Frühere Weltklasse-Diskuswerfer Alwin J.Wagner schreibt siebte Null

(Melsungen/Krefeld, 11. August 2020) Es ist seit dem über zehnjährigen Bestehen der Internet-Plattform Lampis viel über, aber auch hin bis zu einer dreiteiligen Autobiografie (siehe Link, danach jeweils unten auf zurück klicken)  vom einstigen Weltklasse-Diskuswerfer Alwin J. Wagner (*11.08.1950) aus Melsungen im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis geschrieben worden.
Selbst für einen nach Meinung Dritter einigermaßen fantasiebegabten Sportjournalisten, dazu freundschaftlich mit ihm als langjährigem Weggefährten und Bruder im Geiste verbunden, nicht so einfach, dem Bio-Computer zwischen den Ohren aus Anlass seiner heutigen Vollendung des 70.Lebensjahres noch Unveröffentlichtes zu entlocken. Allerdings soll es natürlich nicht profan beim Verweis auf die seinerzeitge Laudatio an dieser Stelle zu seinem Fünfundsechzigsten bleiben. Empfohlen wird sie dennoch. Gleichfalls der Eintrag auf Wikipedia.

Ein Bekenntnis und Geständnis als Befreiungsschlag

Wenngleich eine Laune seiner Eltern, sollte aus dem einstigen Knaben und späteren Mann mit dem christlichen zweiten Vornamen Josef ein gläubiger, praktizierender Katholik werden. Das mag auch der Auslöser dafür gewesen sein, dass er sich 1980 ohne jemals ertappt worden zu sein in einer Selbstanzeige zu den auch in der Bundesrepublik üblichen Doping-Praktiken bekannte, ihnen abschwor, öffentlich anklagte und in der Szene zunächst als Judas geächtet wurde.
Für ihn wirkte es jedoch wie eine Art Befreiungsschlag. Der Familienvater und Polizeibeamte im gehobenen Dienst (inzwischen längst Hauptkommissar a.D.) feierte anschließend seine größten Erfolge, wurde von 1981 bis 85 fünfmal in Serie gegen starke Konkurrenz Deutscher Meister und 1984 Olympia-Sechster in Los Angeles. Seine Lebensbestleistung stellte er fast 37-jährig am 01.Juli 1987 bei einem „Heimspiel“ in Melsungen mit 67,80m auf. Der Dauerbrenner im Ring warf mit 42 die 2-Kilo-Scheibe noch 61,94m weit und mit 51 Jahren auf 51,25m. In seiner Blütezeit wog er auf 1,96m Körpergröße verteilt austrainierte und definierte 134 Kilogramm (siehe Foto in der Laudatio zum 65ten).

Als Leichtathlet alle Weihen durchlaufen
 
Als Leichtathlet hat er angefangen vom Aktiven praktisch alle Weihen durchlaufen, war von 1985 bis 2001 hessischer Landestrainer Kugel/Diskus, parallel dazu einige Jahre HLV-Vizepräsident, Kampfrichter, DLV-Referent für Schiedsrichter-Ausbildung und leitete an seinem Geburtstag bei den Europameisterschaften 2002 in München das Diskus-Finale der Männer. Noch eine Anekdote aus dem reichen, schier unerschöpflichen Fundus der etwas anderen Wagner-Festspiele: Bei der DM 1989 verpasste Alwin an seinem Wiegenfest den Diskuswurf, weil er dem Geburtstag seiner Tochter Regina beiwohnen wollte, die nun heute 31 wird.

Große Qualitäten als Allein-Unterhalter

Ursprünglich sollte am kommenden Samstag ganz groß mit 250 Personen (nach-)gefeiert werden. Bedingt durch den elendigen Spielverderber Corona wird das Jubelfest auf ein Fünftel mit der sechsköpfigen Familie (Ehefrau Brigitte, drei Töchter, ein Sohn), Verwandte und ein paar engen Freunden abgespeckt. Das Programm kann Alwin selber gestalten, denn er verfügt nach meinem eigenen Erleben während eines siebentägigen Trainingsaufenthaltes im April 2015 in Latsch (Südtirol) als kommunikativer, wortgewandter, schlagfertiger und humorvoller Plauderer über Alleinunterhalter-Qualitäten bis hin zum Gesang.
Allerseits viel Spaß an der Freud', und dem fortgeschrittenen Geburtstagskind einen Herzlichen Glückwunsch!