Sehleute kommen heute mit Fußball und Leichathletik auf ihre Kosten

(London/Luzern/Berlin/Krefeld, 29. Juni 2021) Sportlich mit breitem Interessenspektrum aufgestellte (Fern-)Sehleute kommen heute Abend voll auf ihre Kosten. Zunächst um 18 Uhr in der ARD im EM-Achtelfinale der Fußball-Klassiker England gegen Deutschland im legendären, indes zwischen 2003 und 2007 neu erbauten Wembley-Stadion. Was eben die besondere Faszination vom uneingeschränkten Herrscher „König Fußball“ zum Mitfiebern und Mitleiden ausmacht, war gestern Abend bis in die Nacht hinein in den Achtelfinal-Paarungen Spanien – Kroatien (5:3 nach Verlängerung) und anschließend noch einen Tick drüber bei Schweiz – Frankreich (4:3 n.V. und Elfmeterschießen) atemberaubend zu bewundern. Ein Spektakel ohnegleichen, das selbst allenfalls aus Patriotismus gelegentlich Zuschauende (meine Chefin inbegriffen) bis zum letzten Elfmeter elektrisierte und in den Bann zog. Frankreichs Superstar Kylian Mbappé wurde zum tragischen und der in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach zwischen den Pfosten stehende Torwart Yann Sommer zum gefeierten Helden, indem er den letzten Strafstoß parierte. Für mich nicht nur aus Mitfreude für meinen Schweizer Schwiegersohn Christophe und meine mit zwei Nationaltäten ausgestattete Enkelin Antonia Roessli sowie unverhohlener Schadenfreude gegenüber den arroganten „Franzmännern“ ein vollauf verdienter Sieger. Das ist auch nicht alle Tage der Fall.

Finale Olympia-Chance am Nominierungstag für Sprint und Viertelmeile

Und heute: Fortsetzung folgt mit Elfmeter-Krimi und dem aus deutscher Sicht richtigen Ausgang? Dazu ließe sich in x-facher Ausführung die Historie bemühen. Aber wir sind ja nicht der „Kicker“. Kommen wir also zurück zur einstigen olympischen Kernsportart. Da wird via Pantoffelkino im nahtlosen Übergang ab 20 Uhr auf EUROSPORT für zwei Stunden das berühmte Klassemeeting der „World Continental Tour“ im schweizerischen Luzern übertragen. Wer von den - nicht DLV-Lesart - wenigen wirklichen deutschen Spitzen- und Berufssportlern dort auftreten darf, ist uns nicht bekannt. Was wir jedoch definitiv wissen, dass die Fraktionen Sprint und Viertelmeile mal wieder bis zur letzten Rille noch am Nominierungstag um ihre buchstäblich finale Chance für ein Olympia-Ticket beim Berliner „Midsommar-Sportfest“ in die Blöcke gehen und dort im eigenen Sud köcheln.

Gina "Nazionale" Lückenkemper soll mit von der Sprintpartie sein

Da fühlen sich am wohlsten, haben sie doch keine lähmende stärkere Konkurrenz neben und spätestens im Ziel vor sich. Mit von der Sprintpartie (Party wäre übertrieben) soll angeblich auch Gina „Nazionale“ Lückenkemper (im Bild) vom veranstaltenden SCC sein, deren Mundwerk seit geraumer Zeit deutlich schneller ist als ihre Beine. Dabei äußerte sie sich seinerzeit über ihren „Season Opener“ (kaum in den USA, kann sie kein Deutsch mehr) von leicht windunterstützten 11,34 Sekunden sehr zufrieden. Ein alarmierendes, da falsches Signal, dass ihr Anspruchsdenken an sich selber arg gesunken ist. Mit regulären 11,49 liegt sie an 17.Position der aktuellen DLV-Bestenliste. Da muss die 24-jährige Gute-Laune-Blondine mit einer Bestzeit von 10,95 aus 2017 schon ähnlich zaubern, um wenigstens noch als Ersatzfrau für die Staffel Berücksichtigung zu finden.