Ein paar heitere bis nachdenkliche Aphorismen zum heutigen Muttertag

Kolumne

Das Wort zum Sonntag

(Krefeld und überall in der Republik, 13. Mai 2018)
Wohl dem, der von uns mehr oder weniger reifen Senioren noch eine Mutter hat. Das gilt selbstverständlich fernab des ganz normalen Genderwahnsinns geschlechterübergreifend unisono für die Mädels. Wobei, ohne gleich „Ödipussi“ von und mit dem genialen Loriot alias Vicco von Bülow, Gott hab‘ ihn selig, zu bemühen, es ja trotzdem in aller Regel nun einmal die klassische Mutter-Sohn-Beziehung ist. Das hat mit dem gelegentlich verwendeten Schimpfwort „Muttersöhnchen“ herzlich wenig zu tun, ist in mehrerlei Hinsicht biologisch begründet. Allerdings das zu vertiefen, überlassen wir Verhaltensforschern und sonst wie wissenschaftlich gebildeten Söhnen und Töchtern.
Obendrein ist es auch nicht die erklärte Absicht dieser hoffentlich unterhaltsamen Aphorismen mit durchaus ern
sthaftem Hintergrund. Schließlich steht schon in den zehn Geboten der Bibel: Du sollst Vater und Mutter Ehren, solange sie leben auf Erden. Sicherlich bei halbwegs gesundem Menschenverstand und Intellekt auch der Normalfall.
Wer halt keine Mutter mehr hat, sie allenfalls heute auf dem Friedhof mit einem Blumenstrauß an ihrem Grab besuchen kann, der sollte ersatzweise zu der Frau noch netter als ohnehin üblich  sein, die die Mutter des/der gemeinsamen Kindes/er ist.  Da sind der Fantasie für Aufmerksamkeiten aller Art keine Grenzen gesetzt. Wobei ein paar Vorlieben der Dame des Herzens bekannt sein sollten und folglich ganz nützlich sind.

Kein Tohuwabohu und Ballyhoo um den Vatertag

Nun fügte es sich kalendarisch, dass wir vor gerade mal drei Tagen an Christi Himmelfahrt den so genannten Vatertag hatten (feierten?). Über den wird diametral zum oben zitierten 4.Gebot sowie Muttertag viel weniger Tohuwabohu und Ballyhoo veranstaltet. Streng genommen gar keines. Da bin ich jedenfalls nicht besonders wahrgenommen worden, obschon ich mit Fug und Recht behaupten darf, dass ich mit meiner inzwischen 50-jährigen Tochter Vera und sie mit mir von je her das nicht minder klassische Vater-Tochter-Verhältnis pflege. Dazu hat sie mich im Milleniumsjahr 2.000 im gedeihlichen Zusammenwirken mit meinem Schwiegersohn schweizerischer Herkunft zum zunehmend stolzer werdenden Opa gemacht. Die Einzelheiten tun hier unt jetzt nichts zur Sache.
Es ist wohl weit mehr als ein bloßer Verdacht, dass Vatertag etwas für jene jungen Männer ist, sich selber zu feiern und beim Komasaufen die Kante zu geben bis der Arzt kommt, deren Kinder in latenter Lauerstellung noch flüssig sind. Na, ihr wisst schon.
In diesem Sinne noch einen schönen muttertäglichen Sonntag und eine erlebnisreiche 20.Kalenderwoche im Wonnemonat Mai!