Malaika Mihambo flog erstmals im Olympiajahr über sieben Meter

(Stockholm/Krefeld, 04. Juli 2021; 19.30 Uhr) Nun hat’s endlich bei Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo von der LG Kurpfalz noch vor dem angepeilten Unternehmen Gold in Tokio so richtig gefunkt. Das durchaus treffend und angemessen beim längst nicht durchgängig in allen Wettbewerben von den Besetzungen her funkelnden Diamond League-Meeting heute Nachmittag in Stockholm (Schweden). Die 27-Jährige sprang im dritten Durchgang mit 7,02m erstmals in diesem Olympiajahr über die imaginäre, magische Sieben-Meter-Marke und steigerte ihre Saisonbestweite um zehn Zentimeter. Da konnte sie es vermutlich verschmerzen, dass sie eingedenk der kranken Regelung, wonach der beste letzte Versuch der bis dahin drei Erstplatzierten über den Gesamterfolg und das höhere Preisgeld entscheidet, diesmal der Serbin Ivana Spanovic mit 6,88 zu 6,77m den Vortritt lassen zu müssen. Sei’s drum. Bei den Olympischen Spielen wird dieser Hokuspokus nicht angewendet, ist die egal wann erzielte größte gesprungene gültige Weite ausschlagend für Sekt oder Selters.
Einen starken Auftritt legte auch Gesa Felicitas Krause von Silvesterlauf Trier über 3.000m Hindernis hin. Die zweimalige WM-Dritte verbesserte als Zweitplatzierte ihre Saisonbestzeit auf 9:09,13 Minuten (bisher 9:16,89). Als Achte in diesem Rennen lief Elena Burkhard in 9:27,81 „Hausrekord“ (zuvor 9:29,76).

Christina Schwanitz lieferte zumindest mit 18,59m die Olympianorm nach

Durch die bundesdeutsche Brille betrachtet interessierte vor allem, ob Kugelstoßerin Christina Schwanitz unser Wortspiel mit Reverenz und Referenz in für sie günstigere Bahnen würde lenken können. Obwohl sie letztlich den von uns prognostizierten letzten Platz in dem achtköpfigen Feld belegte, lieferte die für den LV 90 Erzgebirge startende 35-jährige Dresdenerin mit 18,59m wenigstens die Olympianorm von 18,50m nach (bisher 18,11m) und verbesserte sich hinter Sara Gambetta (18,86m) vom SV Halle und vor ihrer Klubkameradin Katharina Maisch (18,51m) an die zweite Position der DLV-Jahresbestenliste. Dieses Terzett ich auch für die Olympischen Spiele nominiert worden. Aber diese Weite kann nicht der Anspruch einer Schwanitz sein, die wenigstens die Qualifikation überstehen will. Alles andere wären ohnehin vermessene Hirngespinste.
Weitere Ergebnisse: 110m Hürden: 2. Martin Vogel 13,62sec.; 3.000m Hindernis: 6. Jens Mergenthaler 8:43,51min.; Diskus: 5. Daniel Jasinski 64,70m; 1.500m: 8. Caterina Granz 4:08,90min.; 400 m Hürden: 7. Carolina Krafzik 55,20sec. – Alle Resultate nach Disziplinen unter dieser Verlinkung.