Kurt Kaschke untermauert den Ehrentitel "Master of Desaster"

  • Drucken

(Vila Real de Santo Antonio/Lausanne/Krefeld, 29. April 2021) Schon wieder Kurt „Kuddel-Muddel“ Kaschke. Das lässt sich jedoch nicht vermeiden. Leider. Dem Präsidialherrn der European Masters Athletics (EMA) mit Sitz in Lausanne/CH haben wir anlässlich unseres April-Scherzes Anno Domini 2020 den Rücktritt in die Schuhe geschoben und vollauf bewusst den nicht schmeichelhaften Ehrentitel „The Master of Desaster“ verliehen. Den verdient sich der Wahl-Portugiese mit Wohnort in Assafora bei Lissabon gerade einmal mehr. Die Pfade sind allerdings verschlungen wie im Dschungel. Es ist äußerst kompliziert, den Sachverhalt stark komprimiert und dennoch verständlich aus einer öffentlich hinterlegten umfangreichen E-Mail über 55 Zeilen im DIN-A-Format in zunächst englischer Sprache wiederzugeben. Wer es indes genauer wissen möchte, dem sei der Beitrag der Facebook-Gruppe „EMA friends“ mit ihren 1.784 bekennenden Anhängern anempfohlen.

Portugal Masters-Verband beklagt respektloses Verhalten der EMA

Zunächst die Vorgeschichte zu dem – noch charmant formuliert – ungeheuerlichen Vorgang. Auf dem EMA-Internet-Portal gibt es unter News vom 14.April 2021 eine „president’s letter“ von Kaschke (im Bild), in der er unter anderem 
die kommenden internationalen Senioren-Meisterschaften bis 2024 aufführt. Darunter die Senioren-EM Stadion vom 14. bis 23.Oktober 2021 in Vila Real de Santo Antonio an der Algarve in Portugal. Die finden sich allerdings nicht in der Rubrik „Upcoming Championships 2021“ mit einem Logo und der Verlinkung zur Veranstalter-Netzseite des „Localen Organisation Comitees“ (LOC) wieder.
Und nun kommt der Knackpunkt aus der veröffentlichten E-Mail von Michele Correira, einem Vorstandsmitglied des portugiesischen Masters-Verbandes
Associacao Nacional Atletismo Veterano" (ANAV), an das EMA-Präsidium im sinngemäß übersetzten Wortlaut: „Leider wiederholt die EMA nach den (geplanten, die Redaktion) Hallen-Europameisterschaften in Braga und der (durchgeführten, die Red.) Berg-/Crosslauf-EM auf Madeira 2020 ihr Verhalten der totalen Respektlosigkeit gegenüber einem ihrer Mitgliedsverbände und dem Regelwerk der EMA bezüglich der hypothetischen EMACS 2021 in Portugal. Die ANAV weist das Verhalten der EMA, vertreten durch Herrn Kaschke, erneut scharf zurück.“

Kirmesveranstaltung, da es an einer offiziellen Genehmigung mangelt


Denn, das kommt später noch zum Ausdruck, sind Portugals drei involvierten Verbände (Dachorganisation a la DLV, Masters- und Regionalverband der Algarve) über diese Titelkämpfe auf ihrem Hoheitsgebiet nicht informiert worden. Mithin mangelt es auch an der zwingend erforderlichen Genehmigung dafür. Allem Anschein nach hat K.K. aus A. federführend für die EMA lediglich einen Vertrag mit der Gemeinde für die Nutzung der Sportanlagen und einem lokalen Ausrichter (Verein) abgeschlossen. Folglich befindet sich das nötige Prozedere momentan im Stadium einer „Kirmesveranstaltung im Boxerzelt“ und nicht einer offiziellen Europameisterschaft. Also Finger weg davon!
Schließen auch wir an dieser Stelle mit den Worten von Correira: „Dieses Verhalten muss ein für alle Mal aufhören! Die EMA kann bei der Organisation von Meisterschaften nicht an einem Mitgliedsverband vorbeigehen. Das steht im Reglement, und vor allem ist es eine Frage des RESPEKTS!“
Rums, das sitzt.