Weltrekorde - die unendliche Geschichte in der Senioren-Leichtathletik

Kolumne

Moment mal

(Eugene/Daisy Hill/Krefeld, 15. November 2017)
 Schade, dass Michael Ende (siehe Link) nicht mehr lebt. Die Senioren-Szene in der Leichtathletik hätte ihm eine Steilvorlage nach der anderen liefern können, und aus seinem – verfilmten – Roman „Die unendliche Geschichte" wäre wirklich eine unendliche Geschichte geworden. Er hätte zwar seine Romanfigur Momo umbenennen müssen, aber das wäre dem guten Ende leicht gefallen. Schnell hätte er aus Momo dann eben Stan oder Sandy,  Margit oder Kurt gemacht. Seinem Einfallsreichtum wären sicher keine Grenzen gesetzt  gewesen.
Doch leider gibt es diesen Michael Ende nicht mehr, obwohl das Leben eine unendliche Geschichte nach der anderen produziert. Ganz besonders bei den Senioren/innen, wo zum einen die Führung der Weltrekorde ein unendliches Kapitel darstellt und zum anderen mögliche neue Romanhelden wie Stan, Sandy, Kurt oder Margit  nahezu täglich Geschichten und Geschichtchen dank des Internets quasi frei Haus liefern.

Was erlauben Paaashkin bei dem Stückwerk?

Allen voran Sandy Pashkin aus Eugene (Oregon/USA), die zwar mit dem 1.Oktober 2017 ein neues „Update" der Masters-Weltrekordliste gemacht hat, aber auch wieder nur als Stückwerk. Seit dem 23.Juli, der davor liegenden letzten Aktualisierung,  hat sich auf "ihrer" Seite nichts getan. Ganz so, als ob in der Hochsaison von Juli bis Oktober nichts passiert wäre. Kult-Fußballtrainer Giovanni Trappatoni aus Italien hätte vermutlich lauthals gebrüllt „Was erlauben Paaashkin?" Aber der bearbeitet eine andere Baustelle. Hier glucken alle Masters-Funktionäre zusammen, keine Krähe hackt der anderen ein Auge aus und jeder noch so Ungeübte in Sachen „Körpersprache" erkennt beim Anblick des Fotos, wo der Hase herläuft.
Ein WMA-Präsident Stan Perkins aus Daisy Hill (Australien)  wird doch  niemals seine „Schoßdame“ Sandy Pashkin in den Wind schießen. Und ein Kurt Kaschke, der EMA-Präsident, wird mit der DLV-Befehls(in)haberin Margit Jungmann doch bei keiner künftigen, wie auch immer gearteten Sitzung, Seminare inbegriffen, das Wort gegen die Chef-Statistikerin aus „Trump-Land“ erheben.
Schade, Michael Ende hätte bestimmt sofort zur Feder gegriffen und aus dem prallen Leben  der Senioren-Leichtathletik berichtet. Wobei seine Romanfiguren Stan, Sandy, Kurt und/oder Margit natürlich frei erfundene Helden und  Ähnlichkeiten mit lebenden Personen immer rein zufällig gewesen wären...
Bei den Senioren geht diese unendliche Geschichte mit dem Arbeitstitel „Weltrekord" wohl ebenfalls nie zu Ende. Jedenfalls nicht, so lange Sandy P. aus E. ihr Unwesen treiben darf.