James Beckford landete beim M40-Ausflug bei 7,01m im Sand

(Neuhofen/Krefeld, 07. Juli 2019) Wenn ein leibhaftiger ehemaliger 8,62m-Weltklasse-Weitspringer plötzlich und folglich unerwartet auf dem europäischen Kontinent in der M40 auftaucht, suggeriert dies, dass er sich bestens dafür präpariert hat und mal eben im Vorbeigehen den Senioren-Weltrekord verbessert. Denkste! So er das überhaupt vorhatte, was nicht verbrieft ist, musste James Beckford (*1975) aus Jamaika das Vorhaben gestern bei den Ober-Österreichischen Masters-Stadionbewerben in Neuhofen/Krems als klar gescheitert ansehen. Der 44-jährige Insulaner sprang immer noch formidable 7,01m, und das sicherlich nicht aus der kalten Hose. Aber am Weltrekord (7,68m) des US-Amerikaners Aron Sampson aus 2002 fehlten zu einer Steigerung satte 68 Zentimeter. Selbst wenn er weitermachen sollte, sind es zur gar 29 Jahre alten globalen Bestmarke (7,27m) des Finnen Tapani Taatvisainen in der nächst höheren Altersetage auch noch 27 Zentimeter. Seine Meldung im danach stattfindenden 100-m-Sprint nahm Beckford leider nicht wahr. Es wäre fraglos interessant gewesen, was er da noch oder wieder so drauf hat.

Walter Kühndel gewann mit 43,54m klar den Speerwurf der M60 und älter

Den Verzicht von Hammerwerfer Gottfried Gassenbauer (*1958) aus Wien können wir dagegen erklären. „Gassi“ musste wegen einer Sommergrippe passen, was ihn in der Vorbereitung auf den mittlerweile traditionellen Senioren-Sechs-Länderkampf am 20.Juli 2019 im ungarischen
Zalaegerszeg bei Heviz am malerischen Balaton (Plattensee) ein wenig zurückwirft. Alle Ergebnisse von den OÖM, auch mit deutschen Teilnehmern, unter diesem Link. So probte eine Woche vor der Senioren-DM in Leinefelde-Worbis Walter Kühndel (*1952) vom TV Dingolfing den Ernstfall und gewann die Allstarwertung im Speerwurf der M60 aufwärts klar mit 43,54m. Jeder seiner vier gültigen Versuche hätte zum Erfolg vor dem vierfachen österreichischen Olympia-Teilnehmer Georg Werthner (*1956) gereicht, der einen Ausreißer auf 40,30m hatte.