Wer ist hier eigentlich für wen da? Der Umgangston macht die Musik!

(Darmstadt/Krefeld, 18. Juli 2018) Genügen wir noch der Chronistenpflicht und klären auf, was aus dem Antrag der Stg Ostwestfalen-Lippe geworden ist (wir berichteten). Es gibt sie also – wie von uns vermutet – nicht, die Gnade-vor-Recht-Regelung beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). Er hätte anderenfalls freilich auch gegen den Gleichheitsgrundsatz verstoßen, bei sehr ähnlicher Sachlage anders entschieden zu haben. Das ist alles schlüssig und nachvollziehbar. Dennoch werfen die uns im Detaill bekannten Begleitumstände mal wieder die elementare Gretchenfrage auf: Wer ist hier eigentlich für wen da? Der Verband für die Athleten (so sollte es unabdingbar sein) oder die Athleten für den Verband? Es darf zumindest erwartet werden, dass einigermaßen zeitnah reagiert wird. Nach sechs Tagen ohne Antwort auf eine E-Mail wurde erst auf telefonische Nachfrage beim DLV die Bitte von Michael Striewe abschlägig beschieden, die Stg OWL mit Einverständnis der sechs Finalisten als siebte Mannschaft am Endkampf der Team-DM zuzulassen.
Die rein hypothetische Frage: Was wäre ohne ein Nachfassen passiert? Vermutlich nullkommanix. Erledigung durch Aussitzen. Schließlich ist es im übertragenen Sinne stets der Umgangston, der die Musik macht (siehe wer ist für wen da?). Und das ist beileibe kein Einzelfall.