Peter Speckens feiert morgen als Gründervater seines Klubs Jubiläum


(Übach-Palenberg/Krefeld, 14. September 2018)
Vereine pflegen in aller Regel ein langes Haltbarkeitsdatum zu haben. Jubiläen sind keine Seltenheit. Der Klub dem ich (wieder) angehöre wurde in seinen Ursprüngen (die Leichtathleten haben sich 2010 abgespalten und verselbständigt) 1855 gegründet. Da gab es folglich in der Vergangenheit so manche Jubelfeste. Dagegen nimmt sich das morgen ab 13 Uhr in Übach-Palenberg bei Aachen zu feiernde 50-Jährige des SV Rot-Weiß Schlafhorst eher bescheiden aus. Und doch steht eine ganz besondere Geschichte hinter der Historie, ist verbunden mit einem gestandenen Mannsbild von nunmehr 83 Jahren, der fürwahr in der großen weiten Welt der Senioren-Leichtathletik einen bekannten, klangvollen Namen hat: Peter Speckens, Kürzel PS. Was dieser Mensch mit (s)einem PS bewegt hat, ist nicht nur sportlich, sondern auch kulturell für die Infrastruktur dieser einstigen Zechenstadt mit heutzutage rund 25.000 Einwohnern imponierend.

In zweierlei Hinsicht der bekannteste Sohn der Kleinstadt
 
Denn „Don Pedro“ war es, der als Werksleiter der Maschinenfabrik Schlafhorst & Co. im April 1968 diesen Verein aus der Taufe hob. Seine Motivation war es, den in der Blütezeit bis zu 1.700 Arbeitnehmern als Ausgleich eine Sportmöglichkeit in der Leichtathletik zu bieten, zu trainieren und natürlich auch an Wettkämpfen teilzunehmen. Er selber diente als großes Vorbild, startete jedoch noch zunächst bis Ende 1970 unter Trainer-Legende Bert Sumser für Bayer Leverkusen, ehe er 1971 zu, und das muss jetzt nicht in Anführungszeichen gesetzt werden, seinem Klub wechselte. Den vertrat er 30 Jahre bis 1998 nach innen und außen als Vorsitzender sowie immer noch als überaus erfolgreicher Wurf-Allrounder, darf mit Fug und Recht mit 89 deutschen, 37 europäischen und 48 globalen Meistertiteln bei den Senioren/Masters als weltweit erfolgreichster noch aktiver Werfer bezeichnet werden. Nicht zuletzt auch dies machte den sportlich betrachtet „Gentleman in kurzen Hosen“ zum bekanntesten Sohn dieser Kleinstadt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Niederlanden.

Lediglich zwei Steuerleute in einem halben Jahrhundert!
 
Noch ein Novum: Auf Peter Speckens, der bei der Stabübergabe zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden ist, folgte Wolfgang Guduschat, der mittlerweile 20 Jahre dieses Amt bekleidet. Das kann in unserer heutigen schnelllebigen Zeit mit der Lupe gesucht werden, dass über die Distanz eines halben Jahrhunderts ein zudem sehr veranstaltungsfreudiger Verein auf der Kommandobrücke lediglich zwei verschiedene Steuerleute hat(te). Glückwunsch und alle Achtung auch dazu!
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