Spanien ist anno 2018 das internationale Eldorado für die Ü35-Generation

(Alicante/Krefeld, 11. Mai 2018) Que viva España! Es lebe Spanien! Und wie es lebt. Nicht nur, aber gerade auf die Senioren-Leichtathletik gemünzt. Auf der iberischen Halbinsel zwischen Frankreich und Portugal mit seinen 46,6 Millionen Einwohnern ist anno 2018 richtig was los. Erst die Hallen-EM in der Hauptstadt Madrid, nunmehr die europäischen Titelkämpfe im Straßen-, Cross- und Halbmarathonlauf in Alicante (18.- 20.Mai) und gewissermaßen zum krönenden Abschluss der Trilogie die Stadion-WM in Malaga (04.- 16. September). Das Königreich mithin als internationales Eldorado für die Ü35-Generation in der einstigen olympischen Kernsportart.

Einmal mehr die Angstmache in der Trikot-Frage

Und immer wieder dieselbe Leier der Angstmache in den Athleteninformationen von A – Z des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Es reicht ihm nicht, seinem ungeliebten Stiefkind (diesmal sind es 63 Gemeldete) für so gut wie keine Gegenleistung das Bußgeld von 15 Euro aufzuoktroyieren (siehe gestrigen Kommentar), er möchte obendrein noch ‘nen schnellen Schnitt mit den Ladehütern seiner Marketing-Tochter DLM machen. Da heißt es unter „W“ wie Wettkampfkleidung mit entsprechenden Abbildungen, dass zur Abwehr einer drohenden Disqualifikation lediglich die Trikots aus den letzten drei Kaufkollektionen (zweimal Germany, einmal Deutschland) zulässig wären. Natürlich mit dem Hinweis versehen, wo sie zu erwerben sind.

Bei Zwergstaaten ist Fantasie mit Schneegestöber angesagt

Und wir werden nicht müde, dass als ausgemachten Humbug darzustellen. Spätestens seit der diesjährigen EM, als der DLV ein jämmerliches Ersatz-Leibchen (siehe Bild) anbot, immerhin der Not gehorchend zum Nulltarif, hat er sich endgültig als Lügenverband entlarvt. Denn es gibt ihn de facto nicht, den internationalen Trikotzwang bei den Masters. Schließlich haben, und auch da wiederholen wir uns liebend gerne, Zwergstaaten wie Andorra, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Monaco, San Marino und Zypern zumindest in der Leichtathletik kein Nationaltrikot. Da ist also Fantasie mit Schneegestöber angesagt. Kurzum: Jedem, wie es ihm beliebt.
Das ist die einfache Erklärung. Mit zweierlei Maß wird nämlich bevorzugt  beim DLV gemessen. Die Beispiele dafür würden diesen Rahmen bis ins Uferlose sprengen.