Online-Bestenliste: Endlich kam DLV seiner Pflicht und Schuldigkeit nach

  • Drucken

(Darmstadt/Krefeld, 09. März 2021) Kleine Rückblende, da es das aktuelle, wichtigere Tagesgeschäft verhindert hat, darauf früher einzugehen. Der jahrelange Kampf von LAMPIS in Gestalt eines neuzeitlichen Don Quichote gegen die Windmühlenflügel des trägen Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) wurde endlich von Erfolg gekrönt. Der DLV berichtet in einer offensichtlich äußerst schweren Geburt mit gleich drei Schreiberlingen der Kürzel dd/am/nw in der Senioren-Spielecke der Verbandsnetzseite unter der Überschrift „Die digitale DLV-Bestenliste 2020 – jetzt neu mit allen Altersklassen“.
Keineswegs ein Grund, nun lauthals Halleluja und Hosianna auszurufen: 1.) Damit kam der Verband nach jahrelanger Verweigerungs- und Hinhaltetaktik lediglich seiner verdammten Pflicht und Schuldigkeit gemäß § 2.7 DLO sowie einer Gleichbehandlung (§ 3 GG) mit allen anderen Klassen nach, hat 2.) etwas von Arg- und Hinterlist, damit lediglich drei Wochen nach Veröffentlichung des Statistik-Jahrbuches gegen 17,50 Euro des von ihm sanktionierten kommerziellen Anbieters herauszukommen, der sich zudem DLV-Seniorenstatistiker nennen durfte.

Ein Schuft, der Böses dabei denkt

Dazu heißt es dann im Text der Rechtfertigungsarie zur besonderen Deutlichmachung in Gedankenstrichen „Bitte unterstützen Sie unsere Senioren-Statistiker bei ihrer nationalen – wohlgemerkt ehrenamtlichen – Aufgabe“. Welch ein Hohn! Das stimmt/e nur auf den unteren Ebenen hinauf bis zu den 20 Landes-/Regionalverbänden, endete an der Türe der DLV-Geschäftsstelle in Darmstadt. Und es wäre mit einem bisschen guten Willen garantiert auch vor der kürzlichen Herausgabe der zu allem Überdruss zu knapp bemessenen antiquierten Buchform (wir berichteten) möglich gewesen. Schilda lässt schön grüßen! Aber allem Anschein sollte der „Kommerzialisierungsrat“ noch ein Abschiedsgeschenk für seine jahrelange „aufopferungsvolle“ bezahlte Tätigkeit eines Ehrenamtsinhabers erhalten.
Helle und einhellige Begeisterung löste das neue „Gesamtkunstwerk“ nach bei uns eingehenden, mit Glückwünschen an unsere Adresse verbundenen Rückmeldungen nicht aus. Beklagt wird das Selektionsverfahren anstelle einer durchgängigen Form aufsteigend nach Altersklassen und Disziplinen wie bei einer Online-Ergebnisliste (freilich nicht der vom SELTEC-Durcheinander). Außerdem fehlt gegenüber der bisherigen analogen Version und anders als bei den Landesverbänden die M/W30.