Stadion-EM 2021: Geschichte aus Bereich a la "Baron von Münchhausen"

Kommentar

Nebenbei bemerkt

(Vila Real de Santo Antonio/Lausanne/Krefeld, 18. Mai 2021)
Mit einer Lügengeschichte a la Baron von Münchhausen unternimmt der selbstgefällige Präsident Kurt Kaschke vom kontinentalen Senioren-Dachverband European Masters Athletics (EMA) mit Sitz in Lausanne/CH und privatem Wahl-Wohnort Assafora bei Lissabon (Portugal) nach der ihm eigenen Gutsherrenart den untauglichen Versuch einer Rechtfertigung und indirekten Schuldzuweisung an Dritte. „Hübsch verpackt“ in ganz viel Blablabla um den heißen Brei herumlavierend.
Stein des Anstoßes war die von ihm propagierte angebliche Stadion-EM in Vila Real de Santo Antonio an der Algarve/Portugal vom 14. bis 23.Oktober 2021. Die hatte er jedoch in einem „Solo für Kuddel-Muddel“ wohl lediglich mit der Gemeinde und einem ortsansässigen Verein vorbei an allen drei zuständigen nationalen Verbandsorganisationen eingefädelt. Kurzum: Illegal, Hokuspokus, fauler Zauber!

Kaschkes wiederholte Verstöße gegen Reglement und Respekt

Ruchbar geworden war dies durch eine auf Facebook veröffentlichte 55-zeilige E-Mail des Vorstandsmitgliedes Michele Correira vom portugiesischen Masters-Verband Associacao Nacional Atletismo Veterano (ANAV) an das EMA-Präsidium. Verkürzt wiedergegeben beklagt sie darin, dass sich Kaschke wiederholt nicht an das satzungsgemäß vorgeschrieben Reglement und den respektvollen Umgang miteinander halten würde (wir berichteten). Ob nun durch den Beitrag bei uns oder dem der Facebook-Gruppe „EMA friends“, aber eher Gegner von K.K., sah sich der 66-jährige (Ver-)Steuermann zu jener verlinkten linken Rechtfertigungsarie genötigt. Nächster Akt war nach einer Video-Konferenz aller vier beteiligten Interessenvertreter eine komprimierte Stellungnahme auf der EMA-Netzseite. Interpretierbare Quintessenz: Die im Alleingang von Kaschke geplante EM wird an dieser Stelle und dem Zeitraum nicht ausgetragen!

Mit den Erwartungen und Gefühlen der Athleten gespielt
     
Dazu legte Senhora Correira von der ANAV unverzüglich auf EMA friends nach. Der sinngemäß gekürzte und aus dem Englischen mit www.deepl.com übersetzte Wortlaut: „Aus Gründen der Korrektheit: Jene virtuelle Konferenz am 06.Mai 2021 war das ERSTE Gespräch mit den drei portugiesischen Leichtathletikverbänden überhaupt. Natürlich war diese Veranstaltung nicht auf unserem Radar, da die Budgets für dieses Jahr bereits vergeben sind. Wenn die EMA also nicht mit uns rechnete, hätte diese Meisterschaft niemals angekündigt werden dürfen. Wenn es etwas Gute hatte, dass ein für alle Mal festgelegt wurde, dass bei jeder internationalen Masters-Veranstaltung in Portugal der nationale Masters-Verband von Anfang an mit an Bord sein muss. Dass Schlimmste, was dabei herauskam, dass mit den Erwartungen der Athleten in einer Zeit gespielt wurde, in der wir echte Ereignisse und ein Gefühl der Normalität in die Wettkämpfe zurück bringen müssen.“

Wie lange darf „Kuddel“ noch wurschteln?

Wie wahr! Es verbleibt allerdings noch eine Hängepartie. Bei dieser Nicht-EM hätte die Generalversammlung der EMA mit Neuwahlen des Präsidiums stattfinden müssen. Kaschke kann nach seiner ohnehin schon verlängerten zweiten Amtszeit, die im Vorjahr ausgelaufen wäre, nicht mehr kandidieren. So nicht von einem Fünftel der Mitgliedsverbände eine „Außerordentliche Versammlung“ anlässlich der Berglauf-EM vom 16. bis 19.September 2021 in Valtramontina (Italien) beantragt und durchgesetzt wird, darf er seine – wohlwollend formuliert – hemdsärmelige Amtsführung zunächst fortführen.
Eine grauselige Vorstellung! Denn er hat schon allzu lange mit Taschenspielertricks, Mauscheleien, Kungeleien und dubiosen Seilschaften den Nachweis seiner Unfähigkeit erbracht. Stammbesuchern von LAMPIS muss das nicht erklärt werden, da zumindest wir immer wieder die Tastaturfinger in die offenen Wunden gelegt haben.