Leichtathletik-Aufgebot für Tokio wird vom DOSB Samstag benannt

(Darmstadt/Frankfurt/Oslo/Krefeld, 01. Juli 2021) Halbzeit! Diesmal nicht im Fußball oder beim Zehnkampf, sondern des Jahres. Gestern fiel in Sachen Corona (vorerst?) die Bundesnotbremse, ein Tag zuvor bestand die ultimativ letzte Möglichkeit für heimische Spitzen-Leichtathleten, die Qualifikationsleistung für die Olympischen (Nachhol- und Geister-)Spiele vom 23.Juli bis 08. August 2021 im japanischen „Seuchen-Hotspot“ Tokio zu erbringen. Nach ersten Verlautbarungen wird der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) vermutlich ein großes Aufgebot dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zur endgültigen Nominierung benennen. Bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen in Frankfurt etwas genauer hinschauen als die DLV-Cheftrainerin und Optimismus-Beauftragte Annett Stein, die einen „Heißluftballon“ mit etwa 65 Aktiven auf die lange Reise zu schicken gedenkt (wir berichteten). Die endgültige Entscheidung und Bekanntgabe des DOSB wird für Samstagnachmittag erwartet. Klarer Fall, dass wir einen geschärften Blick darauf werfen werden. Ehrensache!

Malaika Mihambo führt deutsches Quintett beim Hochkaräter in Oslo an

Der Wettkampf-Betrieb geht natürlich munter weiter. Schließlich gilt es doch für alle die fest damit rechnen und jene die sich Hoffnungen machen (dürfen) in der Glücksspirale dabei zu sein, die Form zu halten oder für den letzten Feinschliff zu sorgen. Bereits heute Abend mit einem Hochkaräter: Dem Diamond League-Meeting der World Athletics (WA, zuvor IAAF) im Bislett-Stadion in der norwegischen Metropole Oslo. Immerhin erhielt ein deutsches Quintett ’ne Eintrittskarte mit Innenraumbenutzung. Als da wären: Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo (LG Kurzpfalz), zuletzt auf 6,92m verbessert, die konstant starke Speerwerferin Christin Hussong (LAZ Zweibrücken), 800-m-Läuferin Katharina Trost (LG Stadtwerke München), die dreispringende Wundertüte Max Heß (LG Erdgas Chemnitz) und der aufstrebende Langhürdler Constantin Preis (VfL Sindelfingen), der es mit keinem Geringeren als dem in dieser Saison erst jetzt debütierenden Weltmeister und Europarekordler (46,87 sec.) Karsten Warholm aus dem Gastgeberland zu tun bekommt. Alles in allem eine vortreffliche Gelegenheit zur Nagelprobe, wohin der internationale Hase von Format so läuft und springt. Wobei es sich gegenüber Olympia indes lediglich um eine vergleichsweise kleine Auslese an Assen von Ruf und Rang handelt.
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