Zweierlei Maß: Ü30-Generation bei DLV-Bestenlisten weiterhin außen vor

(Darmstadt/Krefeld, 13. Oktober 2018) Es war einmal… So fangen alle Märchen an. Ein Märchen ist Anfang dieses Jahres offenbar auch den Senioren/innen aufgetischt worden. Wenn mich mein Gedächtnis auf meiner überfrachteten angewachsenen Festplatte nicht komplett im Stich lässt, sollte dank „revolutionärer“ Software mit dem dlv-list genannten neuen Modul jenes wegen vieler Unzulänglichkeiten nicht unumstrittenen Anbieters aus Bad Vöslau in Österreich auch für die Talente von gestern und vorgestern auf der Verbandsnetzseite eine unterjährige Saisonbestenliste erscheinen. Aber glücklicherweise gibt es auch ein Archiv, in dem sich das nachlesen lässt (siehe Verlinkung). Doch das Wettkampfjahr 2018 unter freiem Himmel ist so gut wie passé – und nix von alle dem. Bedacht werden die Männer/Frauen sowie die Jugend U20 und 18. Die Ü30-Generation erfährt abermals eine negative Sonderbehandlung, schaut einmal mehr wie die „Mannesmänner“ in Duisburg-Huckingen durch die Röhre ins Nirwana. Lediglich eine Hallen-Bestenliste von 2017/18 ist (bislang?) präsentiert worden.

Ein Fall für alle und die Senioren-Athletensprecher

Und was passiert demnächst mit der Jahresbestenliste 2018? Muss die etwa elendig lange hinter der Musik hinterher laufend wieder im März des Folgejahres aus heutiger Sicht in antiquarischer Buchform gegen bare Münze von rund 18 Euro beim Senioren-Statistiker erworben werden, weil der DLV ihm ein Zubrot für seine ehrenamtliche (!) Tätigkeit zukommen lassen will? Als wäre er nicht durch die Reisen auf Verbandskosten (damit von allen Mitgliedern) in überbordenden Begleittrossen zu den diversen Meisterschaften bis hin zu Welttitelkämpfen aufwärts, wie zuletzt im spanischen Málaga, reichlich entschädigt worden? Die deutschen Teilnehmer drücken dafür obendrein noch einmal eine zusätzliche Gebühr von 15 Euro ab.  
Einmal davon abgesehen, dass diese gesamte Prozedere mit den Bestenlisten gegen den Gleichheitsgrundsatz verstößt – wie brav sind die Senioren/innen als mit annähernd 50 Prozent bei Weitem stärkste Fraktion im Verband eigentlich, dass sie jede Kröte schlucken? Die Antwort darauf ist nicht allzu schwer. Leider muckt außer LAMPIS keiner auf. Vielleicht lesen diesen Beitrag ja die gewählten Senioren-Athletensprecher Lidia Zentner (Pforzheim) und Heiko Wendorf (Eisenach) als Denkanstoß. Sicherheitshalber werden wir ihn lancieren.