Keine "Elefanten-Hochzeit" in NRW, aber so eine Art Verlobung


(Duisburg/Krefeld,
16. November 2017) Es wird keine „Elefanten-Hochzeit“ geben. Zumindest nicht zwischen den beiden bedeutenden Leichtathletik-Verbänden vom Nordrhein in Duisburg und Westfalen in Kamen-Kaiserau. Dies erklärte auf unsere Nachfrage gestern Abend LVN-Vizepräsident Harald Eifert auf der – diesmal schwach besuchten – Seniorentagung im „Haus der Verbände“ in Duisburg. Ein Heißluftballon war es jedoch nicht, den wir aufgrund einer äußerst verlässlichen Quelle in unserem diesbezüglichen Beitrag von vorgestern haben steigen lassen. Eifert bestätigte, dass die beiden Schwestern Ende November zur Annäherung einer Kooperation und zur Generierung größerer Landesmittel einen Verein „NRW Leichtathletik“ gründen werden. Also schon mal so eine Art Verlobung, die bekanntlich in altmodischer Prägung ein Ehegelübde darstellt. „Eine wirkliche Fusion wird noch Jahre dauern. Dazu müssen sich die nicht selbständigen westfälischen Leichtathleten zunächst einmal von den Fußballern abnabeln“, führte der Mann mit dem dekorativen Musketier-Bart weiter aus.

Selbst göttlicher Beistand brachte die Vernunft-Ehe nicht zustande

Jetzt unsere Interpretation: Ein ohnehin seltsames, einzigartiges Konstrukt, das wir schon als solches in unserer vorjährigen Kolumne beschrieben haben. Bei dem Abnabelungsprozess, um im Sprachbild zu bleiben, scheint eine Steißgeburt vorprogrammiert. Derweil werden ab 2018 am Nordrhein zur „Gesundschrumpfung“ 14 Leichtathletik-Kreise zu vier Regionen zusammengestampft. Aber die beiden Verbände unter der Landesflagge von Nordrhein-Westfalen mit dem springenden Pferd finden nicht zusammen. Das verstehe wer will?! Dabei hat der vormalige LVN-Präsident und einstige DLV-Schatzmeister Franz-Josef Probst aus Kevelaer dies nach unserer Kenntnis schon mindestens seit 2012 angestrebt und hätte es gerne, das ist verbrieft, bis zum Ende seiner Amtszeit im April 2016 in trockenen Tüchern gesehen. Doch selbst der göttliche Beistand des weithin bekannten Wallfahrtsortes der Marienverehrung hat ihm nicht geholfen, brachte diese Vernunft-Ehe nicht zustande.

Vakante Titelkämpfe müssen nur noch vom Verbandsrat durchgewinkt werden

Es gab viele weitere interessante Punkte, die wir später  in einem eigenen Beitrag behandeln. Vorab schon einmal so viel, da es von bundesweitem Interesse ist: Für alle bislang vakanten Deutschen Senioren-Meisterschaften haben Ausrichter ihren Hut zur Bewerbung in den Ring geworfen. Darunter auch, wie von LAMPIS einmal mehr exklusiv berichtet, Erfurt mit der Hallen- und Winterwurf-DM am 03./04.März 2018. Des Weiteren die Mehrkampf-DM am 14./15.Juli, die Wurf-Fünfkampf-DM am 04./05.August, beide in Zella-Mehlis, und das Finale der Team-DM am 22.September in Baunatal.
Dies muss freilich noch vom DLV-Verbandsrat am kommenden Wochenende in Darmstadt durchgewinkt werden. Gemeinhin eine Formalie.
Weitere Termine der Senioren/innen in 2018: Offene NRW-Hallenmeisterschaften am 14.Januar in Düsseldorf, NRW-Teamfinale am 05.Mai in Westfalen (Ort noch nicht bekannt), Offene Westfälische Meisterschaften am 10.Mai in ???, Offene LVN-Meisterschaften am 31.Mai in Goch (?).