DLV fabriziert bei M/W 35 nach 2020 erneut einen DM-Kahlschlag

(Darmstadt/Krefeld, 21. Mai 2021) Anknüpfend an das stockfinstere Szenario unseres gestrigen Beitrages „Recht auf freie Ausübung des Sports wird der Ü30 massiv beschnitten“ passen die folgenden Horror-Nachrichten ins düstere Gesamtbild. Aus gemeinhin bestens und verlässlich informierten Kreisen ist uns bekannt geworden, dass der „veranstaltende“ Schirmherr namens Deutscher Leichtathletik-Verband (DLV) abermals nach 2020 zum Kahlschlag bei den Deutschen Meisterschaften 2021 der Ü35-Generation angesetzt hat.

Von den „Großen Fünf“ bleibt allenfalls die Stadion-DM übrig

Die nationalen Titelkämpfe 2021 Halle/Winterwurf standen erst gar nicht zur Disposition, die im Mehrkampf (vorgesehen am 14./15.August in Baunatal), im Wurf-Fünfkampf (28./29.August in Zella-Mehlis) und im Team-Finale/DAMM (08.September in Lage) werden definitiv ausfallen, die in den Staffeln, auch 4 x 100 Meter, werden nicht ausgeschrieben. Stand jetzt sollen eventuell Mitte September die Stadion-Meisterschaften ab M/W35 stattfinden. Möglicherweise in verschlankter Form, wie immer das aussehen mag, und begrenzter Teilnehmerzahl. Fragt sich nur, wo die sich bei dem so gut wie nicht vorhandenen Wettkampfangebot qualifizieren sollen, wollen, können, dürfen? Als Austragungsort war mal Leinefelde Worbis in Thüringen im Gespräch, der vielgelobte Schauplatz von 2016. Es wäre von den Rahmenbedingungen und geografisch gesehen eine vortreffliche Wahl.

Der Verband, der sich hauptsächlich selbst verwaltet

Alles in allem ist auch das Jahr zwei von Corona für die Talente von gestern und vorgestern sehr übersichtlich strukturiert. Von den „Großen Fünf“ bleibt vielleicht noch eine Meisterschaft übrig.
Angesichts dessen muss es doch sehr verwundern, dass der mit über 50 hauptamtlichen Kräften (O-Ton Präsidialherr Jürgen Kessing im ZDF) in der Darmstädter Geschäftsstelle personell außerordentlich opulent ausstaffierte DLV für seinen administrativen Wasserkopf noch einen hauptamtlichen „Senioren Manager“ in Vollzeit sucht (siehe Link).  
Was machen die gerade in Zeiten dieser verfluchten Pandemie mit einer Verknappung an Arbeit bloß den lieben langen Tag? Da möchte man(n)/frau einfach mal das unerkannte Mäuschen spielen. Vermutet werden darf, dass sie sich selbst verwalten. Vermeintlich rührt daher auch der Begriff „Selbstverwaltung“.