LV Nordrhein misst beim Streichkonzert mit zweierlei Maß

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(Ludwigshafen/Köln/Duisburg/Krefeld, 06. April 2021) Es ist ein bisschen wie in der hohen Corona-Politik. Dort gibt es trotz gemeinsamer Beschlüsse keinen Einheitsbrei für alle Bundesbürger, kochen die Damen und Herren Ministerpräsidenten*innen der 16 Bundesländer nach dem in diesem Falle bei aller gebotenen Vorsicht nicht mehr nachvollziehbaren, unseligen föderalistischen System munter ihr eigenes Süppchen. Da dürfen beispielsweise dank Landesmutter Malu Dreyer (SPD) die Menschen in Rheinland-Pfalz am Rheinufer in Ludwigshafen in der Außengastronomie bewirtet werden, rund 250 Kilometer stromabwärts im nordrhein-westfälischen Köln jedoch nicht. Wo soll da der gewaltige, verhindernde Unterschied sein? Die Emissionswerte der Luft etwa? Der Chemiekonzern kommt erst ein paar Kilometer später in Leverkusen (Bayer), den Ludwigshafen (BASF) indes beherbergt.

LVN sollte seine Daseinsberechtigung mal überpfüfen

Doch es geht noch jecker, obwohl Karneval, das freilich nicht wirklich stattgefunden hat, und der 01.April schon vorbei sind. Der Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) mit Sitz im ebenfalls am Vater Rhein liegenden Duisburg misst auf seinem Hoheitsgebiet beim Streichkonzert auf dem Veranstaltungssektor sogar mit zweierlei Maß. Was bei der Jugend geht, ist bei den Senioren noch lange nicht machbar. Bei den Teens und Twens wird am Termin 05./06.Juni 2021 der LVN-Meisterschaften festgehalten, derweil die Ü30-Titelkämpfe lediglich zwei Tage vorher in Euskirchen bereits abgesagt worden sind. Ein Alternativtermin (04./05.September) würde geprüft. Wie großzügig. Jetzt werden sie uns wahrscheinlich weismachen wollen, dass es sich um eine reine Schutzmaßnahme für die Risikogruppen ab M/W60 handeln würde. Nonsens: Diese Altersklassen sind jedoch teilweise schon jetzt und spätestens bis dahin alle zweimal geimpft.
Der LVN sollte mal ernsthaft überprüfen, ob er noch eine Daseinsberechtigung hat. Die gesamte unsägliche Posse unter diesem Link.