Etliche Spitzenkönner geben sich an der "Quelle" in Fürth ein Stelldichein

(Fürth/Sindelfingen/Erfurt/Krefeld, 23. Januar 2020) Es ist am Wochenende in der Leichtathletik an drei Schauplätzen ordentlich was los unter deutschen Hallendächern. Mittendrin und nicht nur dabei die Mutter aller Meetings dieser Art, das Seniorensportfest des LAC Quelle Fürth. Es erlebt morgen zwischen 10.30 und 17.30 Uhr bereits seine 31. Auflage, hat sich über diesen langen Zeitraum einen hervorragenden Ruf mit so mancher Bestmarke bis hinauf zu Weltrekorden erworben. Die Traditionsveranstaltung, die zudem neben den Anlagen mit allerlei Drumherum Gastfreundschaft pur zu bieten hat, lockt auch diesmal wieder viele hochdekorierte Spitzenkönner aus nah und fern an. Umso erstaunlicher, da es gleichzeitig in zwei angrenzenden Bundesländern in Sindelfingen bei den „Baden-Württembergischen“ und den „Thüringer“ in Erfurt um Meisterschaftsehren bei der Ü30-Generation geht.

Ein „Kilometerfresser“ ist auch dabei

Dennoch entspricht das Nennungsergebnis bei Meldeschluss ohne die obligatorischen Kurz- und Spätentschlossenen mit 143 potenziellen Teilnehmern/innen bei vorgesehenen 286 Starts in etwa dem Niveau des Vorjahres.
Die Protagonisten kommen aus ganz Bayern, der Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern, vom Nordrhein, aus Hessen, Sachsen, Niedersachsen, Baden, Hamburg und Oberösterreich. Die mit 650 Kilometern weiteste Anreise nimmt Gottfried Behrens (*1951)  vom SV Warnemünde auf sich. Senior-Vater unter lauter Senioren/innen wird Richard Rzehak (*1929) vom SC Preußen Erlangen sein. „Aus reinem Spaß an der Freud, um mal wieder unter Gleichgesinnten zu sein“, beteuerte der 90-Jährige in einem Gespräch mit Lampis.
Noch in Schlaglichtern ein paar weitere klangvolle Namen, die in der Szene nicht näher vorgestellt werden müssen: Heike Martin, Ute Ritte, Jutta Stopka, Karl Dorschner, Bernd Lachmann, Wolfgang Ritte und Jan Schindzielorz. Höchst bemerkenswert, dass just im oberen Alterssegment das Kugelstoßen der M80 mit acht Routiniers die größte Resonanz aller angebotenen Disziplinen zu verzeichnen hat.

Andy Dittmar strebt 53. Landestitel an

Die Meldeliste für Sindelfingen und Erfurt mit Kugelstoß-Ass Andy Dittmar (*1974) von BiG Gotha, der seinen insgesamt 53. Landestitel bei den Männern (!) anstrebt, Freiluft eingeschlossen. Nachzutragen bleiben die Ergebnisse der Sächsischen Senioren-Hallen-Meisterschaften mit Winterwurf vorigen Sonntag in Chemnitz, die uns aufgrund einer Vorverlegung gegenüber dem ursprünglichen Rahmenterminplan leider zeitnah, aber wenigstens nicht komplett entgangen sind.

DLV besserte unter Einsatz aller verfügbaren Kräfte den Zeitplan nach

Glosse

Neben der Spur

(Darmstadt/Erfurt/Krefeld, 23. Januar 2020)
Tue Gutes und schreibe darüber. Wenn nicht wir, wer denn sonst? Eine rein rhetorische Frage, die wir trotzdem sogleich auflösen. In einer Co-Produktion von Wurf-Allrounder Klaus Kynast aus Hagen, DLV-„Sympathisant“ Dieter Krumm vom LAC Quelle Fürth und eben Lampis als mediales Vehikel haben wir dem veranstaltenden Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) freundlich mit dem Lattenzaun gewinkt, dass er in seinem Zeitplan für die Hallen- und Winterwurf-DM vom 28.Februar bis 01.März 2020 den Diskuswurf der M70 und 75 schlicht ausgespart hat. Das ist zwischenzeitlich unter dem Einsatz der vielen bestallten Direktoren um Manfred Mamantow & Co. nachgebessert worden. Die Herren fortgeschrittenen Alters noch nicht feststehender Anzahl dürfen an Tag drei der Titelkämpfe ab 11.20 Uhr in einem gemeinsamen Wettbewerb bei getrennter Wertung ans Hand- und Fußwerk in den Ring mit 2,50 Meter Durchmesser.

Ja, wo werfen sie denn?

Wo, am Ausweich-Schauplatz im Stadion Essener Straße oder im Steigerwaldstadion an der Mozartallee gleich neben der Leichtathletik-Halle, steht allerdings immer noch nicht fest. Die Entscheidung, ob der vom Konkurs bedrohte Fußball-Regionalligist FC Rot-Weíß Erfurt seine Mannschaft vom Spielbetrieb abmeldet und damit die für den 01.März, 13.30 Uhr, angesetzte Heimpartie gegen den Berliner AK ausfällt, wurde nach Medienberichten abermals vertagt. Das Thema lassen wir jetzt erst mal ruhen, bis dieser saure Drops endgültig gelutscht ist.  

Keinz Herz für Rentner/innen

Was wir allerdings bereits konstatieren können, dass die Zeitplan-Verunstalter, Entschuldigung: -Gestalter kein Herz für Rentner haben. Jene multiplen Starter von Stoß und Wurf der M70/75 und W70 (es mag auch noch andere Beispiele geben) dürfen dann mal locker drei Übernachtungen plus aller Nebengeräusche einplanen.
Gut – dies sei eingeräumt: Es allen recht zu machen ist eine Kunst die keiner kann. Selbst wir vermögen das nicht zu gewährleisten. Schon allein bezogen auf die ohnmächtigen Macher in der Stadt mit dem verdauenden Namen. Dafür können sie allerdings ausnahmsweise nix!
Aber: Wer den Schaden (verursacht) hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Einmal mehr besten Dank!

Ausschreibung und Zeitplan für Hallen-/Winterwurf-DM nunmehr online

(Darmstadt/Erfurt/Krefeld, 21. Januar 2020) Was lange währt, wird eeendlich gut. Selbst beim Synonym für Service- und Informationswüste, dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) mit seiner personell aufgeplusterten, jedoch oftmals wirkungslosen Mannschaft am Geschäftssitz in Darmstadt. Irgendwann gestern im Laufe des Tages wurden nach unsäglicher, hausgemachter Schmierenkomödie um diese Titelkämpfe Ausschreibung nebst Zeitplan für die Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf vom 28.Februar bis 01.März 2020 in Erfurt auf dessen Netzseite veröffentlicht. Wer unseren verlässlichen Verlautbarungen im Vorfeld nicht getraut hatte, bekommt es nun gewissermaßen offiziell präsentiert: Der Gewichtwurf, mit einer Kann-Bestimmung ab 2020 – als Zweit-Disziplin für Hammerwerfer – neu ins Meisterschaftsprogramm aufgenommene Wettbewerb befindet sich nicht darunter.
Offen ist hingegen vorerst bis zur heutigen Entscheidung beim Amtsgericht der Thüringer Landeshauptstadt über das drohende Aus des Fußball-Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt, ob die Langwürfe Diskus und Speer im Steigerwaldstadion oder im sechs Kilometer entfernten Stadion Essener Straße ausgetragen werden (wir berichteten).
Fußnote: Nach übereinstimmender Durchsicht sechs verschiedener Augen von Klaus Kynast, Dieter Krumm und meiner Wenigkeit steht zwar der Diskuswurf der M70 und 75 in der Ausschreibung, fehlt jedoch im Zeitplan. Und damit wären wir wieder, von wegen schlampiger Arbeit, beim zweiten Satz im Vorspann.

Hallen-/Winterwurf-DM: "König Fußball" spielt in die Leichtathletik hinein

(Erfurt/Krefeld, 22. Januar 2020) Hallen- und Winterwurf-DM 2020, bei uns Klappe, die 25. (in Worten: Fünfundzwanzig). Bleiben wir zum Thema buchstäblich am Ball, das für die Titelkämpfe vom 28.Februar bis 01.März 2020 in Erfurt (Thüringen) für die Langwürfe Diskus und Speer hinsichtlich der Nutzung des Steigerwaldstadions noch Bedeutung erlangen könnte. Ursprünglich sollte gestern beim Amtsgericht der Landeshauptstadt die Entscheidung darüber fallen, ob der unter einem Insolvenzverfahren stehende Fußball-Viertligist FC Rot-Weiß Erfurt seine Mannschaft vom Spielbetrieb abmeldet und mithin die Heimpartie am 01.März gegen den Berliner AK ausfällt (wir berichteten).
So dieser Termin überhaupt stattgefunden hat, sickerte davon (bislang) nichts durch. Wohl aber aktuell in verschiedenen Medien, darunter der MDR mit „Sport im Osten“ und die Thüringer Zeitung, dass ein heilloses Durcheinander herrsche, der Klub die Dezember-Gehälter schulde und definitiv zahlungsunfähig sei. Ohne neue, sehr zeitnah einspringende Investoren würde es das endgültige Aus für den Verein bedeuten. Angeblich soll nunmehr heute die Frist dafür ablaufen. So viel ist nach entsprechenden Verlautbarungen bereits klar und neutraler Sicht auch nachvollziehbar, dass der Langmut der Stadt erschöpft ist und sie nicht auf Kosten der Allgemeinheit als Melkkuh" einspringen wird.
Wer nach Känguru-Art große Sprünge mit leerem Beutel macht, ist halt selber schuld.    

Gute Leistungen bei Hallen-Landesmeisterschaften von Sachsen-Anhalt

(Halle an der Saale/Krefeld, 20. Januar 2020) Wenngleich keinerlei Besitzstandsansprüche geltend gemacht werden können, sind wir schon bestrebt so umfassend wie eben möglich und machbar zu berichten. Mitunter läuft dann doch so manches unter dem Radar durch. Aber es gibt ja glücklicherweise freundliche „Kiebitze“, die uns etwas zu pfeifen. Diesmal in Person von Gerhard Schroeder vom ausrichtenden USV Halle. Der Mann mit dem bekannten Namen (liest sich anders, hört sich jedoch genauso an, wobei er noch ein Dr. davor schreibt) hat uns auf die Offenen Hallen-Landesmeisterschaften der Ü30-Generation von Sachsen-Anhalt am vergangenen Samstag passend zum Ereignis in Halle (an der Saale) hingewiesen.
Dazu lieferte er uns aus seiner fachlich geprägten Sicht gleich noch eine kleine Auswahl nennenswerter Leistungen mit: M35, Hoch: Thomas Wagner (SV Halle) 1,77m; Kugel: Steffen Fricke (USV Halle) 14.11m; M45, 60/200m/Weit: Jörg-Uwe Sparenberg (USV Halle) 7,47, 24,83sec., 6.04m; M50, Kugel: Holger Fettke (Union Schönebeck) 13,51m; M55, Weit/Drei: Ralf Berlin (LG Altmark) 5,39, 11,01m; M70, 200m: Horst Beige (USV Halle) 32,05sec.; M80, Weit: Karl Schmid (SV Weiden) 3,59m; M85, Hoch: Walter Matthes (USV Halle) 1,08m. - W40, 800m: Anett Fischer (USV Halle) 2:32,56min.


18-jährige Lucie Kienast sprang 6,48m weit

Werfen wir über unsern Mikrokosmos hinaus noch einen Blick zu einer Seniorin von überübermorgen, so sie denn ein ähnliches Durchhaltevermögen wie Heike Drechsel (sie wurde mit fast 36 noch zum zweiten Mal nach 1992 Olympiasiegerin) an den Tag legen sollte. Die 18-jährige Lucie Kienast vom SV Halle sprang bei den parallel ausgetragenen U20-Meisterschaften außergewöhnliche 6,48m weit. Und das war in einer sehr konstanten Serie von fünf gültigen Versuchen (6,25, 6,33, x, 6,48, 6,42, 6,37) keineswegs ein veritabler Ausreißer nach oben.– Alle Resultate unter diesem Link.