Julia Ritter und Andy Dittmar starten beim Arena-Meeting

(Zella-Mehlis/Sommeroda/Rehlingen/Ulm/Krefeld, 24. Juli 2021) Kleine Vor- und Rückschau auf Kommendes und Gewesenes. Trotz der Bewerbungen und den vom DLV geforderten bürokratischen „belastbaren Absichtserklärungen“ für die Deutschen Senioren-Meisterschaften 2021 im Mehrkampf und Wurf-Fünfkampf wurde dem TSV Zella-Mehlis grußlos die kalte Schulter gezeigt. Also greift der rührige Klub heute mit einem Arena-Meeting für alle Klassen bis zu den Senioren*innen aufwärts ins Geschehen ein. Prominenteste Teilnehmerin aus der deutschen Spitzenklasse ist Kugelstoßerin Julia Ritter (im Bild) vom TV Wattenscheid, die ungeachtet der knapp verpassten Olympianorm (18,50m) einfach nicht müde wird ihre persönliche Bestleistung von 18,35m aufpolieren zu wollen. Bei den Männern wird Vorzeige-Senior Andy Dittmar (*1947) von BiG Gotha in den Ring gehen. Das erklärte Ziel des 47-jährigen Thüringers ist auch in dieser Saison eine 18 vor dem Komma. Nach seinem corona-bedingt späten Jahresauftakt am 19.Juni in Erfurt (17,72m) stieß Big-Andy beim Kugel-Cup in Neustädt impfgeschwächt 17,44m und zuletzt bei den Offenen Mitteldeutschen Meisterschaften in Sommeroda 17,62m (alle Ergebnisse).

Auch im Saarland waren Staffeln im Programm

Das nach Bremen (680.000 Einwohner) zweitkleinste Bundesland an der Saar (984.000) richtete im Bungertstadion in Rehlingen seine Saarländischen Senioren-Meisterschaften aus. Entsprechend übersichtlich ging es in den meisten Klassen und Disziplinen zu. Aber, das sei ganz bewusst erwähnt, wurden auch hier im Gegensatz zu der Senioren-DM vom 10.bis 12. September 2021 in Baunatal auch die Sprintstaffeln ausgerichtet. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg einmal rund um die Kunststoffbahn. Nur beim DLV sieht man da ausschließlich bei der Ü35-Generation vermeintlich  böse Geister aufziehen. Einfach verrückt, „dieser Käfig voller Narren“ in Darmstadt! Die Resultate aus Rehlingen.
Schauen wir noch ein bisschen weiter weg über den eigenen Zaun. Die für Tokio nominierte Hochspringerin mit dem ewige Jugend verheißenden Namen Marie Laurence Jungfleisch (*1990) vom VfB Stuttgart schwang sich bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Ulm über 1,80m, die sie erst im dritten Versuch überquerte. Danach verzichtete sie längst als Siegerin feststehend auf die nächste Höhe von 1,82m. Wobei sich die Frage stellte: Konnte oder wollte sie nicht? Eines ist sicher: Die Ulmer Anfangshöhe (1,71m) von Jungfleisch ist bei Olympia nicht im Angebot  Aber sie mag sich damit trösten, dass sie nicht der einzige „Sozialfall“ in der wie ein Luftballon aufgeblasenen deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft für die Spiele ist. Die einstige olympische Kernsportart nimmt am 30.Juli ihren Sportbetrieb auf.