Als Krisenmanager ist "Präses" Kaschke eine absolute Nullnummer

Kolumne

Moment mal

(Braga/Madeira/Krefeld, 25. September 2020)
So viel hohntriefende Schadenfreude muss einfach mal sein. Lampis-Leser wissen nicht nur mehr, sondern es vor allem eher. Der durch erhärtete Tatsachen Beispiele gibt es reichlich, kann von selbstgefälligem Eigenlob keine Rede sein. Neuerliche Kostprobe aus dem großen Fundus gefällig? Herzlich gerne! Gedrängt durch die Entscheidung der portugiesischen Ausrichterstadt Braga sah sich Präsident Kurt Kaschke im Namen des Präsidiums der European Masters Athletics (EMA) die auf Januar 2021 verschobenen Senioren-Hallen-EM mit Winterwurf nunmehr in einer Verlautbarung auf der EMA-Netzseite abzusagen. Endlich, wird der halbwegs gescheit Denkende bei all den unveränderten oder sich gar verschlimmernden Begleitumständen in Sachen dieses elendigen Corona-Viruses konstatieren (COVID-19 ist die Erkrankung, die daraus entstehen kann, nicht muss, Herr Kaschke!).

Hallen-EM abgesagt, die im Straßen- und Crosslauf (bislang) nicht

Und die Moral von der Geschicht‘, als Krisenmanager taugt er nicht, der Präsidialherr (im Bild) mit den multiplen Wohnanschriften Freudenstadt, Gütersloh und Assafora (Portugal). Aber zur Schadenfreude, die selbstverständlich nicht den Startwilligen aus aller Herren Länder gilt, denen der Vernunft gehorchend ein weiteres Großereignis durch die Lappen geht: Bereits in einem mahnenden Beitrag vom 08.September 2020 haben wir die beabsichtigte Ausrichtung dieser Europameisterschaften in den Bereich von Märchen und Sagen verwiesen – und damit voll ins Schwarze getroffen.
Doch nicht nur das. K.K. freut sich in derselben Erklärung, demnächst die Teilnehmer*innen an der Straßen- und Crosslauf-EM auf Madeira (29.-31.Oktober und 6.-8.November 2020) begrüßen zu dürfen. Wie bitte? Auch das halten wir in Geschäftsführung ohne Auftrag für ein Ding der Unmöglichkeit und haben es mit Fakten angereichert schon benannt. Das wollen wir jetzt nicht alles im Stile des Rindviechs wiederkäuen, verweisen auf den entsprechenden Artikel.

Ausrichtung wäre in höchstem Maße unverantwortlich

Allerdings noch dies: Inzwischen hat sich die Corona-Situation hier zu Lande und um uns herum in Europa drastisch verschärft, erklärte die Bundesregierung etliche Länder zu Risikogebieten und hat Reisewarnungen ausgesprochen. Das sollte sich die unfähige Funktionärsriege mal in aller Ruhe zu Gemüte und vor Augen führen. Alles andere als weitere Absagen wären in hohem Maße unverantwortlich. Sogar ausgesprochen leichtfertig bis hin zur billigend in Kauf genommen leicht möglichen Körperverletzung. Schenken wir uns noch schlimmere Szenarien. Die Unversehrtheit des Menschen hat stets Vorrang vor allen anderen sportlichen und monetären Interessen. Basta!
Oder soll hier etwa der Spruch No risk, no fun" (Kein Risiko, kein Spaß) fröhliche Urständ' feiern?