Valdis Cela und Pétra Bajeat von EMA bei "Overall"-Wertung gekürt

(Lausanne/Krefeld, 12. Januar 2019, 00:00 Uhr) Nichts Genaues weiß man nicht. Das dafür aber ganz genau. Also spekulieren und interpretieren wir noch ein bisschen herum im dritten und unwiderruflich letzten Teil unserer Trilogie (sonst wäre es auch keine) um die Auszeichnungsschwemme der European Masters Athletics (EMA) mit Briefkasten-Adresse im mondänen schweizerischen Lausanne am Genfer See bei seinen „Best Masters“ für die Saison 2018. Freilich ohne Gewähr wie die Verkündung der Lottozahlen.
Ein wenig Licht ins Dunkel brachte vorgestern die zeitlich nach unserer Glosse erschienene Meldung auf der EMA-Netzseite, dass bei dem Kategorien-Monopoly Marianne Maier (W75) aus Österreich und Valdis Cela (M70) aus Lettland in der Sparte Mehrkämpfe (ergo doch wie jeweils von uns vermutet!) verdientermaßen gekürt worden sind.

Dramaturgischer Höhepunkt an der falschen Stelle gesetzt

Daraus darf wohl aufgrund der vorherigen acht Veröffentlichungen messerscharf geschlossen werden, dass Cela und Pétra Bajeat (W50) aus Frankreich neben Sprung auch die „Overall“-Wertung für sich entschieden haben, thronen mithin noch über allen anderen Besten und sogar über sich selber. Verrückt entrückt! Galaktisch quasi. Was noch fehlt in dieser Lotterie sind bei Einstellung dieses Beitrages die Auserkorenen der EMA-Jury in der Disziplingruppe Sprint. Offenbar erachten Präsident Kurt Kaschke (neuerdings Gütersloh) und sein Adlatus für Kommunikation Alfred Hermes aus Jülich (ja, der frühere DLV-Seniorensprecher) das als dramaturgischen Höhepunkt, statt mit den ausgeguckten vermeintlich einzig wahren „Overall-Masters“ zu schließen.

Hinwendung zum Gießkannenprinzip ist blinder Aktionismus

Sei ihnen noch ein ungeschriebenes uraltes Zeitungsgesetz mit auf den Weg gegeben: Der Leser ist vergesslich. Soll heißen, dass bestimmte, dazu nicht unbedingt einleuchtende Vorgänge ins Gedächtnis zurück gerufen werden sollten. Selbstverständlich gilt das auch für Online-Medien aller Art. Das allgemeine Rätselraten wäre jedenfalls mit einer kurzen Erläuterung des Prozederes zu vermeiden gewesen.
Es hätte freilich an der Absurdität des von uns so genannten und von vielen anderen unisono dermaßen empfundenen Gießkannenprinzips nichts geändert. Eine an sich hohe ideelle Auszeichnung wird hier in blindem Aktionismus ohne jede Not verwässert. Wer hat diesen ausgemachten Schwachsinn bloß verbrochen?