Es bahnt sich eine "Elefanten-Hochzeit" vom Nordrhein und Westfalen an

(Duisburg/Kamen-Kaiserau/Krefeld, 14. November 2017) Sieh an, sieh an! Da scheint sich tatsächlich eine „Elefanten-Hochzeit“ anzubahnen, die bereits in den nächsten Tagen vollzogen werden soll. Jedenfalls lief diese Meldung vor wenigen Minuten über unseren „Ticker“. Danach werden die bislang selbständigen  Leichtathletik-Verbände vom Nordrhein (LVN) mit Sitz in Duisburg und von Westfalen (FLVW) im Sportcentrum Kamen-Kaiserau noch in den nächsten Tagen miteinander fusionieren.
Damit wäre dieses neue Gebilde unter der Landesflagge von Nordrhein-Westfalen der größte der bislang noch 20 Regionalverbände (was bei 16 Bundesländern ohnehin nicht nachvollziehbar ist) mit insgesamt 189.274 Mitgliedern, klar vor dem derzeitigen Krösus Bayern (146.722).
Das alles mutet allerdings momentan noch an wie eine Geschichte aus dem Bereich Märchen und Sagen oder einer sehr verfrühten Weihnachtsbescherung. Insbesondere eingedenk der Störfeuer aus Westfalen, die darin gipfelten, dass ein dortiger Kreis-Vorsitzender via Presse die verleumderische Behauptung aufstellte, der LVN sei Pleite. Eine vorjährige Kolumne haben wir getitelt „Fusion der Verbände Nordrhein und Westfalen in weite Ferne entrückt“ (siehe Link).
Aber seither ist ganz viel Wasser den Rhein und die Ruhr heruntergeflossen, können oder haben neue Einsichten womöglich Platz gegriffen. Allemal würde es Sinn machen. Eine offizielle Stellungnahme war auf die Schnelle weder von hier noch da zu erhalten. Vielleicht lässt LVN-Vizepräsident Harald Eifert morgen (18 Uhr) bei der Seniorentagung im „Haus der Verbände“ in Duisburg die Katze aus dem Sack. Elefanten würden da schwerlich reinpassen, allenfalls im nahen Duisburger Zoo zu besichtigen sein.