Irene Obera strebt bei der WM 2020 in Toronto ein Déjà-vu-Erlebnis an

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(West Vancouver/Krefeld, 04. Januar 2020) Kleiner Irrtum! Andererseits schön, damit diese postwendende Reaktion der interaktiven Mitarbeit ausgelöst zu haben. In unserem gestrigen Beitrag hatten wir es für schwer vorstellbar gehalten, dass 45 Jahre nach der WM-Premiere 1975 im kanadischen Toronto noch irgendwer in diesem Jahr am selben millionenstädtischen Schauplatz dabei sein würde. Die deutschstämmige Kanadierin Christa Bortignon (*29.01.1937 in Groß-Dannewerk/SH) aus West Vancouver, die mir bei früherer Gelegenheit schrieb, dass sie über Lampis den sportlichen Kontakt zur alten Heimat hält, weiß es besser. „Meine liebe Freundin Irene Obera aus den USA ist dort 1975 in der W40 gestartet“, schrieb sie mir gestern Abend in einer E-Mail. „Jetzt ist sie 86 und möchte in diesem Jahr in der W85 in Toronto wieder dabei sein.“

Zwei Freundinnen mit zehn Medaillen

Beide waren gemeinsam, wenngleich getrennt gewertet jeweils für ihr Land und in verschiedenen Altersklassen (W80 und 85), zuletzt auf dem alten Kontinent bei der Hallen-WM 2019 im polnischen Torun im wonnevollen mehrfachen, erfolgreichen Einsatz. Kunststück, sind/waren doch beide herausragende Siebenkämpferinnen (nur bis W80 möglich). Das von Bortignon netterweise mitgelieferte Foto gibt Zeugnis von der stattlichen Medaillen-Kollektion des amerikanisch-kanadischen Duos. Obera stellte bei der Gelegenheit zudem drei Hallen-Weltrekorde über 60, 200m und 60m Hürden in der W85 auf. Bortignon hält aktuell den Freiluft-Weltrekord im Siebenkampf der W80, den sie zwischenzeitlich auch in der W75 innehatte, aufgestellt auf ursprünglichem Heimatboden beim Stendaler-Hanse-Cup Ende Mai 2013. Auf dem Weg dahin übrigens auch den über 200 Meter.