Hoch lebe die Vorlage: Viele Ungereimtheiten bei DLV-Gebührenordnung

(Darmstadt/Krefeld, 05. Dezember 2018) Eine neue Gebührenordnung mit Gültigkeit ab 01.Januar 2019 hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) auf seiner Netzseite veröffentlicht. Sie hat so ein bisschen was von einer Wundertüte. Soll heißen: Der einigermaßen sach- und fachkundige Betrachter wundert sich. Beispiel gefällig? Bitte schön!  Die Team-DM der Männer/Frauen gibt es schon seit drei Jahren nicht mehr. Dieser Wettbewerb wurde sogar vom Verbandsrat offiziell beerdigt. Doch getreu dem Motto „Hoch lebe die Vorlage“ wird er noch in der neuen Gebührenordnung mit einem Meldegeld von 350 Euro aufgeführt.
In den allgemeinen Ausschreibungsbedingungen von 2018 stimmen die Startgebühren nicht mit der DLV-Gebührenordnung überein. Wofür braucht man eine Gebührenordnung, wenn sie ohnehin nicht eingehalten wird?
Dafür hat der DLV in seiner tiefen Bescheidenheit die Anmeldegebühren für Veranstaltungen ab dem 01.Januar 2019 von zehn auf 20 Euro erhöht. Das sind mal eben satte 100 Prozent. Fragt sich allerdings - wofür? Denn eine Mehrleistung ist damit nicht verbunden. Da können einem schon mal die Worte „Willkürakt“ oder
Modernes Raubrittertum" in den Sinn kommen. Leider nicht den verantwortlichen Strippenziehern in Darmstadt, die wie ihr Ausrüstungssponsor jeden Vorteil zu nutzen gedenken.