Hessische: Thomas Stewens und Tatjana Schilling gleich mehrfach vorn

(Stadtallendorf/Ludwigshafen/Krefeld, 09. Februar 2020) Wühle sich wer will durch den wieder einmal wilden Online-Ergebnis-Mix von SELTEC, dem vom Himmel gefallenen Software-Dienstleister aus Österreich, seit 2020 längst nicht zu aller Freude mit Global-Vertrag beim DLV ausgestattet. Ein erfahrener, zuvor mit CosaWin arbeitender Veranstaltungs- und Wettkampfbüroleiter, dessen Namen wir aus Gründen des Informanten- und Vertrauensschutzes nicht nennen wollen: „Das ist schlechterdings der Super-GAU.“ Was dann übersetzt „Größter angenommener Unfall“ bedeutet. Treffender können wir es auch nicht formulieren. Ohne also unsererseits den Anspruch erheben zu können beim waltenden Zufallsgenerator die absoluten Glanzlichter herausgefunden zu haben, eine kleine Auswahl von den Hessischen Senioren-Hallenmeisterschaften gestern in Stadtallendorf.

Andreas Linnemann beim Double mit flotten Zeiten

Die Vielseitigen mit in der Szene bekannten, schillernden Namen probten schon mal ein bisschen den Zehn- respektive Siebenkampf. Thomas Stewens (*1966) vom Klub mit der ungewöhnlichen Firmierung SV Fun-Ball Dortelweil gewann jeweils in der M50 überlegen die 60m Hürden (9,38 sec.), den Hoch- und Stabhochsprung (1,70, 3,90m). Noch ein bisschen mehr war es in der W50 bei Jung-Fünfzigerin Tatjana Schilling (*1970) vom TSV Korbach. Die entschied in formidablen Zeiten die 60m flach (8,24) sowie Hürden (9,70) und 200m (27,05 sec.) für sich, dazu den Weitsprung (5,12m) und wurde zudem noch Zweite im Hochsprung (1,50m). Allemal nennenswert das Double von Andreas Linnemann (*1959) von der LG Eder über 60 und 200 Meter in national beachtlichen Resultaten (8,29, 27,82sec.) für die M60.

Allzu vollmundige Behauptung von Dieter Tisch

Was die im Vorjahr ziemlich chaotische Organisation anging, liegen uns diesbezüglich (noch) keine Erkenntnisse vom traditionellen Senioren-Hallensportfest des LV Pfalz gestern in Ludwigshafen vor. Wohl aber immerhin schon die Ergebnisliste im oben genannten Muster und gleichermaßen unübersichtlicher grafischer Gestaltung, bei der es 2019 ebenfalls mächtig klemmte (siehe Link). Dabei hatte LVP-Vizepräsident Dieter Tisch (im Bild), inzwischen obendrein DLV-Leiter Wettkampforganisation Senioren, allzu vollmundig behauptet, die krause Reihenfolge basiere auf Anwenderfehlern. Besser bekommt es „sein“ Regionalverband (einer von gleich dreien im Bundesland Rheinland-Pfalz) allerdings auch nicht auf die richtige Reihe hübsch nach Männlein und Weiblein getrennt. Nicht mal wenigstens im steten Wechsel chronologisch aufsteigend nach Altersklassen. Wer blenden möchte, sollte tunlichst auch über Strahlkraft verfügen (siehe auch eine frühere Kolumne).
Noch heute im Programm die nationalen Meisterschaften der Masters, so heißt es da jeweils und soll auch hier zu Lande eingeführt werden, in den Niederlanden (mit Live-Ticker) und Österreich sowie die gemeinsamen Landesmeisterschaften vom Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern in der Hansestadt Hamburg.