Offene NRW-Hallenmeisterschaften bieten erste Standortbestimmung

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(Düsseldorf/Krefeld, 12. Januar 2020) Jetzt geht’s los! Nach gutem Brauch und alter Väter Sitte eröffnet der Westen der Republik bei der Ü30-Generation die Meisterschaftssaison unter dem Hallendach. Bereits um 9.30 Uhr beginnt heute in sechs Konkurrenzen das bis 19 Uhr andauernde Tagewerk bei den Offenen NRW-Meisterschaften im Arena-Sportpark der Landeshauptstadt Düsseldorf. Eine willkommene erste Standortbestimmung nach schon seit einigen Wochen andauerndem Wintertraining. Für die Könner der jeweiligen Zunft von Lauf, Sprung und Stoß zugleich die Gelegenheit, frühzeitig die Normen für die nunmehr endlich feststehende Hallen-DM in Erfurt (wir berichteten zwanzigfach) abzuhaken. Hinzu kommt, dass die Jahrgänge mit den Endungen 0 und 5 in die nächsthöhere Altersklasse aufrücken. Beim Kugelstoßen obendrein ab M/W50 im Zehnjahrestakt mit leichteren Geräten und einer späteren Landung derselben verbunden.

Auf der letzten Rille zum Vorjahr noch ein Plus von drei Startwilligen

In unserer ersten Vorschau auf diese Titelkämpfe konnten wir berichten, dass 449 Senioren/innen aus sieben Regional-/Landesverbänden ihre Meldungen abgegeben haben und damit das Vorjahresjahresniveau von 456 fast erreicht wurde. Der gastgebende Leichtathletik-Verband Nordrhein hat nach seiner ersten Veröffentlichung (03.Januar) mit Stand 08.Januar noch zehn Nachkömmlinge von Startnummer 450 bis 459 aufgenommen. Mithin ist es ein Mini-Plus von drei Startwilligen. Aber auch das ist heutzutage bei zumeist sinkender Resonanz ein erfreulicher Aspekt.

690 Kilometer um sechsmal ein Stück Eisen wegzustoßen

Mitunter scheint sogar der weiteste Weg zu lohnen. Was freilich noch zu beweisen wäre. DLV-Seniorensprecher Heiko Wendorf (*1969) vom Eisenacher LV in Thüringen, so er denn tatsächlich erscheint, will sich 345 Entfernungskilometer und zurück unter die Räder nehmen, um im Kugelstoßen der M50 mit der „Sechser“ zu debütieren, wo er auf sieben Kontrahenten treffen wird. Sei noch erwähnt, dass die M55 mit elf Gemeldeten die meldestärkste Klasse ist. Darunter der Lampis-Gründervater und ehemalige Rechteinhaber Peter Holthuijsen (*1961; im Bild) vom SC Myhl, der es vor Abschaffung des Ausländerstartrechts bereits zu nationalen Meisterehren in den Niederlanden und Deutschland brachte. Das sogar innerhalb von zwei Tagen. Die Favoritenrolle gebührt allerdings der nicht immer verlässlichen Papierform nach dem vier Jahre jüngeren M55-Neuling Oliver Schembach (*1965) vom Essener LV.

Abermals ein wildes Geschlechter-Mix der Meldeliste
 
Alles Weitere in der verlinkten Meldeliste nach Klassen/Disziplinen im branchenüblichen wilden Geschlechter-Mix a la SELTEC (M30, 35, W30, 35, M40, 45, W40, 45 und so fort). Wer gebietet wann dem geordneten Durcheinander des Software-Anbieters aus Bad Vöslau in Österreich endlich Einhalt? Solange das nicht der Fall ist, werden wir es gebetsmühlenartig nach Art des Wanderpredigers widerkäuen. Es darf getrost als Drohung verstanden werden!