Drehstoßer Kurt Goldschmidt feierte ein ordentliches Comeback

(Hamburg/Mannheim/Ludwighafen/Tunis/Krefeld, 11. Februar 2019) Es herrschte am vorigen Wochenende richtig Betrieb unterm Hallendach. Als da waren: Die gemeinsamen Senioren-Landesmeisterschaften von Hamburg, Schleswig- Holstein und Mecklenburg-Vorpommern in Hamburg, die Zusammenlegung der Titelkämpfe des leichtathletisch geteilten Bundeslandes Baden-Württemberg in Mannheim sowie tags zuvor das Seniorensportfest des LV Pfalz im nahen Ludwigshafen. Dazu gingen am Samstag die viertägigen 12.Offenen Afrikanischen Stadion-Meisterschaften der Masters in Tunis (Tunesien) zu Ende, für die wir allerdings eingedenk der für europäische Verhältnisse sehr exotischen Terminierung lediglich einen „Streifschuss“ vorgesehen haben.

Chaotische Verhältnisse beim Senioren-Hallensportfest in Ludwigshafen

Aber wo bei diesem Wust an Ergebnissen anfangen und schlussendlich aufhören? Handhaben wir es salomonisch und kaprizieren uns auf das bereits in der Vorschau erwähnte Comeback von Drehstoßer Kurt Goldschmidt (*1943) vom TSV Kücknitz in der Hansestadt Hamburg. Das „Nordlicht“ verpasste zwar knapp die 13-Meter-Marke, gewann jedoch überlegen mit 12,96m und einem satten Vorsprung von 1,90 Meter die M75. Er hätte sogar die M70 (12,44m) noch klar für sich entschieden. Ein weiteres Attribut: Jost Müller (*1941) vom PSV Hamburg war im Vorjahr mit 12,58m Erster der DLV-Hallenbestenliste.
Ansonsten verweisen wir die Freunde der Statistik auf die Online-Ergebnislisten, die allerdings aus Ludwigshafen noch nicht vorliegt. Ohnehin eine alles in allem miserabel organisierte Veranstaltung, die zu vielen Protesten der Aktiven führte, die durch die Probleme mit der elektronischen Zeitmessung teilweise zwei Stunden auf die Durchführung ihrer Wettbewerbe warten mussten. Einige sind daraufhin mit gehöriger Wut im Bauch sogar unverrichteter Dinge abgereist. Außer Spesen nichts gewesen. Sehr ärgerlich!

12. African „Open“ für die Gäste ein sportliches Muster ohne Wert

Ein deutsches Sextett hat sich nach Tunis „verirrt“. Was die fünf Senioren plus „Quotenfrau“ dazu erwogen hat an diesem sportlichen Muster ohne Wert teilzunehmen, wird sich vordergründig kaum jemanden erschließen. Es sei denn touristisch-kulturelle Aspekte. Da es in Unkenntnis der deutschen Aktiven und deren Disziplinen außerordentlich mühselig ist, sich durch die Resultate zu kämpfen, haben wir sie ausnahmsweise aufgelistet. Das bewerte dann jede/r für sich:
W45, Diskus (1 Teilnehmer/in): Bettina Schardt 39,95m; Hammer (1): Schardt 39,72m.
M45, 8-km-Crosslauf (7): 4. Heiko Wilmes 28,26 Minuten; M60, 100 m Hürden (1): Joachim Wolff 22,00 sec.; Diskus (1): Wolff 25,85m; M65, Diskus (3): 1. Walter Kühndel 38,24m; Speer (1): Kühndel 43,23m; M75, Kugel (2): 1. Reiner Görtz 9,04m, 2. Norbert Röhrle 8,49m; Diskus (2): 1. Röhrle 22,64m, 2. Görtz 21,82m; Speer (2): 1. Görtz 31,55m, 2. Röhrle 29,21m.
Mit den nachfolgenden Verlinkungen geht es zu den wieder einmal wild gemixten SELTEC-Ergebnislisten aus Hamburg und Mannheim. Es ist unfassbar welch feuchter Humus da fabriziert wird. Die Anwender sollen es angeblich schuld sein. Wer's glaubt, wird selig.