Meldelisten für Offene LVN-Senioren-Meisterschaften sind online

(Duisburg/Mönchengladbach/Krefeld, 24. Mai 2018) Für Startwillige und Kiebitze aller Art sei darauf hingewiesen, dass der gastgebende Leichtathletik-Verband Nordrhein (LVN) in Duisburg heute Vormittag die Meldelisten nach Klassen und Disziplinen für die Offenen LVN-Meisterschaften der Ü30-Generation an Fronleichnam (31.Mai 2018) in Mönchengladbach online gestellt hat. Es wird jetzt speziell LAMPIS-Leser nicht weiter verwundern, dass dies in dem spätestens seit Januar 2018 üblichen Durcheinander (M30, 35, W 30, 35, M40, 45, W40, 45 und so fort) geschieht. „Software von Weicheiern“, nennt es ein Werfer, der im richtigen Leben Programmierer eines großen Wirtschaftsunternehmens ist. Anbieter SELTEC aus Bad Vöslau in Österreich macht indes die Anwender dafür verantwortlich. Gerade so, als ob sie querbeet durch die Republik alle miteinander Einfallspinsel wären. Allerdings: Wenn ungeordnet geht, müsste auch hübsch nach Männlein und Weiblein gegliedert möglich sein. Oder ist das jetzt für die hohe Kunst der Informatik zu einfach gedacht?

Zahl der Gemeldeten in etwa auf dem Niveau des Vorjahres

Regen wir uns wieder ab. Unsererseits haben wir mit einer Excel-Datei ein wenig gefiltert und daraus einen kleinen Zahlensalat angerichtet. Es haben 411 Aktive (275 M, 136 W) aus 139 Vereinen zu 779 Starts ihre Meldungen abgegeben. Dazu kommen noch 19 Staffeln. Meldestärkste Klasse ist die M50 (38) vor der M55 (32). Traditionell locken die Sprints die meisten Aktiven an. Insgesamt, also männlich und weiblich, 105 über 100 Meter und 91 über 200 Meter. Danach folgen jedoch schon Diskus (85) und Kugel (84.). Hier sind mit je elf bei der M50 auch die meisten Startwilligen zu finden. Elitärstes Grüppchen sind abermals die Stabhochspringer/innen mit 14 Aufrechten, die möglichst hoch hinaus wollen.
Sei abschließend noch erwähnt, dass das Zahlenwerk der Titelkämpfe im Vorjahr in Krefeld-Uerdingen mit 409 Gemeldeten aus 152 Klubs mit 766 beabsichtigen Starts auf einem sehr ähnlichen Niveau gelegen hat. Freilich war insgeheim damit gerechnet worden, dass es im Hinblick auf die Senioren-DM 2018 vom 29.Juni bis 01.Juli am selben Schauplatz doch deutlich mehr potenzielle Teilnehmer angelockt hätte, als es die aktuellen Werte ausweisen. Insbesondere aus dem benachbarten Westfalen und Rheinland.

Felix Mohr feiert heute mit 75 einen runden eckigen Geburtstag

(Cesenatico/Radolfzell/Krefeld, 24. Mai 2018) Gewiss wird er diesen runden eckigen Geburtstag ganz besonders genießen. Denn sein Leben hing im April vorigen Jahres an dem vielzitierten seidenen Faden, hat er ganz der Bedeutung seines Vornamens „Der Glückliche“ entsprechend  buchstäblich Glück im Unglück gehabt. Doch lassen wir die ausge- und überstandenen Geschichten ruhen. Denn Felix Mohr (*24.05.1943) von der LG Radolfzell am wunderschönen Bodensee nahe der schweizerischen Grenze vollendet heute sein 75.Lebensjahr. Jedoch nicht daheim im Badischen. Vielmehr mit einer kleinen Gruppe von Senioren-Leichtathleten, darunter der für die LGR startende Schweizer Hansruedi Stäheli (*1950), die in Cesenatico an der italienischen Adriaküste zu einem Trainingsaufenthalt weilen.
Ja, da war doch was? Dies war der Heimatort des unter mysteriösen Umständen 34jährig ums Leben gekommenen Tour-de-France-Siegers Marco Pantani. Just im Jahr seiner größten Triumpfe, er gewann zuvor auch den Giro de Italia, fanden hier 1998 vom 11. bis 19.September mit 827 (!) gemeldeten Deutschen die Senioren-Europameisterschaften statt. Nahezu alle Straßen waren in den grün-weiß-roten Landesfarben mit seinem Namen beschriftet, dessen Vater in Cesenatico eine Pizzeria betrieb.

Hinauf bis zu Weltmeistertiteln alles gewonnen

Doch zurück zu Felix. Der wurde damals in seinem ersten Jahr in der M55 Siebter im Kugelstoßen (13,20m) und Achter im Diskuswurf (40,91m). Es und er sollten besser werden. Insbesondere mit den leichteren Gewichten ab der M60, die ihm als nicht so kraftlastigen, eher von der Technik und Schnellkraft lebenden Athleten zu Gute kamen/kommen. Hinauf bis zu Weltmeisterehren hat der Bodensee-Anrainer allen Weihen in diesem klassischen Double mit Kugel und Diskus erfahren. Und der Mohr hat längst noch nicht seine sportliche Schuldigkeit getan. Nach der gesundheitlich bedingten Wettkampfpause 2017 wird er in dieser Saison wieder in die verschieden großen Ringe gehen. Die erforderlichen Normen (10,30/30,00m) für die Deutschen Senioren-Meisterschaften vom 29.Juni bis 01.Juli 2018 in Mönchengladbach in seiner neuen Altersklasse M75 wird er sich in einem Handstreich bei den Landesmeisterschaften am 02./03. Juni in Stuttgart abholen.
Bleibt noch in meinem und Namen der großen Werfer-Familie: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, lieber Felix!

Mit einigen Kniffen und Griffen unser Internet-Portal optimal nutzen

(Krefeld, 22. Mai 2018) Stillstand bedeutet praktisch Rückschritt. Überall. Mithin auch für unser Online-Medium, das kostenfrei via Satelitt ins Haus geliefert wird. Das bedingt gehörige Anstrengungen, um unsere Stammbesucher bei Laune zu halten und durch Mund-zu-Mund-Propaganda neue Leser zu gewinnen. Es gibt zwar keine sprunghaften Steigerungsraten, was bei der inzwischen recht hohen Basis für unser Nischenengagement auch nicht möglich ist, aber der Kreis erweitert sich langsam aber stetig. Da also ständig Frischlinge aller Altersstufen hinzukommen, sind einige Hinweise zur optimalen Nutzung unseres Internet-Portals von, aber nicht nur für Senioren-Werfer/innen sicherlich ganz sachdienlich. Und da ich die Sprache bei noch so blühender Fantasie nicht jedes Mal neu erfinden und mich nicht selber bestehlen kann, ist dieser Beitrag dem eigenen Fundus entnommen.

Aufmacher ist unsere Nachrichtenspalte

Unsere Seite macht automatisch mit der Spalte Nachrichten auf. Dort pulsiert das meiste Leben, befinden sich, von ganz wenigen unvorhersehbaren Ausnahmen abgesehen, täglich neue Informationen aller Art, Reportagen, Kolumnen, Kommentare und Glossen. Dabei verstehen wir uns – der Herausgeber und die mittlerweile ansehnliche Zahl an kompetenten Gastautoren – als eine Art Online-Zeitung mit dem Ziel, stets auch unterhalten zu wollen und nicht nur staubtrocken zu ver-/übermitteln. Schließlich wird ein Geschenk auch nicht in Packpapier eingeschlagen.

Ein prall gefülltes Archiv mit viel Lesestoff zurück bis 2014

Die Startseite enthält bei ständiger Fortschreibung meist vier bis fünf Beiträge. Ganz unten können die nächstfolgenden Seiten, praktisch ein anwachsendes Archiv zurück bis 2014, aufgerufen werden. Darüber hinaus ist unterhalb der Menüleiste eine Direktanwahl der zehn letzten Beiträge durch Klicken in die Überschrift möglich. Das gilt im Übrigen für alle in blauer Farbe gehaltenen Schriften. Innerhalb des Textes handelt es sich um Verlinkungen zur irgendetwas Bestimmtem, das sich aus dem Sinn ergibt. Damit kann auch der oberste Artikel auf der Startseite allein auf den Bildschirm geholt werden, wodurch sich eine etwas andere Darstellung der Satzbreite sowie von Bildern und Logos ergibt.

Acht verschiedene Fenster in der Menüleiste

Die Menüleiste selber enthält acht Fenster, die beliebig durch Anklicken mit der linken Maustaste (gilt auch für die Befehle zuvor) aufgerufen und verlassen werden können. Sowohl unter „Internetseiten“ als auch „Veranstaltungen“ sind die da angegeben Adressen bereits mittels Verlinkung hinterlegt, müssen also ebenfalls nur angeklickt werden. Mit den beiden Symbolen in der oberen rechten Ecke unterhalb der Überschrift kann der aufgerufene, allein auf der Seite sichtbare Beitrag ausgedruckt und/oder per E-Mail an einen Empfänger eigener Wahl weitergeleitet werden.

Mitwirkung ausdrücklich erwünscht
 
In diesem Sinne viel Spaß beim Stöbern auf LAMPIS! Wenn es euch nicht gefällt, schweigt still oder ladet etwaigen Unmut unter Wahrung des Anstandes bei uns ab (wir antworten garantiert!). Ansonsten empfehlt uns munter weiter. Der besondere Dank gilt all jenen, die uns schon lange die Treue halten und bei denen LAMPIS zur morgendlich Pflichtlektüre gehört wie die liebgewordene Tageszeitung. Da wir nicht allwissend sind, freuen wir uns als Interessenvertreter der Leichtathletik-Senioren/innen über eure Mitwirkung, wenn irgendwo der Sportschuh drückt. Allgemeinverbindliche Themen nehmen wir gerne auf. Das ist kein leeres Versprechen. Beispiele aus der Vergangenheit gäbe es satt und genug.

Dainis Kula verleiht dem 6. Stendaler Hans-Cup olympischen Glanz

(Stendal/Krefeld, 23. Mai 2018) Ein Hauch von olympischem Glanz wird am Wochenende über das Stadion „Am Galgenberg“ in Stendal wehen. Wenngleich er schon ein wenig Patina angesetzt hat, wie sich das für eine lupenreine Veranstaltung für Senioren/innen fast gehört. Andererseits: Olympiasieger bleibt man sein liebes Leben lang. Und ein solcher gibt sich und dem 6. Stendaler Hanse-Cup (SHC) in den Einzelwettbewerben mit Dainis Kula (*28.04.1959) aus Lettland die Ehre. Der 59-jährige Lette gewann für die damalige Sowjetunion 1980 in Moskau mit 91,20m die Goldmedaille im Speerwurf. Seine absolute Bestleistung mit dem seinerzeit noch gültigen Schwerpunkt des 800-Gramm-Gerätes  beträgt 92,06m, die er nach Olympia erzielte. Kula hat noch drei Landsleute im Schlepp, die den Zehnkampf (2) und Siebenkampf (1) bestreiten. Die Verbindung kam durch SHC-Mitinitiator und EMA-Ehrenpräsident Dieter Massin aus Ahlen zustande, der mit Studienreisen dorthin intensive und regelmäßige Kontakte zu den baltischen Ländern und deren Leichtathleten pflegt.

Irländerin Geraldine Finegan taucht in der Zehnkampf-Meldeliste auf

Noch ein bisschen Statistik zu den Mehrkämpfen und gleich was zum Staunen: Ein Versehen oder Novum – in der Meldeliste für den Zehnkampf mit 27 Senioren zwischen M35 und 80 taucht mit der Startnummer 99 Geraldine Finegan (W50) aus Irland auf. Bei Chef-Organisator Siggi Wille weiß man allerdings nie, der für jede Überraschung gut ist. „Stubenältester“ wird der Norweger Knut Henrik Skamstad sein, der auch schon bei den fünf Vorgängern dabei war. Allemal bemerkenswert, dass die M70 mit sechs Gemeldeten die von der Anzahl am stärksten besetzte Altersklasse vor der M55 (4) ist. Das Pendant im Siebenkampf bei den Seniorinnen (insgesamt 18, mit Finegan 19) sind ex aequo die W60 und 65 (je 4). Mit Brita Kiesheyer (W80) vom CSV Krefeld bekommt Skamstad altersgerechte Gesellschaft bei der Pasta-Party am Freitagabend.
Was sonst noch so zu erwarten sein dürfte im Klein-Götzis für die Ü30-Generation, darauf werden wir noch in einer gesonderten Vorschau eingehen. Vorab gibt es unter diesem Link mehr Informationen zum Geschehen.

Kugelstoßer Andy Dittmar trumpfte zum Saisonauftakt mit 18,03m auf

(Ohrdruf/Krefeld, 21. Mai 2018) Was Wolfgang Ritte (*1953) für den Stabhochsprung, ist Andy Dittmar (*1974) von BiG Gotha im Kugelstoßen: Beide absolute Ausnahmekönner in ihren Spezialfächern, die in einen Jungbrunnen gefallen zu sein scheinen und das Verfallsdatum über die normalen biologischen Mechanismen hinausschieben. Bemerkens-, eher noch beneidenswert. Der 1,96m große und 140 Kilogramm schwere Koloss aus Thüringen eröffnete für sich relativ spät die Freiluftsaison am Pfingstsamstag in Ohrdruf mit der Spitzenweite von 18,03m. Und vergessen wir dabei nicht, dass Big Andy schon sehr bald 44 Lenze jung wird, also im letzten Jahr der M40 steht. Das sucht weltweit seinesgleichen. Mehr noch: Vermutlich in über der Hälfte der 214 Mitgliedsverbände des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF wäre es Landesrekord. Wohlgemerkt in der Männer-Klasse, nicht bei den Masters! Die aktuelle DLV-Bestenliste 2018 weist ihn derzeit auf dem neunten Rang aus. Weiteren Qualitätsmerkmalen bedarf es selbst für weniger sachkundige Leser  nicht.

Auch ohne Magnet zieht er die 18 Meter magnetisch an sich

Der bekennende Familienmensch und Vater von drei Kindern ist bei all seiner immer noch vorhandenen herausragenden Klasse hübsch mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben. Das Ergebnis hatte er zum Auftakt nicht zwingend erwartet, war wieder mal von sich selbst überrascht. Er hatte in seiner Serie noch drei weitere Versuche jenseits 17,50m und einen Ungültigen weit über 18 Meter. „
Die Zuschauer in Ohrdruf haben den Magneten kurz hinter der 18-Meter- Marke gesucht. Den gibt es aber nicht…“, ließ er gegenüber LAMPIS scherzhaft verlauten.
Unsererseits gehen wir getrost davon aus, dass dieser formidable Auftakt vom Resultat her keine Eintagsfliege war. Versteht sich peripher, dass wir an der Kugel von Andy bleiben, dem deutschen Vorzeige-Senior der Fraktion Stoß/Wurf.
Redaktioneller Hinweis auf das DAMM-Landesfinale der Bayern im Fenster Ergebnisse.