Der Sportirrtum: Kilos würden allein durch Sporttreiben purzeln

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(Köln/Krefeld, 10. Juni 2021) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sport- und Ernährungswissenschaftler Prof.Dr. Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“ und anderen Publikationsmedien sowie seinem eigenen Internet-Portal an. Mit seiner freundlichen Genehmigung haben wir nahezu über ein Jahrzehnt hinweg in loser Folge bislang 107 Kapitel zu diesem Themenkomplex veröffentlicht. Kein Reservoir ist auf Dauer unerschöpflich, selbst wenn hin und wieder etwas Neues dazukommt. Deshalb werden wir gelegentlich frühere, allgemeinverbindliche und zeitlose Beiträge zur Auffrischung oder aber für im Laufe der Zeit hinzugekommene LAMPIS-Leser wiederbeleben. Das folgende Thema ist aktueller denn je, hat doch Bewegungsmangel und „Frustfressen“ in Zeiten wie diesen die Skala auf der Waage bei unserer eh schon arg übergewichtigen Gesellschaft ansteigen lassen. As 

Weg mit dem Speck auf dem eigenen Körper…

Kalendarisch betrachtet haben wir in exakt elf Tagen (21.Juni) Sommer-Anfang. Aber auch von den aktuell allmählich ansteigenden Temperaturen. Die Badesaison ruft. Wer will sich da schon mit reichlich Speck auf den Rippen präsentieren? Bewegung und Sport sind das beste Mittel, um die lästigen Kilos wieder los zu werden. Jederzeit. Viele Kalorien werden auf diese Weise zusätzlich verbrannt, und dann kann auch Grillen & Chillen mit häufig fettreicher Nahrung dem gut gebauten Körper nichts mehr anhaben. Wenn man sich beim Sporttreiben so richtig verausgabt hat, spricht nichts dagegen, danach auch mal nach Herzenslust zu schlemmen.
Das stimmt leider so nicht ganz! Die Nahrungsaufnahme muss immer im Verhältnis zu den verbrauchten Kalorien gesehen werden und stehen. Entscheidend für die Körpergewichtsabnahme ist und bleibt die Energiebilanz. Das bedeutet: Sport macht zunächst erst einmal nur dann schlank, wenn der Energieverbrauch höher ist als die Energieaufnahme pro Tag durch Nahrung. Wer also mal Heißhunger auf „Fast Food“ verspürt, sollte bedenken, dass beispielsweise ein Hamburger, eine Portion Pommes Frites mit Mayonnaise und 0,4 Liter klebrige Brause zum Runterspülen ruckzuck 1.600 Kilokalorien anhäufen. Die wieder abzutrainieren, bedingt ganz schön viel schweißtreibende Arbeit. Ferner darf nicht außer Acht gelassen werden, dass der Kalorienverbrauch je nach Sportart, Intensität und Dauer des Trainings sehr unterschiedlich ist. Dazu kommt es noch auf die eigene Konstitution und Veranlagung an.

…mit einer Kombination aus Sport und gesunder Ernährung
 
Fazit: Sport allein reicht nicht aus, um abzunehmen. Und wenn nach dem Sport obendrein mehr gegessen wird als sonst üblich, setzt der Körper zusätzlich Fett an. Um erfolgreich abzunehmen, muss schon eine Kombination aus Sport und gesunder, bewusster Ernährung her. Abnehmen ohne Sport hingegen führt meistens zu dem berühmt-berüchtigten Jo-Jo-Effekt.