Namensänderung in EMA wichtigstes Ereignis der 19. Senioren-EM

 

(Izmir/Krefeld, 17. Juli 2014)  Obwohl wir beileibe und durchaus gewollt nicht in dem Ruf stehen, Verbänden aller Art obrigkeitshörig das Wort zu reden, fangen wir ausnahmsweise einmal mit Ereignissen am grünen Tisch an. Dort findet nämlich im Rahmen der 19. Senioren-Europameisterschaften vom 22. bis 31.August 2014 in Izmir (Türkei) das eigentliche Hauptereignis statt. Auf der Generalversammlung des kontinentalen Dachverbandes EVAA am 26.August steht unter Punkt 4.2 die längst überfällige Namensänderung in „European Masters Athletics“ (EMA) auf der Agenda. Das diskriminierende Veterans (welch unsägliche Verhöhnung für ab 35-Jährige!) soll endlich der Vergangenheit angehören. Dazu schreibt sich Lampis seit bald fünf Jahren die Finger fuselig, hat es zudem immer wieder in persönlichen Gesprächen mit den Präsidenten Dieter Massin und Kurt Kaschke angeschnitten.
Mittlerweile wurde auch die Liste der Teilnahmewilligen nach Altersklassen und Disziplinen an dieser EM auf der Veranstalterseite ins Netz gestellt. Allerdings schweigen sich die Organisatoren darüber aus, wie viele es denn nun per Saldo geworden sind. Definitiv zu wenig, um alle hungrigen Mäuler zu stopfen. Insider sprechen davon, dass es so um die 2.500 sein sollen. Davon kommen etwa ein Zehntel aus Deutschland oder, wie wir nach Lesart und Trikotbeflockung des DLV nunmehr heißen: GERMANY. Auch diese Zahl liegt im Minustrend für eine Stadion-EM. Wobei wir bewusst die letzten Titelkämpfe 2012 im ostsächsischen Zittau ausklammern. Denn das war eine stark aufgeblasene deutsche Meisterschaft mit heimischen Athleten/innen ohne Norm bei internationaler Beteiligung von insgesamt 3.837 Gemeldeten (nicht zu verwechseln mit einer, Achtung: weißer Schimmel, tatsächlichen Teilnahme) aus 38 Nationen. Die Ausfallquote der unendlich vielen Germanen/innen (2.871) lag nämlich bei unfassbaren 25,12 Prozent. 
Fast alle Gesamtmeldezahlen zu den 18 Vorgängern seit 1978 gibt es unter diesem Link. Den Melderekord halten die Titelkämpfe 2002 in Potsdam mit 4.385 (2.313 des DLV) knapp vor Cesenatico (Italien) 1998 mit 4.291. Es sei nochmals ausdrücklich betont, dass wir Quantität nicht mit Qualität gleichsetzen. Allzu viele „Touris“ verwässern nur den sportlichen Wert. Das Übel ist allerdings, dass in Erdogan-Land nach einer groben Draufsicht auch viele Asse aus aller Herren Länder fehlen. Irgendwie gibt es also wohl doch einen Zusammenhang zwischen Masse und Klasse.