WM-Dritte Gesa Felicitas Krause kehrt an den Edelmetall-Ort zurück

(Doha/Krefeld, 28. Mai 2021) Es wird warm, sehr warm. Unsereins im frischen deutschen Frühling bei gefühlt zehn Grad und häufigem Regen würde es vielmehr als ausgesprochen heiß bezeichnen. Beim Diamond League-Meeting am heutigen frühen Abend (Beginn Ortszeit 17, MESZ 16 Uhr) sind bei strahlendem Sonnenschein über 40 Grad angesagt. Von den vermeintlichen deutschen Spitzen- und Berufssportlern haben derer drei ein Startticket zu diesem glamourösen Hochkaräter der großen weiten Leichtathletik-Welt erhalten. Daran gibt es bei Gesa Felicitas Krause (im Bild) von Silvesterlauf Trier sicherlich nichts zu mäkeln. Die 28-jährige Kämpfernatur feiert an jenem Edelmetall-Ort nach etlichen Aufbaurennen über verschiedene Flachdistanzen den Saisoneinstand über ihre Spezialstrecke 3.000 Meter Hindernis, an dem sie 2019 in deutscher Rekordzeit von 9:03,30 Minuten zum zweiten Mal nach 2015 in Peking WM-Bronze gewann. Da sie häufig in Kenia (Ostafrika) trainiert, können ihr die herrschenden molligen Temperaturen offenbar herzlich wenig anhaben.

Diskuswerferinnen Claudine Vita und Nadine Müller gehören zum deutschen Terzett

Glauben wir dem inzwischen durch einen dreiköpfigen hauptamtlichen geschäftsführenden Vorstand auch offiziell zum Frühstücksdirektor degradierten DLV-Präsidenten Jürgen Kessing, wird die klimatische Lage in diesem wüsten arabischen Wüstenstaat Katar ohnehin hoffnungslos überschätzt. Der Präsidialherr verstieg sich während der WM zu einer seiner berühmt-berüchtigten Fettnäpfchen-Aussagen, dass er es gar nicht so warm finde. Vermutlich hat er seine tiefschürfende Erkenntnis aus einer klimatisierten VIP-Lounge im Stadion getroffen. Voll daneben. Ob er das DLV-Trio als Reiseattaché begleitet, ist (uns) nicht überliefert worden.
Neben Krause sind dies noch die Diskuswerferinnen Claudine Vita vom SC Neubrandenburg, zuletzt mit 62,52 Siegerin beim SoleCup in Schönebeck, und Nadine Müller (*1985) vom SV Halle. Ob sich die W35-Seniorin damit einen Gefallen tut, darf füglich bezweifelt werden. Bei der eben erwähnten Veranstaltung wurde sie in einem rein deutschen Feld mit 56,25m Fünfte und Letzte. Die Rote Laterne droht ihr nun auch in Doha (siehe Startliste) wie Kugelstoßerin Christina Schwanitz (*1985) aus Dresden vorigen Sonntag in Gateshead (Großbritannien).
Als „Ehrenpreis“ brachte die ebenfalls der W35 angehörende Sächsin „unverhofft“ eine 14-tägige Quarantäne mit nach Hause (wir berichteten). Damit ist für sie auch die DM vom 04. bis 06.Juni in Braunschweig passé. Dumm gelaufen! Das ist jetzt keineswegs als Häme, sondern nackter Fakt zu verstehen. Gerade als leidenschaftlicher ehemaliger Kugelstoßer hätte ich sie liebend gerne im Duell mit der auf 18,86m verbesserten Sara Gambetta vom SV Halle gesehen.