Veritabler Rückzieher von Kaschke zum Teileinbehalt der Meldegelder

(Assafora/Krefeld, 05. April 2020; 11.30 Uhr) Kleinhirn an Großhirn: Frohlocken! Steter Tropfen höhlt den Stein. Wobei „steter“ außer von Lampis für viele weitere Personen und in Solidarisierung Persönlichkeiten steht, die vehement und unmissverständlich gegen den Willkürakt von Kurt Kaschke interveniert haben, 50 Prozent der Meldegelder der drei ausgefallenen Senioren-Europameisterschaften in Braga und auf Madeira einbehalten zu wollen (wir berichteten mehrfach). Mit einer angeblich im Namen des Präsidiums der European Masters Athletics (EMA) auf der Verbandsnetzseite heute eingestellten Erklärung macht der als Alleingänger verrufene Präsidialherr aus seinem „Home Office“ in Assafora (ebenfalls Portugal) einen veritablen Rückzieher.
Eingepackt in jedem Menge belanglosem Wortgeklingel lautet die sinngemäß ins Deutsche übersetzte Kernaussage: „Diejenigen, die sich angemeldet haben und ihre Anmeldung nicht wahrnehmen wollen, erhalten das gesamte Startgeld und die nationale Gebühr (beim DLV 15 Euro, die Redaktion) zurück - und nicht wie zuvor angekündigt lediglich 50 Prozent.“
Na, also, geht doch! Und es erspart ihm als dem letztlich (un-)verantwortlich Handelnden der kontinentalen Dachorganisation manche Klage von sich geprellt sehenden Masters. Ob damit seine denkbare Abberufung wegen verbandsschädigendem Verhalten vom Tisch ist, steht indes (noch) auf einem anderen Blatt.

Nunmehr hochoffiziell: Senioren-WM 2020 wird nicht nachgeholt

(Toronto/Krefeld, 05. April 2020) Unser Slogan könnte ohne jede Übertreibung und Selbstbeweihräucherung auch lauten: Lampis-Leser wissen nicht nur mehr, sondern es vor allem eher! Dahinter steckt immer ein kluger Kopf" ist bereits durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) besetzt. Was anderswo als Neuigkeit angepriesen wird, darüber haben wir bereits vier Tage vor der offiziellen Verlautbarung berichtet (siehe Link). Nicht in einem eigenen Beitrag, aber unübersehbar mit einer Zwischenüberschrift versehen. Aufgrund einer Insider-Information konnten wir vorab die Aussage von LOC-Chef Doug Shaggy Smith vermelden, dass die zu dem Zeitpunkt bereits abgesagten Senioren-Weltmeisterschaften 2020 im kanadischen Toronto nicht nachgeholt werden.
Wer das vielleic
ht nicht mit bekommen haben sollte oder unserem inoffiziösen, jedoch keine Falschmeldungen verbreitenden Online-Medium (wir bedienen uns in der Sache stets Fakten) gerne noch einmal nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle dagegen besser“ überprüfen möchte, kann es nunmehr in einer „Finale Message“ auf der Veranstalter-Netzseite rekapitulieren. Für die etwaige Übersetzung aus englische Sprache empfehlen wir in unserer anerkannt fürsorglichen Art www.deepl.com/translator.
Redaktioneller Hinweis auf einen weiteren, wahrhaftig brandaktuellen Beitrag in unserem gelegentlichen „Leute heute“-Fenster Flurfunk.

Ein Lichtblick in trüben Zeiten durch die Französin Claude Hemmer

Kolumne

Moment mal


(Roussy/Krefeld, 03. April 2020)
Wer nicht wirbt, der stirbt. Diese plakative Botschaft von Werbeagenturen hat nicht nur zur Ankurbelung des eigenen Geschäfts in allen möglichen Bereichen ihre Gültigkeit. Auch für ein Online-Medium wie dem unsrigen, das schließlich mit der informierenden und kommentierenden täglichen Berichterstattung meist zur Senioren-Leichtathletik viele Leser erreichen möchte. Die nackte Quote spiegelt die von unserem „Webhoster“ Ionos ständig fast in Echtzeit zur Verfügung gestellte Analyse wieder. So richtig interessant wird es allerdings erst, wenn aus der anonymen Masse jemand heraustritt und sich zu irgendeinem Thema an den Verfasser wendet. Das ist gewissermaßen „in Rede und Gegenrede“ das Salz in der Suppe.

Es rauschte zum Kaschke-Willkürakt nur so im digitalen Blätterwald

Bisweilen staune ich dann schon, wo mein bescheidenes Nischenengagement überall wahrgenommen wird. Und das nicht nur in den geografisch überschaubaren deutschsprachigen Ländern. Hohe Wellen hatte zuletzt europaweit die beabsichtigte 50-prozentige Einbehaltung der Meldegelder durch EMA-Präsident Kurt Kaschke zu den drei ausgefallenen Senioren-Europameisterschaften in seiner Wahlheimat Portugal geschlagen. Es rauschte nur so im digitalen Blätterwald bis in die sozialen Medien hinein, und eben auch bei uns, die wir darüber rauf und runter kommentiert haben.
Und siehe da, erhielt ich gestern Mittag in geschliffenem Deutsch zu dieser leidigen Thematik eine E-Mail von der mit einem Doktor-Titel ausgestatteten, zudem äußerst attraktiven französischen Sprinterin Claude Hemmer aus Roussy im
Département Moselle. Es geziemt sich der Vertraulichkeit wegen auch bei einem elektronischen Brief nicht, das 1:1 auszubreiten. Außer er wäre für eine Veröffentlichung freigegeben worden. Aber so viel darf ich dann im O-Ton schon verraten: „Ich lese Ihre Kolumnen stets mit regem Interesse.“

Zunächst war das Geschlecht zu klären

Obwohl ich ein alter Fahrensmann mit bald 54-jähriger journalistischer Erfahrung bin und – ein Anachronismus – die Eitelkeit gemeinhin mit zunehmendem Alter abnimmt, habe ich mich darüber riesig gefreut. „Naturellement“ (Natürlich) habe ich höflich geantwortet. Wobei ich bei dem sowohl männlichen wie weiblichen Vornamen Claude zunächst nicht wusste, wie ich sie/ihn anreden sollte. Daraus entspann sich sodann ein kleiner, amüsanter elektronischer Briefwechsel.
Danke, Claude! Fürwahr ein Lichtblick in diese trüben Zeiten der Corona-Krise.

Leichtathletik-Festival für "Silver Ager" wegen Coronavirus abgesagt

(Ancona/Krefeld, 04. April 2020) Was wir nicht angekündigt haben, müssten wir eigentlich auch nicht absagen, weil es nicht stattfinden wird. Dies wäre an dem Gott begnadeten, vom Himmel gefallenen Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) gewesen, der das Leichtathletik-Festival für „Silver Ager“ vom 14. bis 19.April 2020 in Ancona an der italienischen Adria in recht großer Aufmachung in der Senioren-Spielecke der Verbandsnetzseite am 20.Februar 2020 angepriesen hatte (durchgängige Verlinkung mit Direktaufruf nicht mehr möglich).

Leichtathletik-Halle wurde zum Not-Hospital

Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, weshalb es im tragischen europäischen Epi-Zentrum des Coronavirus‘ und der daraus in etwa 20 Prozent der Infizierten entstehenden COVID-19-Erkrankungen (in Italien leider überproportional mit tödlichem Ausgang) abgesagt werden musste. Dass die vorgesehenen Austragungsstätten, die Palindor Arena und der „Banca Marche Palas“, Schauplatz der Senioren-Hallen-EM 2016, in ein Not-Hospital umfunktioniert worden ist, sei dabei nicht verschwiegen.
Redaktioneller Hinweis auf einen weiteren aktuellen Beitrag in unserem Schaufenster Flurfunk.

Bei dem ers(p)onnenen Rückritt war der Wunsch Vater des Gedankens

(Assafora/Krefeld, 02. April 2020) Mitunter ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Wobei ich mich ganz persönlich als Sportjournalist nicht beschweren und er mir eben ruhig noch erhalten bleiben kann. Schließlich liefert er mir seit seiner Stabübernahme (im Bild) von seinem Amtsvorgänger Dieter Massin im August 2012 anlässlich der Senioren-Europameisterschaften im sächsischen Drei-Länder-Eck Zittau quasi in Endlosschleife immer wieder mal Schreibstoff. Denn die von DM (könnte auch für Deutscher Meister stehen) hinterlassenen Fußstaben erwiesen sich geradezu erwartungsgemäß als ein paar Nummern zu groß für ihn, hat er das Lebenswerk" von Massin mit Grandezza an die Wand gefahren. Im Rückblick betrachtet war das einzige was die beiden einte der Hauptberuf des Lehrers. Noch spitzere Zungen als die meinige behaupten indes, dass das selbst ernannte Fremdsprachen-Genie bis zu seinem Vorruhestand Black Forrest Teacher" (Baumschullehrer im Schwarzwald) gewesen sei.

Ereignis eine Dichtung, die Fakten jedoch die blanke Wahrheit

Nach dieser Ouvertüre (Vorspiel) nun zum nicht eintretenden Ereignis. Es war leider nur ein Aprilscherz, dass Kurt
Kuddel" Kaschke aus Assafora in Portugal als Präsidialherr des kontinentalen Senioren-Leichtathletik-Verbandes European Masters Athletics (EMA) zurücktreten wird. Doch allein das ist Dichtung. Alle genannten Fakten entsprechen naturgetreu der Wahrheit und nichts als der blanken Wahrheit. Das hat dann wohl auch zur allgemeinen Verunsicherung beigetragen. Das geht aus den Reaktionen hervor, die ich als Verfasser dieser Schmonzette telefonisch und via E-Mail erhalten habe. Stellvertretend die eines durchaus bekannten Sprinters der Ü60-Generation, also in heutiger Zeit Risikogruppe, in komprimierter Fassung: „Über was schreibst du demnächst, falls Kuddel nicht noch Jesus toppt und ein zweites Mal aufersteht? Mitgefühl aus erzwungener Distanz und ‘nen schönen Tag!“  Sieben Minuten später ist ihm mit neuerlicher E-Post ein Lichtlein aufgegangen, aber immer noch mit einem Fragezeichen versehen: „K.K. 01.04.?“
Freilich sind mir nicht alle aus meinem näheren Umfeld, mit denen ich regelmäßigen Kontakt pflege, auf den Leim gegangen. Sie wissen allerdings auch, dass ich seit 2010 alle Jahre wieder an dieser Stelle und auf dieser Welle eine „Ente“ ( = bewusste Falschmeldung) aufs Wasser setze.
Eine frohgelaunte Entschuldigung bei allen Gutgläubigen!