DLV: Stümperhafte Neugestaltung des Unterfensters Präsidium

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(Darmstadt/Krefeld, 21. April 2021) Ein Amateursport-Verband muss nicht zwingend amateurhaft geführt werden. Erst recht nicht, wenn der gemeinte Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) mit über 50 hauptamtlichen Kräften in der Geschäftsstelle Darmstadt an diesem Gesamtgebilde arbeitet und sich nach eigenem Selbstverständnis „als ein modernes Dienstleistungsunternehmen“ bezeichnet. Hoppla! Da läuft er aber seinem eigenen allzu hohen Anspruch gehörig hinterher. Einen Nachdreher vom Verbandstag mit der Bekanntgabe des neuen dreiköpfigen, geschäftsführenden Vorstandes blieb er bislang schuldig. Stümperhaft war bis zum gestrigen digitalen „Zuruf“ unseres Gastautoren Dieter Krumm bei DLV-Mediendirektor Peter Schmitt auch die Neugestaltung des Internet-Unterfensters „Präsidium“.

Erst auf digitalen "Zuruf" korrigiert

Dort wurde zunächst noch der (bisherige?) Generaldirektor Cheik-Idriss Gonschinska bildlich als dessen Mitglied dargestellt, gehört nach der neuen Satzung jedoch nicht mehr dazu. Nun gibt es also eine neuerliche visuelle Anordnung, sogar diesmal – welch ein Wunder – mit Bildunterschrift, das Präsident Jürgen Kessing in einer Art Fahndungsfoto „Gesucht wird…“ in der Mitte zeigt. Aber immerhin wurde endlich das alte Foto entfernt, das noch den im November 2020 verstorbenen Frank Hensel und zwei ausgeschiedene Präsidiumsmitglieder zeigte (wir berichteten zweimal)
Nicht zu verschweigen noch eine gewissermaßen taufrische Schmonzette aus dem unsäglichen präsidialen Wortgelkingel gegenüber dem gestern erschienenen „Leichtathletik-Magazin“. O-Ton: „
Nicht zuletzt muss Deutschland als Leichtathletik-Standort attraktiv bleiben.“ Das ist der eindeutig falsche Terminus. Dazu müsste die einstige „Grande Nation“ erst mal in Spitze und Breite wieder attraktiv werden.
So schaut’s aus, Herr „Zeremonienmeister“ Kessing!