ZDF überträgt am Abend die feierliche Proklamation zur Sportlerwahl live

(Baden-Baden/Krefeld, 17. Dezember 2017)  Für einige Sportler/innen der bundesdeutschen Extraklasse ist bereits genau eine Woche vor Heiligabend Bescherung. Das ZDF überträgt heute Abend (Beginn 22 Uhr) live in einer feierlichen Gala vor 700 geladenen Gästen aus dem Festsaal des Kurhauses Baden-Baden die Proklamation zu den Sportlern und der Mannschaft des Jahres 2017. Kathrin Müller-Hohenstein und der frühere Eiskunstlauf-Prinz Rudi Cerne aus Herne als erprobtes, gleichwohl in der Vergangenheit nicht immer souveränes gemischtes Doppel führen durch den Akt in drei Teilen. Neue, unverbrauchte Gesichter mit Wortwitz und Schlagfertigkeit auf den Lippen täten dieser Veranstaltung zur Aufpeppung ganz gut. Aber es sind, um einen Schlager zu bemühen, eh nur die Randfiguren in einem großen Spiel. Spannend, und wie immer der strengsten Geheimhaltung unterliegend, wird sein, wer in der Gunst der sich beteiligenden meist rund  1.300 bis 1.500 von etwa 3.500 berufsständisch organisierten Sportjournalisten vorne liegt.

Bei Diskuswerfer Robert Harting schieden sich 2014 die Geister

Es war für mich Verpflichtung und Ehre zugleich, wie alle Jahre wieder mein Votum abzugeben. Klar ist, dass sich bei aller Objektivität und Neutralität auch stets ganz persönliche Vorlieben, Sympathien und Antipathien  auf den Stimmzetteln der jeweils eigenen ersten Fünf (Punkte von fünf bis eins) niederschlagen. Und in aller Regel haben sich bei dieser breiten Mischung der Abstimmenden die Richtigen durchgesetzt. Lediglich 2014 schieden sich bei Diskuswerfer Robert Harting (im Bild), der selber sichtlich überrascht war, die Geister. Ex-Skistar Maria Höfl-Riesch sorgte gar mit ihrer harschen Kritik für ein Rauschen im analogen und digitalen Blätterwald. Aber das ist Schnee von vorgestern.

Favoritin Laura Dahlmeier wird vermutlich mit dem Helikopter einschweben

Allerdings vermute ich verstärkt, dass Schnee auch diesmal eine große Rolle spielen wird. Ohne mich selber zu beweihräuchern, da nachweisbar, habe ich in der Vergangenheit mit meinen Auserwählten häufig richtig gelegen, Volltreffer gelandet und/oder die Tendenz unter den fünf Erstplatzierten erkannt. Auf die überragende Biathletin Laura Dahlmeier, der legitimen Nachfolgerin von Magdalena Neuner, würde ich jede Wette eingehen. Zugegeben – kein sonderlich großes Risiko. Da ist es schon eher eine logistische Meisterleistung, sie rechtzeitig aus dem französischen Schnee an den Ort der Handlung zu bringen. Dafür wird wohl eine Helikopter zum Einsatz kommen und das Budget belasten.
Und wie in den Vorjahren „oute“ ich mich der Überprüfbarkeit wegen vorher.
Sportler des Jahres: 1. Johannes Rydzek (Nordische Kombination), 2. Francesco Friedrich (Zweier- und Vierer-Bob), 3. Eric Frenzel (Nordische Kombination), 4. Patrick Lange (Triathlon), 5. Andreas Wellinger (Skispringen).
Sportlerin des Jahres: 1. Laura Dahlmeier (Biathlon), 2. Pauline Schäfer (Turnen), 3. Carina Vogt (Skispringen), 4. Kristina Vogel (Bahnradsport), 5. Isabell Werth (Dressurreiten).
Mannschaft des Jahres: 1. Deutschland-Achter (Rudern), 2. Beach-Volleyball (Laura Ludwig/Kira Walkenhorst), 3. DFB-Team, Herren, 4. Nordisch Kombinierer, 5. Biathlon-Staffel, Frauen.
Alles weitere Wissenswerte unter diesem Link.

Eine breite Zustimmung für Nachnominierung von Klemens Grißmer

(Krefeld, 16. Dezember 2017)  Auf breite Zustimmung stieß unsere E-Mail an „Verbandsoberschwester“ Margit Jungmann aus Rehlingen im Saarland, die wir gestern als Offenen Brief veröffentlicht haben. Wobei der Anteil der „stumm“ beipflichtenden Leser in aller Regel und nach den Erfahrungen aus einem halben Jahrhundert Sportjournalismus nach dem Eisberg-Prinzip um ein Vielfaches höher zu sein pflegt. Denn längst nicht jede/r schreibt gleiche eine Mail oder ruft an. Eher, wenn sich jemand beschwert fühlt. Der einhellige Tenor der Bekümmerten, dass es eine „Affenschande“ sei, den alles überragenden Klemens Grißmer von der TSG Oberursel bei der Wahl zu den Senioren-Leichtathleten 2017 nicht nominiert zu haben. Stellvertretend dazu spiegelt die nachfolgende Stimme die allgemeine Stimmung treffend wider: „Wenn Klemens noch nachnominiert wird, werde ich ihn in jedem Falle wählen. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Leistungen in diesem Jahr hat er es absolut verdient.“

Womöglich war die „Saarperle“ reif für die Insel

Keine Reaktion, nicht einmal ein simple Empfangsbestätigung, erhielten wir indes von der „ewigen Jungmännin“ (immer noch besser als „ewige Jungfrau“). Grundsätzlich auch nicht erforderlich, wenn sie ihrer verdammten Pflicht und Schuldigkeit nachkommt und das Versäumnis ausbügelt. Einmal davon abgesehen, dass es beim DLV und seinen handelnden Personen stets etwas länger dauert, so überhaupt etwas geschieht, stellen wir vorsorgl
ich in Rechnung, dass die „Saarperle“ momentan abwesend ist. Kann ja sein, dass sie nach einer strapaziösen Hallen- und Freiluftsaison als Multi-Kulti-Funktionärin reif für die Insel ist und derzeit zusammen mit ihrem Lutwin auf Sylt oder irgendwo in der Karibik Körper und Seele baumeln lässt. Für diesen Eventualfall: „Gute Erholung!“.
So keine Abhilfe geschaffen werden sollte, erhält Klemens Grißmer dennoch meine Stimme. Trotz aller Sympathie gerade für Werfer wie Hermann Albrecht, Norbert Demmel, Ralf Jossa und Lothar Huchthausen sehe ich keinen, der es mehr verdient hat. Übrigens bei gleicher Gesinnung zur Nachahmung empfohlen. Und dann mache ich ungefragt und unverblümt noch ein bisschen Werbung für das vermeintlich schwache, jedoch schönere Geschlecht. Bei den Seniorinnen kann es für mich nur eine geben: Sprinterin Ingrid Meier (*1947) vom  LAC Quelle Fürth, ihres Zeichens Weltrekordhalterin über 100 und 200 Meter in der W70.

Wahl zu Senioren-Leichtathleten des Jahres bereits jetzt eine Farce

(Darmstadt/Krefeld, 14. Dezember 2017)  Wenn es letztlich nicht mehr als eine nette Spielerei wäre, könnte es glatt als schreiende Ungerechtigkeit empfunden werden. Eine Farce ist jedoch allemal. Dennoch: Der veranstaltende Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hat sich bei der Wahl zu den „Senioren-Leichtathleten des Jahres“ an die von ihm aufgestellten Regeln zu halten, auf deren Einhaltung er im umgekehrten Falle so penibel als einnehmendes Wesen achtet. Und da der gewählte Senioren-Sprecher seine originären Aufgaben mit konstanter Bosheit nicht wahrnimmt und lediglich ein erbärmlicher Handlanger des DLV ist (geradezu lächerlich, eher peinlich, dass er nach über einem halben Jahr die Dauer-Stellenanzeige des Verbandes auf seiner Netzseite thematisiert), ergreifen wir noch einmal Partei (siehe diesen Link).
Es ist, um es im Anglizismuswahn der „German Athletics Assoziation“ in Darmstadt zu formulieren, ein absolutes „No go“, dass Klemens Grißmer (im Bild) von der TSG Oberursel nicht zu den zehn Nominierten gehört. Der inzwischen 66-jährige Hesse stellte in der abgelaufenen Saison bei internationalen Meisterschaften und mithin als jeweiliger Titelträger phantastische Weltrekorde im Weitsprung (gleich zweimal), Hallen-Fünfkampf und im Zehnkampf der M65 auf. Was soll noch mehr seine Extraklasse und insbesondere enorme Vielseitigkeit unterstreichen?! Fürwahr ein „König der Athleten“, wie die Zehnkämpfer ehrfürchtig und verdientermaßen genannt werden. Dem Gremium der Pseudo-Experten beim eigenen Dach- und Fachverband fiel all dies in der Replik nicht auf. Unfassbar!

Roland Gröger könnte Größe beweisen

Und nun müssen wir leider doch an den Auserwählten herummäkeln. Dabei erinnern wir vor allem den DLV an seine – wiewohl unsinnige – Regelung. Danach kann ein/e Athlet/in in derselben Altersklasse nicht zweimal hintereinander Senioren-Leichtathlet/in des Jahres werden. Roland Gröger (M50) von TopFit Berlin und Tatjana Schilling (W45) vom TSV Korbach durften sich 2016 über diese ideelle Auszeichnung freuen. Ungeachtet dessen sind sie wieder unter den Nominierten und haben somit zumindest die theoretische Chance, abermals gewählt zu werden. Was nicht gewollt wäre. Gröger würde also völlig ausreichen, um Grißmer eine faire Chance einzuräumen. Wenn er den ersten drei Buchstaben seines Namens gerecht werden möchte, kann er Größe beweisen und von sich aus verzichten. Obendrein würde damit wenigstens er dem Prozedere gerecht, auf das sein Verein übrigens im Falle seines italienischstämmigen Klubkameraden und Trainers Daniele Biffi so großen Wert legt.
„Selbstverständlich beschwere ich mich nicht und freue mich darüber, nominiert worden zu sein. Aber es ist bei objektiver Betrachtung ein Ding der Unmöglichkeit, Klemens Grißmer zu übergehen“, sagte gestern im Gespräch mit mir Dauerrenner- und –brenner Herbert E. Müller vom TSV Bayer Dormagen mit der ganzen Weisheit seiner 88 Jahre.
Dem ist lediglich noch hinzuzufügen, dass wir alle miteinander auf die vorweihnachtliche Erleuchtung irgendeines verantwortlich Handelnden in der Darmstädter Kommandozentrale warten. Wunder soll es ja immer wieder mal geben. Dem ließe sich auf die Sprünge helfen, wenn sich viele Senioren/innen öffentlich unserem Appell anschließen.

Offener Brief an Margit Jungmann "in Sachen" Klemens Grißmer

(Rehlingen/Krefeld, 15. Dezember 2017)  Guten Morgen Frau Jungmann,

vermutlich wird LAMPIS zu Ihrem Selbstschutz nicht zur täglichen Pflichtlektüre gehören. Deshalb mache ich Sie vorsorglich auf den nachfolgend verlinkten Beitrag aufmerksam, in dem Sie garantiert nicht vorkommen: http://lampis.net/index.php/9-nachrichten/1654-wahl-zu-senioren-leichtathleten-des-jahres-bereits-jetzt-eine-farce

Daraus geht hervor, dass der herausragende Mehrkämpfer und Weitspringer Klemens Grißmer von der TSG Oberursel bei der Nominierung zur Wahl zu den Senioren-Leichtathleten des Jahres 2017 von der vermeintlichen Experten-Kommission, der Sie womöglich angehört haben, schändlich übergangen worden ist. Dass er irrtümlich übersehen wurde, ist völlig undenkbar. Denn in Ihrer multiplen ehrenamtlichen Allgegenwärtigkeit bei internationalen Senioren-Meisterschaften werden Sie Grißmers überragende Leistungen beinahe zwangsläufig mitbekommen, ihn eventuell sogar als Titelgewinner geehrt haben.
Jetzt können Sie unter Beweis stellen, dass Sie besser sind als der Ihnen in Fachkreisen vorauseilende wenig schmeichelhafte Ruf und zudem Ihr allem Anschein nach ambivalentes Verhältnis zum Zehnkampf (Stichwort: Stendaler Hanse Cup) ein wenig gerade rücken.
Als einzig wahre Interessenvertretung der Ü30-Generation bittet Sie LAMPIS, namentlich auch der Verfasser dieser Zeilen, sich in Ihrer Eigenschaft als Vorsitzende des Bundesausschuss‘ Senioren für die Nachnominierung von Klemens Grißmer mit allen zu Gebote stehenden Mitteln einzusetzen.
Vorab schon einmal vielen Dank für Ihre sicherlich erfolgreichen Bemühungen! Als beantwortet sehe ich diese Mail an, wenn der schmählich Übergangene unter den Kandidaten auf dem DLV-Internetportal erscheint.
Der fairnesshalber sei erwähnt, dass ich dieses elektronische Schreiben an Sie um 15 Minuten zeitversetzt als Offenen Brief auf LAMPIS veröffentliche.

Beste Grüße und eine gute Zeit

Axel Hermanns

Senioren werden bei neuem Verfahren vermutlich in die Röhre gucken

(Kamen-Kaiserau/Krefeld, 13. Dezember 2017)  Eine absolute Fundgrube sind die von Eberhard Vollmer aus dem DLV-Referat „Kommunikation und Medien“ zusammen gestellten so genannten „Newsletter“ des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) in Kamen-Kaiserau. Kurz und knackig, mit Verlinkungen zur tiefergehenden Information auf den Punkt gebracht. Unter anderem erfährt der  interessierte Leser  in der Ausgabe 6 – 2017 unter der Überschrift DLV-Bestenliste 2017 dies:  „Letztmalig veröffentlicht der DLV seine Jahres-Bestenliste als PDF-Dokument auf leichtathletik.de, bevor ab der Sommersaison 2018 das neue Modul „DLV-list“ eine aktuelle deutsche Online-Bestenliste präsentiert. Eine DLV-Bestenliste in Buchform gibt es wegen der geringen Nachfrage schon seit vier Jahren nicht mehr." Aktuelle Bestenlisten 2017
Gehen wir getrost davon aus, dass – wie schon bislang – die Senioren/innen auch von diesem neuen Verfahren ausgeschlossen werden und wieder einmal wie die
Mannesmänner" aus Duisburg-Huckingen beim Weihnachtsgeld buchstäblich in die blanke Röhre gucken. Da wird weiterhin ein kommerzieller Anbieter, der sich in einer Art Etikettenschwindel auch noch, welch ein Hohn, ehrenamtlicher Senioren-Statistiker nennen darf, das gesammelte Werk zum Erwerb in Buchform auflegen und gewissermaßen in das Antiquariat von ZDF-Ermittler „Wilsberg“ in Münster hineinarbeiten.