David Storl übertraf auf der letzten Rille die 21-Meter-Marke

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(Zagreb/Krefeld, 16. September 2020) Ende gut, alles gut? Fast. Er hat es doch noch nicht komplett verlernt, der inzwischen zum nationalen Jung-Senior der M30 herangereifte einstige Kugelstoß-Wunderknabe David Storl (*27.07.1990) vom SC DHfK Leipzig. Auf der letzten Rille übertraf er wegen der durch Corona bedingten später begonnenen Saison mit all den bekannten Ausfällen nach manchen für seine Verhältnisse grauseligen Wettkämpfen (Versuche unter 20 Meter) noch die 21-Meter-Marke. Gewissermaßen das Entree zur erweiterten Weltklasse, die sich mittlerweile in breiterer Phalanx jenseits 22 Meter angesiedelt hat. Das gelang dem 30-jährigen Sachsen am Montagabend bei einem so genannten Markplatz-Wettbewerb in der Innenstadt der kroatischen Metropole Zagreb. Als Drittplatzierter hinter den beiden US-Amerikanern Ryan Crouser (22,74m), dem saisonalen Überflieger, und Joe Kovacs (21,30m) mit 21,20m im zweiten Durchgang. Der doppelte Ex-Weltmeister garnierte das mit einer sehr stabilen Serie von sechs gültigen Versuchen und einem Zielstoßen (gleich dreimal 20,81, noch 20,79 und 20,89m). Nicht nur wegen der Saisonbestleistung (SBL) sein absolut stärkster und stabilster Wettkampf anno 2020.
Ob nun gleich dermaßen auf den Putz gehauen werden muss wie in dem Beitrag auf der DLV-Netzseite, dass nun für die Olympiasaison 2021 wieder die 22-Meter-Marke in den Fokus rücke, sei dahingestellt. Da empfehlen wir der Autorin den Schlusssatz unserer gestrigen Kolumne, die Kirche im Dorf zu lassen. Nützt jetzt allerdings nix mehr. Geschmacksache auch die Überschrift in zum Teil englischer Sprache und einer nicht für jeden gängigen Abkürzung (könnte auch Selbstbedienung heißen) von: „21,20 Meter: David Storl beendet mit SB die Late Season“.