nazionale“ Lückenkemper (im Bild) vom SCC Berlin der größte „Sozialfall“ der Leichtathletik doch noch ins Spiel. Die 24-jährige „Rückwärtsläuferin“ ist eine Option für die Sprintstaffel, vielleicht sogar für einen Solostart. Das ließ Chef-Bundestrainerin Annett Stein verlauten.
Wie müssen sich jetzt noch einmal alle zehn Kurzarbeiterinnen vorkommen, die gegenüber der mit 11,49 Sekunden nationalen Bestenlisten-17. das Nachsehen hatten. Hoffentlich hat die kesse Wahl-Berlinerin ausreichend Batterien dabei. Als sie im doppelten Wortsinne noch gute Zeiten vorweisen konnte (10,95 Sekunden bei der WM 2017 in London), plapperte sie vor Jahren vor laufender Kamera und eingeschaltetem Mikrofon bei ZDF-Moderator Norbert König munter drauflos, dass ihr das Lutschen daran Energie spenden würde. Aber möglicherweise durfte sie ja, da noch Ersatz, auch dem höchst fragwürdigen Voodoo-Auftritt der japanischen Trommlergruppe beiwohnen (siehe gestrigen Beitrag). Das soll ja der Energie-Spender schlichtweg sein.
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