Kurt Kaschke macht auf Kosten der EMA große Sprünge mit leerem Beutel

Kolumne

Moment mal

(Frankfurt/Freudenstadt/Krefeld, 18. Oktober 2017) Was lacostet die Welt? Nix! Dazu muss man(n) sich nur anderer Leute Geld bedienen. Und damit kennt er sich aus dem effeff aus, der EMA-Präsident Kurt „Kuddel“ Kaschke aus Freudenstadt im Schwarzwald. Er lädt nach der ihm eigenen Gutsherrenart auf Kosten der European Masters Athletics (EMA) insgesamt 21 Personen, er inbegriffen, zu einen völlig sinnfreien „Management  Seminar“  vom 03. bis 05.November 2017 in die sündhaft teure Nobelherberge „Lindner Congress Hotel“ nach Frankfurt am Main ein. Inklusive aller Nebengeräusche, wenn nötig An-/Abreise per Flugzeug plus Taxi zum Hotel in den Stadtteil Höchst,  versteht sich. Also schlicht und ergreifend das monetäre Rund-um-sorglos-Paktet für den „erlauchten“ Kreis.
Das hat seinen Preis. Ein uns bekannter, aber logischerweise nicht genannter ausländischer Masters-Präsident beziffert es auf minimum 16.000 Euro mit der Tendenz eher nach oben als unten. Dazu merkte er vollkommen zu Recht kritisch an, dass der kontinentale Senioren-Dachverband schließlich kein unlimitiertes Budget habe und das – nicht vorhandene – Geld nur so zum Fenster rauschschmeißen könne. Unsere Interpretation: Gewissermaßen nach Känguru-Art große Sprünge mit leerem Beutel. Was ließe sich stattdessen mit dieser vergeudeten Summe nicht alles Tolles bei einer EM zum Wohle der Aktiven anstellen?!

Auch Frau Kaschke 3.0 befindet sich auf der Gästeliste
 
Die LAMPIS vorliegende namentliche Gästeliste sprüht nur so von der fremdbestimmten Güte und Großzügigkeit dieses Feudalherrn aus dem schwarze Walde. Neben sonstigem unnötigen Ballast findet sich da auch DLV-Seniorensprecher Alfred Hermes aus Jülich wieder. Wenn schon er, wieso nicht sein nationales weibliches Pendant und Quotenfrau Lidia Zentner aus Pforzheim? Oder weitere diesbezügliche Interessenvertreter zumindest bedeutender Nationen wie Großbritannien, Finnland, Italien und Frankreich? Dass sich K.K. und der
Götterbote" auf facebook gegenseitig qua Publikum zum Geburtstag gratulieren, kann ja wohl kein Kriterium sein.
Selbstverständlich darf auch die deutsche „Verbandsoberschwester“ Margret Jungmann (im Bild) aus Rehlingen nicht fehlen. Wie Kaschke ein Synonym dafür, ihre verschiedenen Ehrenämter mehr schlecht als recht auszuüben. Aber gleich und gleich gesellt sich bekanntlich gern. Doch der absolute Gipfel der Peinlichkeit und gnadenlosen Geldvernichtung kommt erst noch: Unter den Auserkorenen befindet sich auch die aktuelle Lebensabschnittsgefährtin von Kaschke, die ihm angetraute dritte Ehefrau Christine Ratzke de Figueiredo. Wobei der Umstand dieses „Triples“ an sich nichts Ehrenrühriges ist, seine jeweiligen Beziehungen mit dem staatlichen Jagdschein der Heiratsurkunde zu legitimieren. Doch mal Hand aufs Herz: Frau Kaschke 3.0 hat bei dieser ohnehin überflüssigen Tagung nun wahrhaftig weder etwas verloren, noch zu suchen. Dazu kann es keine zwei Meinungen geben!

Großmannssucht des selbstverliebten „Trump für Arme“
 
Aber auch das passt ins Bild der Großmannssucht dieses selbstverliebten „Trump für Arme“. Die Veranstaltung als solche verheißt viel Lärm um nichts, dürfte ausgehen wie das berühmt-berüchtigte Hornberger Schießen: Viel Getöse, kein Ergebnis. Nicht wenige hohe Würden- und Bürdenträger der Senioren-Szene sehen das Treffen als handfesten Skandal und „Thanksgiving Europe“, dass der 62-jährige Realschullehrer dank einiger seiner Winkelzüge, Tricks und Schliche bei der letzten Generalversammlung Ende Juli 2017 im dänischen Aarhus als Präsident wiedergewählt worden ist.
Und das kostet ihn nicht mal einen müden Cent. Wer diesen Blender und Verschwender immer noch nicht durchschaut, ist selber schuld. Indes kein Grund für uns, so es geboten erscheint, fortan die missionarische Tätigkeit einzustellen.

Gerhard Zachrau steigerte eigene deutsche Jahresbestleistung der M65

(Mutterstadt/Übach-Palenberg/Krefeld, 17. Oktober 2017) Gar die ohnehin schon eigene deutsche Jahresbestleistung (4.156 Punkte) quasi auf dem allerletzten Drücker zu steigern, ist fraglos eine feine Sache. Andererseits wirft es die Frage auf, ob da in der Trainings- und Wettkampfsteuerung zu den eigentlichen saisonalen Zielen hin, hier konkret der Senioren-DM im Wurf-Fünfkampf Ende August in Zella-Mehlis, nicht einiges schief gelaufen ist? Der Name dazu: Gerhard Zachrau (im Bild). Bei einem Werfertag seines Klubs RKS Phoenix Mutterstadt sammelte der 68-jährige Pfälzer in diesem Vielseitigkeitswettbewerb in der M65 am vergangenen Samstag bei hervorragenden äußeren Bedingungen 4.169 Punkte. Zum Vergleich: Bei besagter DM wurde der als Favorit gehandelte Mutterstädter hinter Klaus Kynast (ASC Dortmund, 4.001 P.) und Georg Ortloff (LAC Quelle Fürth, 3.916 P). lediglich Dritter. Diesmal setzte der Polizei-Hauptkommissar a.d. sein Glanzlicht mit ausgezeichneten 46,01 Meter im Diskuswurf.

Saisonbestleistung nach fünfwöchiger Trainingspause…

Es geht allerdings von den Voraussetzungen her noch krasser, wobei der Verdacht aufkommen könnte, dass regelmäßiges Training nur schadet. Schon erwähnter Klaus Kynast (rechts im Bild) war fünf Wochen lang mit der Transsibirischen Eisenbahn unterwegs. Einen Tag nachdem er über Shanghai mit dem gesamten Rucksack von Jetlag, Zeit- und Klimaumstellung wieder daheim einschwebte, bestritt der Wahl-Dortmunder aus Hagen spontan aus lauter Spaß an der Freud‘ einen Wurf-Fünfkampf in Übach-Palenberg bei Aachen. Trotz der genannten Unbilden und obendrein „saumäßiger“ äußerer Verhältnisse (regnerisch, windig, um die 10 Grad) verbesserte der wie Zachrau dem Jahrgang 1949 angehörende passionierte Mehrkämpfer der Spezies Wurf seine Saisonbestleistung von 4.069 auf 4.095 Punkte. Was belegt, dass eine gegen Null tendierende Erwartungshaltung bisweilen auch beflügeln kann.
Dennoch dürfte dieses Modell nicht zur Nachahmung zu empfehlen sein. Nicht zuletzt bei den fortgeschrittenen Semestern lautet die Devise "Ohne Fleiß kein Preis!". Zumal K.K. aus H. den Raubbau des überforderten Immunsystems mit einer fetten Erkältungskrankheit bezahlen musste.

FLVW: Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen!

(Kamen-Kaiserau/Krefeld, 15. Oktober 2017) Schneller, höher, weiter lauten im Streben nach immer besseren Leistungen die Schlagworte in der Leichtathletik. Der westfälische Landesverband mit dem Kürzel FLVW hat es auch für den administrativen Bereich mit „Was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen!“ verinnerlicht. In seiner am 12.Oktober 2017 per Rundmail veröffentlichten „Newsletter 5 – 2017“ kündigt er nach dem Beispiel der Fußballer (es handelt sich um eine gemeinsame Dachorganisation bei den Westfalen) einen neu ausgerufenen „Ehrenamtspreis Leichtathletik“ an. Löblich! Der kleine (?) Haken daran: Die Vereine mögen bis zum heutigen 15.Oktober je eine/n verdienstvollen Mitarbeiter/in an den jeweiligen Vorsitzenden ihres zuständigen Leichtathletik-Kreises melden. Darauf fußt das an dieser Stelle nicht weiter relevante und interessante sich anschließende Prozedere.
Bleibt zu hoffen, dass die Klubverantwortlichen so regelmäßig in ihr E-Postfach schauen wie in ihren Hausbriefkasten. Diesbezüglich sind jedoch nach meinen mitunter trüben Erfahrungen für den vergleichsweise überschaubaren Mikrokosmos von LAMPIS erhebliche Zweifel angebracht. Grandios wäre es allerdings, wenn es bei Anliegen in die umgekehrte Richtung ähnlich schnell gehen würde. Wunschdenken.

Sportsch(l)au: Vier Komponenten zu hochwertigem Fitness-Programm

(Köln/Krefeld, 16. Oktober 2017) Es kursieren eine Menge Sportirrtümer, die so lange kolportiert und transportiert werden, dass sie irgendwann Mythenstatus erlangen, also für bare Münze genommen werden. Der Sportwissenschaftler Prof.Dr.Ingo Froböse (im Bild) von der Deutschen Sporthochschule Köln, früherer Klasse-Sprinter beim einstmals ruhmreichen ASV Köln, nimmt sich derartiger Vorurteile im WDR2-Hörfunk und ARD-Morgenmagazin unter der Rubrik „Sportsch(l)au“, anderen Publikationen sowie auf seiner eigenen Netzseite an. Mit seiner freundlichen Genehmigung werden wir in loser Folge diese Beiträge veröffentlichen, wobei wir aus Platzgründen gelegentlich den Sinn wahrende Kürzungen vornehmen. Das ist nunmehr das 92.Kapitel zu diesem Themen-Komplex. In dem zuvor am 13.September 2017 haben wir die neue „Formel Froböse“ vorgestellt. Hieraus nun ein Wortbeitrag mit einer Verlinkung zur veranschaulichten Anleitung einiger Übungen. A.H. 
Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit – diese Komponenten sollen ein qualitativ hochwertiges Fitness-Programm fordern und fördern. Genauso wichtig wie der Inhalt des Trainings ist jedoch die Überführung dieser Elemente in den Alltag. Und eine sinnvolle Verknüpfung des körperlichen Trainings mit einer leistungsgerechten Ernährung und einer gezielten Regeneration.
Dem Qualitätsanspruch der Formel Froböse entsprechende Fitness-Programme gehen deshalb über Studiowände und Trainingszeiten hinaus. Denn zur Steigerung von Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden brauchen wir nicht nur 4-5 Stunden Training pro Woche, sondern auch eine ganzheitliche Strategie für die restlichen 163.
Dazu ein 9-Minuten-„Workout“ unter diesem Link.

Älter werden kann Spaß machen oder ist's eher nichts für Feiglinge?

(Düsseldorf/Krefeld, 14. Oktober 2017) „Älter werden kann Spaß machen“, titelte die angesehene, häufig zitierte Rheinische Post mit Verlagssitz in Düsseldorf heute in ihrem Online-Leitartikel. Das bleibt nun der Beurteilung des Einzelnen überlassen, ob er die Betonung auf das Wörtchen „kann“ legt. Einer aus der M70, dem von jetzt auf gleich ein Meter an Weite fehlt, wird das mit dem „Spaß machen“ wohl ein wenig anders interpretieren. Das mag beim am Weltrekord gemessen weitenträchtigsten Speerwurf noch zu verschmerzen sein, auch mit Hammer und Diskus. Aber beim Kugelstoßen wird aus der einstmals puren Lust schnurstracks Frust. Otto Normalverbraucher sowie Lieschen Müller, die ganz andere Beschwerden, Sorgen und Kümmernisse plagen, würden so etwas höchstwahrscheinlich als Luxusproblem bezeichnen. Alles eine Frage des Blickwinkels und der Sichtweise.

DLV behandelt seine stärkste Fraktion höchst stiefmütterlich

Spaß macht es allerdings garantiert nicht, als Senior/in unter der Obhut des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zu stehen. Der behandelt seine „alten Eisen“ exakt so wie ebensolche: Mit der größtmöglichen Geringschätzig- und Lieblosigkeit. Stammbesuchern unserer Netzseite muss das nicht näher erläutert werden. Dabei hätten die verantwortlichen Macher des Verbandes allen Grund ihren Senioren/innen größere Beachtung zu schenken. Denn sie stellen die weitaus stärkste Fraktion der Gesamtmitgliederzahl von, nach letztem Stand, 815.627 dar. Das sind immerhin 402.095 oder 49,30 Prozent. Dem stehen lediglich 89.433 (= 10,96 %) 19 bis 29-Jährige gegenüber. Wobei selbstverständlich nicht diskutiert werden muss, dass der Spitzensportförderung eine besondere Bedeutung zukommt. Aber das ist schließlich nur ein Bruchteil von allen denkbaren Zahlenspielereien.
Etwas mehr Aufmerksamkeit hätte jene noch engagiert Leistungssport treibende  Ü30-Generation schon verdient, als nur irgendwelche zahnlosen Gremien und Seniorensprecher zu installieren, die über die Rolle von Papiertigern nicht hinauskommen.

Nicht nur der Fisch stinkt zuerst vom Kopf

Eingedenk dessen ist man als Leichtathletik-Urgestein schon eher geneigt der Autobiografie von Joachim „Blacky“ Fuchsberger (11.03.1927 – 11.09.2014) „Altwerden ist nichts für Feiglinge“ zu folgen. Da nicht nur der Fisch zuerst vom Kopf stinkt, bleibt zu hoffen, dass es unter dem bald neuen Präsidenten besser wird als unter dem bisherigen Sprücheklopfer Prokop („80 Prozent aller Senioren sind gedopt“).