DLV-Werbebotschaft für Senioren/innen fürsorglich oder geschmacklos?

Kommentar

Unter uns gesagt

(Darmstadt/Krefeld, 08. April 2018) Wer nicht wirbt, der stirbt. Dieser Spruch gilt nicht nur in der freien Wirtschaft, womit jetzt nicht die kleine Kneipe gleich um die Ecke gemeint ist. Bedenklich wird es allerdings, wenn ein Sport-Verband, in diesem konkreten Falle unser aller innig geliebter DLV, einen auf seiner Netzseite mit Werbung zumüllt, um auch noch auf diesem Wege ein paar Krümel zur Finanzierung seiner horrenden, teils überflüssigen Ausgaben ab zu bekommen. Die einen finden es clever, die anderen verwerflich. Wen das jedoch nervt, dem sei der Werbeblocker Adblock Plus (ABP) anempfohlen, der sich kostenlos herunterladen lässt.
Allerdings scheint der Webmaster des DLV auch schon auf diesen Dreh der Unterdrückung durch potenzielle Benutzer gekommen zu sein. Nun hat dieser Schlaumeier für besonders schlau gehaltene Botschaften halt gleich über dem Aufmacherfoto der jeweiligen Startseite eingebaut. Beispielsweise prangt in der Seniorenspielecke, und das macht sogar irgendwie Sinn, mit der Abbildung einer älteren Dame der Hinweis „Pflegeheim? Nein Danke! 3 Alternativen – So bleiben Sie im Alter zu Hause!“ Und dann ist noch die Seite des dazugehörigen Anbieters verlinkt.
So bekommen wir älteren Modelle die eigene Endlichkeit und was da so alles drohen könnte plakativ vor Augen geführt. Die einen empfinden das als außerordentlich fürsorglich vom Dachverband gegenüber den 405.000 Leichtathletik betreibenden Senioren/innen und den restlichen 410.000, die früher oder später dahin nachwachsen, die anderen als ausgesprochen geschmacklos.
Das entscheide indes jede/r für sich selber.