341 Gemeldete für 873 Starts bei Österreichs Masters-Meisterschaften

(St.Pölten/Krefeld, 18. September 2020) Wildern wir – nicht nur aus der Not geboren, sondern vor allem der sportfreundschaftlichen Beziehungen wegen – mal wieder in Nachbars blühendem Garten. Felix Austria = Glückliches Österreich! Anders als hier zu Lande hat die Alpenrepublik auch in den vermaledeiten Zeiten von Corona für ihre pfleglicher behandelte Ü35-Generation nationale Einzelmeisterschaften einschließlich Sprintstaffeln im prall gefüllten Zwei-Tages-Programm. Das geht morgen und Sonntag auf der Union Sportanlage in St.Pölten rund 65 Kilometer von Wien entfernt über die sportliche Bühne. Und das Schöne daran, dass sie wie in allen Jahren zuvor international ausgeschrieben worden sind. Wenngleich aufgrund der besonderen Situation diesmal ein frühzeitiger Aufnahmestopp für Gaststarter ausgesprochen werden musste. Darunter litt die internationale Vielfalt, aber nicht die quantitative und qualitative Resonanz. Kurzum: Es sind 341 Senioren*innen aus sieben Nationen (Vorjahr 16) zu 873 Starts gemeldet. Den Löwenanteil der Gäste stellen die reiselustigen und wettkampffreudigen Germanen mit insgesamt 35 Talenten von gestern und vorgestern, mithin etwas mehr als zehn Prozent.

Schauplatz vom Bannstrahl der Reisewarnung nicht betroffen

So sie es nicht schon selber gehört oder gelesen haben, über den Flughafen Wien einschweben oder eingedenk der Attraktivität der Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität hier Quartier machen sollten/woll(t)en: Die deutsche Bundesregierung hat die österreichische 1,9-Millionen-Metropole infolge der aktuellen Infektionszahlen zum Risikogebiet erklärt und eine Reisewarnung ausgesprochen. Rückkehrer von hier haben sich einem Corona-Test zu unterziehen und müssen sich bis zu einem hoffentlich negativen Ergebnis in Quarantäne begeben. Insofern Entwarnung, als dieses Szenario ausdrücklich nicht für das in dieser Hinsicht unverdächtige St.Pölten gilt!

„Alterspräsidentin“ Elfriede Fuchs peilt Kugelstoß-Weltrekord der W100 an

Kommen wir zum sportlichen Teil, wobei Vorschauen gelegentlich der Makel anhaftet, dass sich Vorankündigungen aus vielerlei Anlässen als Schall und Rauch erweisen können. Halten wir uns schlicht an das, was von der Meldeliste bekannt ist und gewähren wir dem Gastgeberland den Vortritt. Älteste Teilnehmerin ist die 100-jährige Elfriede Fuchs (*26.08.1920), die in der Lage sein müsste einen neuen Weltrekord im Kugelstoßen der W100 aufzustellen. Der liegt seit 2010 bei 4,10m und womöglich in ihrer Reichweite.
Aus der Abteilung „Jugend forscht“ ist Diskuswerferin Veronika Watzke (*13.08.1985/W35) zu nennen, Die Mutter von zwei Kindern hat in dieser späten Saison bereits beachtliche 52,90m geworfen (PBL 58,77m). Kein Vorbeikommen gibt es natürlich am erfolgreichen gemischten „Ösi“-Doppel Marianne Maier (W75), die sechsmal auf Titeljagd geht, und Hammerwerfer Gottfried Gassenbauer (M60). Beide zugleich amtierende österreichische Masters-Leichtathleten des Jahres 2019. Mit Georg Werthner (M60) macht gar ein vierfacher Olympionike seine Aufwartung im Speerwurf und Stabhochsprung.

Eva Nohl, das Ehepaar Ritte und Roland Gröger sorgen für deutschen Glanz

Das ist die passende Überleitung zu einigen weithin bekannten deutschen Startwilligen. Werthner wird im gemeinsamen Wettbewerb der „Himmelsstürmer“ auf Stabhochsprung-Überflieger Wolfgang Ritte (M65) vom SC Bayer 05 Uerdingen treffen. Da diese Konkurrenz nicht für Seniorinnen ausgeschrieben ist, weicht Rittes Frau Ute (W65) auf den Weitsprung aus. Weltklasse-Viertelmeiler Roland Gröger (M55) von Topfit Berlin hat seine noble sportliche Visitenkarte für die Palette von 100 über 200 bis 400 Meter abgegeben. Und, nicht zu vergessen, Hammerwurf-Weltrekorderlin Eva Nohl (*W70) vom TSV Langenzenn. Ursprünglich hatte sie vor im von Gottfried Gassenbauer geleiteten riesigen Sportcenter Donau City in Wien zu logieren und mit ihm zu trainieren.
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